Wie bewege ich mich unter leitenden Ärzten?

31 01 2008

Nach der überaus erfolgreichen Patientenratgeber-Mini-Serie in diesem Blog, wollen wir uns nun den motivierten Jung-Ärzten zuwenden, die eine Karriere in der leitenden Ebene der Weißkittelhierarchie anstreben. Das Wichtigste sind die Verhaltensregeln dieses Standes. Also wie man trendy, “in” oder was auch immer ist… wie man kurz gesagt ein gewisses Understatement repräsentiert.

Hier ein Crash-Kurs:

  • Die Kleidung. Immer zivil tragen und nur einen Kittel drüber ziehen. Egal wie saumäßig die Schlammschlacht an was auch immer abläuft, die Kleidung eines OA oder CA wird nie, ich betone NIE schmutzig, egal welche mistigen Wunden er mit einem Liter NaCl spült oder in was auch immer er mit einer 10 cm langen Nadel hineinbohrt.
  • Das Klinikhandy. Ein Piepser ist für das Fußvolk. Die leitenden tragen ein Handy der Klinik bei sich. Alles andere wäre  nicht standesgemäß. Aber wichtig ist, dass es auch immer klingelt. In jedem Meeting, jeder Stationsbesprechung, jedem Gespräch mit wem auch immer, in der Visite, in Weiterbildungen bei denen andere Vorträge halten. Nichts kommt so gut vor Patienten, wie “Ja, ich bin hier in der Visite. Geht es später oder ist es wichtig? Jaja, ich verstehe… Herr XY, entschuldigen Sie bitte, wir kommen gleich nochmal rein.” und das anschließende Verlassen der Visite mit dem halbnackten Patienten an dem gerade Demonstrationsunterricht für die PJs abläuft. Hier begreift auch der Patient mit einem MMST-Wert unter 12, wer das Sagen hat.
  • Das Auto. Alles was unterhalb der oberen Mittelklasse ist, gehört nicht auf den Parkplatz. Außer es ist der Leihwagen des Autohauses, auf dem groß der Name des Herstellers prangt. Japaner sowieso nicht, erst recht keine Koreaner. Für die Geschiedenen kommen eigentlich nur Sportwagen in Frage, um gewissen Körperteilen prothetisch zu helfen, denn bei OA oder CA über 45 ist die Gruppe der U25 weiblich eher schwer kontaktfreudig, sofern dieser nicht den Kittel anhat, auf dem CHEFARZT oder OBERARZT steht. Für die Verheirateten sind derzeit die Geländewagen angesagt. Verheiratet mit Kindern und noch kein Wort von Scheidung fährt Kombi, mit Stern oder aus Bayern, die ärmeren aus Schweden (das klassische Oberlehrerauto nannte man es früher) oder alternativ einen familientauglichen Großgeländewagen a’la Seal und Heidi. Naja, dass man 5 Jahre Raten zahlt oder einen günstigen Leasing-Vertrag hat, braucht ja keiner zu wissen…
  • Die Unterkunft. Standesgemäß in bester Innenstadt- oder VIP-Viertel-Lage. Auf jeden Fall mit eigenem Stellplatz. Am besten eigenes Haus. Nicht zu klein. Aber pssst… Mieten geht auch, vor allem weiß man in den oberen Regionen ja nie so genau, wie lange man tatsächlich an einem Ort bleibt oder bleiben will…
  • Die Körperhaltung als Zuhörer auf einem Kongress. Definitiv ist das Beine übereinanderschlagen und das Kopf in die Hand stützen bei gespreitzter Daumen und Zeigefinger-Haltung standesgemäß. Es wirkt jederzeit akademisch, aristokratisch und zeugt von Kultierviertheit.
  • Der Stift. Auf keinen Fall ein simpler Kuli eines Pharmareferenten. Die sind für die Kinder und die Assistenzärzte. Wer wirklich was auf sich hält schreibt mit dem Füllfederhalter. Empfehlenswert sind die mit einer Drehkappe. Ansonsten gilt Punkt 1: Die OA- oder CA-Kleidung wird nie schmutzig.
  • Die Kindererziehung. Die eigenen Kinder einfach zum Fußball gehen zu lassen, also das geht schonmal gar nicht. Ein OA oder CA-Kind muss das gewisse Understatement lernen und das geht nur beim Tennis, Golf, Segeln, Ballett und / oder Klavierunterricht. Das wahre Leben wäre für so zarte Seelen eine zu harte Belastungsprobe. “Und Mutti zwingt Euch auch nicht dazu, oder?” (sag jetzt ja nicht ja, sonst wirst du enterbt oder kommst aufs Internat zu den katholischen Schwestern…)
  • Die Namensgebung für den Nachwuchs. Vor einigen Jahren galt es in OA- und CA-Kreisen als angemessen, ausgefallene Namen für den Nachwuchs zu wählen. Seitdem aber jemand publiziert hat, dass ausgefallene Namen häufiger bei karrieremäßigen Überfliegern zu finden sind (ob das wohl eher was mit elterlicher Hilfe und Ausbildungsstand zu tun hat als mit Muttis Namenswahl?), seitdem hat sich die Zahl von Schantall, Shanize, Leon, Lara-Marie, Michelle, Auwen, Aragorn, Fynn, Noah, Aaron, Luca, Elias, Nele, Lili, Emily, Justin, Thore  etc. rasant erhöht, weil auch sehr einfache Menschen wollen, dass der Name bei ihrem Kind macht, dass es erfolgreich wird. Inzwischen ist man in den CA- und OA-Kreisen dazu übergegangen, sich der Mehrheit anzuschließen und Teil der deutschen Ranglisten zu sein oder aber einfach die alten deutschen Vornamen zu wählen. Wichtig ist, dass der 2. Vorname so ist wie der des Großvaters, damit die akademische Geschichte der Familie jedem unter die Nase gerieben werden kann, sobald die Frage nach der Namenswahl für den Sprößling kommt. Auf Verirrungen wie Angelina Julie Schmidt wird man in diesen Kreisen eher nicht stoßen.
  • Kultur. Man geht selten ins Kino, erzählt allen, man habe keine Zeit zum Fernsehen und trifft sich mit der High Society des gewählten Wohn oder Arbeitsortes im Theater. Dort hält man eisern durch, egal wie grottenschlecht die unterbezahlten Schauspieler sind oder wie neuzeitlich auch immer die Faust-Inszenierung sein mag. Es geht nicht um das sehen, sondern um das Gesehenwerden. Sekunderär Gewinn ist dabei die Tatsache, dass man in der nächsten Visite alle damit unterhalten kann, wie gut / schlecht  die Vorstellung war und wen man dort gesehen hat.

Das war jetzt sicherlich nicht vollständig, aber eben auch nur ein Crash-Kurs. Wer also in die höheren akademischen Sphären will, der sollte sich beizeiten informieren, wie er zu diesem gewissen Understatement kommt. Von Vorteil ist es dabei, von Beruf einfach Sohn eines Chefarztes zu sein. Der Rest ergibt sich von allein.

Auf Fragen wie “Wie halte ich als Oberarzt das Besteck im Restaurant?” “Darf ich als Oberarzt auf Behindertenparkplätzen parken?” “Kriegt man immer die besten Plätze im Kino / Restaurant / Theater, wenn man im Kittel kommt?” gehe ich auf Wunsch gerne ein anderes Mal ein.





Wie Österreicher über Ossis denken

30 01 2008

Was passiert, wenn Assistenzarzt über Abwanderung von Ärzten aus den neuen Bundesländern googelt? Assistenzarzt landet auf den letzten Google-Seiten auf einem mehr oder weniger interessantem, aber dafür umso mehr garstigem, bornierten, diskriminierenden Foren-Posting eines Herrn Walter Fenz (Nickname) in einer Österreichischen Zeitung. Damit wird dann die gewählte Überschrift ad absurdum geführt. Manche Österreicher können nicht denken. Dieser ganz bestimmt nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Mensch überhaupt mal einen Fuß auf ostdeutsches Territorium gesetzt hat. Für manche Leute sollte die Visum-Pflicht wieder eingeführt werden.

Hier mal einige Zitate des Herrn Walter Fenz (es geht um die Wahl eines österreichischen Profs zum Dekan der Uni Graz, der jetzt in uns Ossi-Land tätig ist, was aber in der Diskussion anschließend in den Hintergrund tritt):

“Auch wenn ich von der Uni Rostock und der dortigen Medizinischen Ostfakultät [...] einen Deutschen nur mit sehr viel Bauchweh genommen hätte….”
In Bildblog-Manier muss ich dazu sagen: FALSCH. Der Prof, um den es sich in dem Beitrag handelt, ist seinem Lebenslauf nach (ebenfalls auf der Internetseite der Zeitung zu entnehmen), Österreicher und erst seit einigen Jahren in Deutschland.


” [...]… da trifft dann eben die Großprovinz die Kleinprovinz. Wissenschaftlich und fachlich betrachtet.”
In welcher Provinz mag wohl Herr Fenz zuhause sein? Mittelprovinz? Fachlich betrachtet? An der Uni Rostock wurde die Nierendialyse bereits zu DDR-Zeiten mitentwickelt. An der Uni Rostock wurde die erste Leberdialyse entwickelt, die von der FDA zugelassen wurde und Maßstäbe gesetzt hat. An der Uni Rostock wurde das bisher einzige halbwegs wirkungsvolle Verfahren für Stammzelltherapie am Herzen entwickelt. An der Uni Rostock waren Leute wie Prof. Schilling tätig. Ja, nun müsste man wissen, was der gemacht hat… Naja, für das wenige Geld, was man von einem der ärmsten Bundesländer kriegt als Uni, muss sich die Rostocker Uni nicht schämen. Es geht damit eben nicht so viel wie in Bayern, wo die die Euros in den A… gepustet kriegen. Außerdem ist die Mediziner-Ausbildung in MV an beiden Großprovinz-Unis bedeutend besser als in der Kleinprovinz (und zudem ohne Studiengebühren), siehe Spiegel-Ranking.

Auf die Frage eines anderen Foren-Lesers, was eine Ostfakultät denn wohl sei, kommt die Antwort:

“Gekennzeichnet durch a) massive Personalfluktuation, insbesondere Abwanderung von Fach- und Oberärzten ins Ausland (Schweiz, Skandinavien, Österreich…..) oder aber nach Westdeutschland und deren Ersatz durch osteuropäische (Nichtfach-)Ärzte
b)Deutl. schlechtere Bezahlung als in Westdeutschland und deshalb auch Abwanderung der Habilitierten
c)Abteilungen an der Grenze des Lächerlichen, z.B. eine schon geschlossene Kinderpsychiatrie in Magdeburg, eine praktisch inexistente Strahlentherapie in Magdeburg und Greifswald, eine praktisch inexistente Pathologie in Jena und eine praktisch ohne Fachärzte in Leipzig, eine fehlende Kinderradiologie in Leipzig usw. usf.
d) Nehmen jeden Österreicher mit Handkuß - frisch vom Studium….”
Naja, massive Personalfluktuation gibts auch im Wessi-Land, da kenne ich genügend Beispiele und ins Ausland gehen auch nicht nur die Ossis. Wobei ich bei Herrn Fenz das Gefühl habe, in Österreich ist man eh nicht sonderlich willkommen. Kommen Sie mal an die Unis hier und gucken. Da gibt es nicht mehr osteuropäische Ärzte als an Wessi-Unis. Abwanderung der Habilitierten… naja, es ist allgemein bekannt, dass viele die Ossi-Unis nur als Sprungbrett nutzen wollen. Die wandern nicht allein deswegen ab, weil es hier immer noch nur 97% des West-Gehalts gibt, sondern weil sie nie vorhatten, hier zu bleiben. Die Familien wohnen meist im Wessi-Land und warten auf die Heimkehr des Busch-Arbeiters. Ich kenne außerdem diverse Kliniken im goldenen Wessi-Land, die ebenfalls nur überleben, weil sie Assistenten im 3. Ausbildungsjahr haben, die noch nicht weggelaufen sind. Die “Ärzteflucht” ist ein gesamtdeutsches Phänomen und kein rein ostdeutsches!! Man eh, das regt mich wieder auf, das wir Ossis wieder die Deppen sein sollen. Und zu d): FALSCH. Zum Glück haben wir davon nicht so viele hier, wäre ja nicht auszudenken, wenn die alle so sind wie Herr Fenz. Ich wüßte nur einen im 50 km Umkreis. Der achso gerühmte Ösi-Hausarzt, den es in die Nähe von Schwerin gezogen hatte und der so schön hochgelobt durch alle TV-Sendungen geisterte als “Retter der Ossis”, der ist inzwischen wieder abgehauen. Er kam mit dem Menschenschlag nicht klar, heißt es. Es ging keiner zu ihm in die Praxis, weil die Leute sich nicht ernst genommen fühlten, erzählt man in der Gegend. Woran das wohl gelegen hat?

Es folgt die Gegenfrage eines Lesers bezogen auf Punkt d): “Soll das heißen, eine Einrichtung, die Österreicher beschäftigt, disqualifiziert sich damit in Ihren Augen?”

“Nur, wenn die Hauptqualifikation für den Österreicher die meist einwandfreie Beherrschung der Deutschen Sprache ist, dann dürfen Sie selbst raten, woher der Wind weht im Staate OstDDRland.”
Ja, wenn sie denn mal die deutsche Sprache auch wirklich beherrschen würden… Also ich als hochdeutsch sprechendes Nordlicht hab da so meine Probleme mit dem Verstehen. Die meisten Ösis disqualifizieren sich hier, weil sie kein fließendes Russisch sprechen, nicht das “Kapital” auswendig zitieren können, Karl Marx mit Vadder Abraham verwechseln, kein FDJ-Hemd tragen, nicht wissen, was FKK ist und Datsche für eine südostasiatische Feigenfrucht halten und weil es genügend Absolventen gibt, die sich hier auf Assistentenstellen bewerben, eine gute Ausbildung haben und mit dem Menschenschlag, den Bedingungen und Anforderungen vertraut sind. Das Problem ist der Mangel an Fachärzten, aber das ist wie gesagt, kein rein ostdeutsches Phänomen.

“[...] aber in einer absoluten Verlierer-Region wie in den Neuen Bundesländern” muss ja alles schlecht sein, gibts nur kasachische Anfänger-Ärzte mit sibirischem Hilfsarzt-Diplom, weshalb man über jeden zuwanderungswilligen Ösi-Absolventen aus Ötzi-Land tief dankbar ist und Freudenfeuer anzündet, auch wenn der kleine erstmal sprechen lernen muss. Zudem grasen in der Großprovinz die Kühe auf dem Klinikrasen und laufen die Hühner über die sandige Einkaufsstraße, an deren Ende man seine Gummistiefel piercen lassen kann, weil das das neueste Forschungsprojekt der Provinz-Uni ist. Amen.

Quelle: http://derstandard.at/?url=/?id=3172997





Wie man aus House einen Kaugummi macht

29 01 2008

Das geht ganz einfach. Man nenne sich RTL und kaufe die Rechte an einer netten TV-Serie. Dann füttere man die Fans an und sende bis 4. Dezember den ersten Teil der 3. Staffel. Anschließend plötzlich aufhören und nur Wiederholungen senden. Nachfolgend lasse man bei allmählich sinkenden Quoten und genervten Fans die Nachricht streuen, dass es ab 29. Januar wieder weitergeht mit dem zweiten Teil der Staffel 3. Und sende dann doch wieder nur eine Folge aus Staffel 2, die die Fans sich seit über einem halben Jahr auch auf DVD angucken können - und zwar ohne 10 Minuten -Werbeblöcke. Und die Fans sitzen wieder brav in Erwartung von neuem Input vor dem Fernseher. Fertig ist der Kaugummi. Einfach nur wieder und wieder kauen, obwohl was Frisches in der Kühltruhe lagert. Zuschauer-Verarsche könnte man auch sagen. Ich will endlich die neuen Folgen sehen! Man, wird Zeit, dass die auf DVD kommen, dann ist man unabhängig von diesen Werbeblock-Gängeleien und sein eigener Programmdirektor.





Berufliche Alternativen für Ärzte, die keine Ärzte mehr sein wollen oder Medizinstudenten, die keine Ärzte mehr werden wollen

28 01 2008

Töpfer*

Filmregisseur oder Filmproduzent*

Drehbuchautor*

Opernsängerin*

Musiker*

IT-Mensch in der Systemadministration

Auswanderer

Dr.Bob im Dschungelcamp

Tagesschau-Sprecherin*

Gesundheitssendungs-Moderator*

Comedian*

Buchautor*

Politiker*

Verwaltungsdirektor im Krankenhaus

LKW-Fahrer*

Tauchlehrer

Taxifahrer

Schauspieler**

Tulpenzüchter in Holland***

Weitere Vorschläge?

* gibts wirklich, kann ich durch Beispiele / Namen belegen

** Vorschlag von F.

*** Vorschlag von M.M.





Die Heckenschützenkreissägenantipathie

28 01 2008

Sie ist so falsch, dass sogar die dritten Zähne der Patienten echter sind. Sie ist so hinterhältig, dass ein Heckenschütze ein aufrechter Mann sein könnte. Wenn sie ihre Stimme benutzt, fallen woanders Glasscheiben zusammen. Ihr Lächeln macht mich aggressiv, denn ich weiß genau, welches Spiel sie spielt. Die PJler weinen, weil sie nicht wechseln im Tertial. Die Famulanten stehen verschüchtert in der Gegend umher. Sie hat das Superfahrrad erfunden. So toll kann keiner nach oben buckeln und nach unten treten. Großkotzig posaunt sie Dinge heraus, die andere geschaffen / herausgefunden / festgestellt haben und gibt sie als ihre Leistung aus. Natürlich wenn die anderen nicht dabei sind. Ihre Fehler schiebt sie anderen in die Schuhe und erfährt Rückendeckung wenn jemand anderes es aufdeckt. Sie ist unantastbar. Sie bekommt, was sie will, kriegt Urlaub, wann sie will. Ihr Gejammer über die vielen Dienste ist schlimmer als das von zweitausend italienischen Fußballern zusammen. Andere haben ein Drittel mehr Dienste als sie. Aber sie schafft es sogar, sich zu drücken, wenn jemand ausfällt, und niemand darf was sagen. Außer er ist scharf auf mehrere Tage Spießrutenlaufen, gestrichenen Urlaub etc. Sie ist nicht die Königin der Herzen, nein, sie ist die Kaiserin der Unkollegialität. Sie hat ein, zwei Kollegen, die mit ihr ein Herz und eine Seele sind. Sobald sie weg ist, tönt es anders. Aber keine Sorge, das schlägt sofort wieder um, wenn sie da ist. Wahre Freunde hat sie nicht. Sie sorgt dafür, dass Kollegen der Urlaub gestrichen wird. Sie sorgt dafür, dass aus einer Woche Urlaub 5 einzelne Urlaubstage in diversen verschiedenen Wochen werden. Sie geht pünktlich nach dem Dienst nach Hause. Wenn andere das tun, zerreißt sie sich ihr Schandmaul und sorgt dafür, dass diese angezählt werden dafür, dass sie nur 1 Stunde gegen das deutsche Arbeitszeitgesetz verstoßen haben. Sie benutzt PJler, um zu zeigen, wie überlegen sie ist.

Und die, die das alles merken und wissen und sich tatsächlich wagen, ihre unbedeutende Stimme zu erheben, die werden von ihren Gönnern gleichsam kaltgestellt. La familia hält zusammen…

Manchmal wenn ich Krimis sehe, krieg ich Fantasien. Auch das Dschungel-Camp ließ meine Ideen sprießen. Leider gibts in Deutschland weder gefährliche Skorpione noch Schlangen. Und 40000 Kakerlaken und ein Glassarg sind auch schwer zu bestellen bei amazon. Aber die Nummer mit dem Auto im See hatte was erfrischend reales.

Ja, ich kann sie einfach nicht leiden. Keine Balint-Gruppe der Welt wird daran was ändern.

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PS: Das Schlimme an dieser Welt ist: Es gibt überall eine Heckenschützenkreissäge. Jeder kennt so jemanden. Sie sind einfach da und man wird sie nicht los.





Wieviel schuldet ein Arzt dem Staat?

20 01 2008

Durch den Kommentar von Wolf auf mein Nokia-Posting war ich angeregt, mal über die Frage nachzudenken, was eigentlich der fertige Facharzt dem Staat schuldet. Weil ich als Kommentar schon vieles gepostet habe, werdet ihr hier einige Passagen aus dem Kommentar wiederfinden.

Kosten des Medizinstudiums

Ich habe bei Google gesucht und Angaben gefunden, die zwischen 100000 Mark (also 50000 Euro) und 40000 Euro pro Monat schwanken. Am häufigsten umkreisten sie 28000 Euro pro Monat. Medizinstudenten verursachen die meisten Kosten an Universitäten. Ehrlich gesagt, frage ich mich WARUM? 

Pflegepraktikanten, Famulanten und PJler werden als reguläre Arbeitskräfte eingesetzt. Aber sie bekommen kein Geld dafür, also entstehen keine Personalkosten. Tatsache ist außerdem, dass viele kein Bafög kriegen sondern nebenbei arbeiten gehen. Vorlesungen sind für einen Teil der Profs lästige Aufgaben, die sie neben der Forschung und der Leitung der Kliniken auch noch absolvieren müssen und vielfach an Untergebene weiterdeligieren. Dass Profs also nur für die Studentenausbildung bezahlt werden und nur wegen der Studenten hohe Personalkosten verursachen, stimmt nicht. (Und wenn sie tatsächlich aus diesem Grund so viel Geld bekommen, dann muss man sagen, halten viele von ihnen zu wenig Vorlesungen und machen zu wenig Kurse.) Diese Stellen müsste es auch ohne Studenten geben, denn einer muss ja eine Abteilung leiten und die Forschung. Auch die Skripte werden in der Regel verkauft und nicht kostenlos abgegeben. Die Kurse in den Kliniken werden von den Assistenten nebenbei beim Tagesgeschäft mit abgewickelt. Auch diese werden also nicht extra wegen der Studenten bezahlt. Es müsste auch sie ohne Studenten trotzdem geben. Einen Teil der Kosten, die immer angeführt werden, kann man also relativieren. Für Hörsäle und Bibliotheken entstehen ganz sicher Kosten, auch für die theoretischen Institute. Für Kursräume ist es wieder relativ: Die meisten klinischen Kurse werden irgendwo im Arztzimmer auf Station oder im Besprechungsraum der Abteilung abgehalten und die sind sicherlich nicht extra wegen der Studenten gemacht worden. Kleidung bringen Studenten selbst mit, also haben die Unis auch hier keine Kosten. Für einen PJler erhält eine Uni etwa 400 Euro Kopfgeld (schwankt zwischen den Unis). 

Wenn immer diese 28000 Euro pro Monat (= 140000 Euro für ein Studium) als Kostenkeule argumentativ geschwungen wird, dann möchte ich diejenigen, die das publizieren einfach mal auffordern, die Aufschlüsselung der einzelnen Posten darzulegen!

Was ein Medizinstudent und Arzt zurückgibt

Fangen wir bei den Studenten an. Als Pflegepraktikant, Famulant und PJler wird man zur vollen Arbeitskraft. Viele Kliniken, gerade die Unikliniken, könnten ohne diese kostenlosen Arbeitskräfte nicht mehr existieren. Genau: Kostenlos. Als Student sieht man keinen Pfennig.
Pflegepraktikum. Dauert inzwischen 4 Monate. Legen wir einen Monatslohn von 1200 Euro zugrunde (soviel war mein erstes AIP-Gehalt und die Schwestern hatten mehr), bei dem keine Zuschläge für Nachtarbeit und Wochenende enthalten sind (obwohl auch das geleistet wird), kommen wir auf 4800 Euro.

Famulatur. Dauert auch 4 Monate. Famulanten machen etwas mehr, schon halbe oder ganze ärztliche Tätigkeiten. Da ich als AIP o.g. Summe erhalten habe und das schon eine Weile her ist, die Gehälter gestiegen sind auch für die Anfänger, nehmen wir mal einen fiktiven Lohn von 1500 Euro. Macht zusammen 6000 Euro.

PJ. Dauert 1 Jahr. Da PJler inzwischen eigentlich fast das gleiche machen wie Ärzte, inklusive Punktionen, OP-Assistenz, Patientengespräche, Arztbriefe etc. legen wir das Einstiegsgehalt eines Assistenzarztes im TV Ärzte der Unis zugrunde (West 3600 Euro, Ost 3200 Euro). Macht 43200 Euro für das Jahr. Die er nicht bekommt. Da PJler auch häufig Überstunden leisten, die nicht dokumentiert werden, dürfte die Summe noch höher liegen.

Arzt.

Die Überstunden, die jeder einzelne von uns jeden Tag schiebt, kriegen wir nicht im Geringsten bezahlt. Bei mir sind es aus dem letzten Jahr geschätzt über 150 nicht offiziell dokumentierte, nicht bezahlte Überstunden, wo ich mal dran gedacht habe, mir die zuhause in den Kalender zu schreiben (die anderen sind meiner privaten Dokumentation entgangen). Wenn man das mal 22 Euro Stundenlohn nimmt, sind das schon 3300 Euro pro Jahr. Auf 6 Jahre Facharztausbildung gerechnet bekommt die Gemeinschaft / die Kliniken / der Staat - das Land - die Kommune als öffentlicher Arbeitgeber so ca 20000 Euro von jedem Arzt geschenkt - nur durch die “regulären” nicht dokumentierten Überstunden. Und ich schätze, dass ich am unteren Ende des Durchschnitts liege, bei anderen sind es weitaus mehr. Ich habe übrigens nicht die Pausenzeiten berechnet, die uns per Gesetz zustehen, die wir aber kaum einhalten können, da wir häufig ohne Essen durcharbeiten.

Kommen wir zu den Diensten. Auch hier arbeiten wir meist komplett durch, in der Regel auch ohne die gesetzlich vorgeschriebenen Pausenzeiten einzuhalten (die schieben wir zusammen, um 1,5 h schlafen zu können). Laut EU-Gerichtshof ist Bereitschaftsdienst gleich Arbeitszeit. Bedauerlicherweise hält sich nichtmal der MB-Tarifvertrag dran. In meinen Diensten habe ich eine Arbeitsauslastung von über 90%, meist 100%. Laut Tarifvertrag sollte meine Arbeitsauslastung maximal 90% betragen, theoretisch. Für mehr bekomme ich kein Bereitschaftsentgelt. Bei durchschnittlich 5 Diensten eines Arztes pro Monat (geschätzter Deutschland-Durchschnitt) sind das bei 16 Bereitschaftsdienststunden (24 Dienst - 8 reguläre Arbeitszeit = 16)*, die wir offiziell nur zu 90% bezahlt bekommen, 8 Stunden pro Monat an Dienststunden, die wir gar nicht bezahlt bekommen, obwohl wir arbeiten. Auf 6 Jahre FA-Ausbildung gerechnet sind das 12700 Euro.

Hinzu kommen die Stunden, die uns von dem 90%igen Dienstgeld zu 100% abgezogen werden, weil wir nach dem Dienst nicht mehr arbeiten dürfen laut Gesetz (es inoffiziell aber tun). Das heißt für die Berechnung, dass wir quasi die 8 Stunden des Folgetages (wo sie 100% wert sind) in der Nacht vorgearbeitet haben (wo sie nur 90% wert sind). Und die Stunden tagsüber haben einen Wert von 100%… also 16 x 0,9 - 8 x 1,0… Pro Dienst entgehen uns durch den Abzug etwa 0,8 h, was im Monat 4 Stunden macht, im Jahr 48 Stunden, was auch wieder 1056 Euro pro Jahr sind. Auf 6 Jahre FA-Ausbildung gerechnet knapp 6400 Euro.

Eingerechnet habe ich noch nicht die Fortbildungen und Kurse, die Ärzte aus eigener Tasche bezahlen, die aber nur dem Arbeitgeber zugute kommen: Sonografie, Röntgen, OP-Kurse… Auch die Anträge bei der Ärztekammer und die Zertifikate kosten Geld. Da dürften in 6 Jahren je nach Fachrichtung zwischen 2000 und 10000 Euro zusammenkommen.

Weiterhin füllen Ärzte Reha-Anträge aus, deren Extra-Vergütung in den meisten Kliniken nicht der Arzt bekommt (wie es wohl eigentlich sein sollte) sondern die Klinik. Bei 3 Reha-Anträgen pro Monat macht das auf 6 Jahre gerechnet etwa 6400 Euro.

Als nächstes kommt das Kapitel “Privatpatient”. Abrechnen dürfen Privatpatienten nur Chefärzte und ermächtigte Oberärzte. Kümmern tun sich aber die Assistenzärzte. Die Liquidationsberechtigten sehen einmal am Tag vorbei, reden ein paar Worte und verschwinden. Blutabnehmen, Aufklärungen, Untersuchungen, Befunde auswerten, Medikamente an- und umsetzen, Arztbrief schreiben, mit Angehörigen reden etc. machen die Ärzte auf Station. Es gibt aber nur wenige Häuser, an denen es eine Poolbeteiligung gibt, wo also auch Otto-Normal-Arzt etwas von dem Geld sieht. Ansonsten kriegens die Chefs und die Kliniken.

Thema Promotion. Die wissenschaftliche Sklavenarbeitskraft arbeitet in der Regel umsonst. In seltenen Fällen gibts mal eine Drittmittelstelle dafür. Nehmen wir als minimale Dauer einer Doktorarbeit 2 Jahre Vollzeittätigkeit an wie in den anderen Naturwissenschaften, wo es in der Regel am laufenden Band Doktorandenstellen gibt (ok, es ist da die Regel, aber die Stellen sind nicht wie Sand am Meer). Diese 2 Jahre verteilen sich bei Medizinern wegen eben nicht Vollzeitdoktorand sein auf mehrere Jahre. Nehmen wir die 2 Jahre Vollzeittätigkeit zu einem Einsteiger-Gehalt an Unis für Ärzte (was die dann auch bekommen, wenn sie das seltene Glück einer Drittmittelstelle haben, um ihre Promotion zu schreiben und es nicht nach dem Dienst machen müssen wie all die anderen), dann kommen 86000 Euro zusammen, die ein durchschnittlicher Medizin-Doktorand nicht erhält. Plus Forschungsergebnisse, mit denen die Profs weitere Drittmittel einwerben, die Unis Publikationen machen etc…

Hab ich noch was vergessen?

Rechnen wir zusammen:

Ohne Promotion und Privatliquidationspool geschätzte 101700 bis 108700 Euro, die ein Arzt dem Staat / Land / Kommune / der Gemeinschaft schenkt, weil nicht bezahlt bekommen.

Mit Promotion und ohne Privatliquidationspool 187700 Euro

Diese Rechnungen sind Überschlagsrechnungen, die nicht repräsentativ sind und meine eigenen Erfahrungen zugrunde legen. Aber ich denke, ein Funken Wahrheit ist dran. Relativieren wir die so hoch geschwungenen Kosten für einen Medizinstudenten pro Monat, die ich für überzogen und bewußt hochgetrieben halte (bzw. der Studi kriegt einfach bloß nicht die entsprechende “Leistung” dafür geboten), dann hält es sich wohl die Waage. Kein Arzt schuldet dem Staat nach Ende der FA-Ausbildung was. Im Gegenteil. Die ruinierte Gesundheit, kaputte Ehen, die verminderte Lebenserwartung etc. kann kein Mensch und kein Staat dieser Welt bezahlen.

* Es gibt diverse Rechenmodelle, bei denen am Ende rauskommt, dass der Arzt keinen 24h-Dienst macht, obwohl er 24 h arbeitet. Das machen die Kliniken, weil das Gesetz sowas verbietet bzw. weil so gut wie keiner eine Opt-Out-Regelung unterschrieben hat, wo er sich freiwillig bereit erklärt dafür. Quasi : Wie mache ich etwas unsichtbar, was doch eigentlich da ist…?





Ich bin ein Star…

19 01 2008

Ich weiß  nicht, welchen Narren ich an der Sendung “Ich bin ein Star, holt mich hier raus” von RTL gefressen habe, aber irgendwie gucke ich die Sendung sofern ich nicht gerade Dienst habe. Dabei schimpfe ich die ganze Zeit, wie jemand sich sowas antun kann. Gerade diejenigen, die in Gruppensituationen schwächere Positionen einnehmen und sensibler sind, sind bei einer zusätzlich dazukommenden Isolationssituation wie in dem Camp, einer enormen psychischen Belastung ausgesetzt. Beispiele sind Lisa, Julia und Ross. Die drei finde ich zu lieb und zu nett für die anderen Dschungelbewohner. Tomekk ist ein Macho und Primitivling, sexistisch, stets unter der Gürtellinie mit seinen Kommentaren, egoistisch und kann nicht mit Kritik umgehen. Beste Voraussetzungen also… Eike als Ex-Mannschaftssportler nicht weit von Tomekk entfernt, wo ich mich ehrlich frage, wie konnte der mit den anderen in der Mannschaft klar kommen als er noch Profi-Sportler war? Barbara schwebt über allem, ich finde sie tough und muss ehrlich sagen, dass ich glaube, sie ist der Favorit für die Dschungel-Queen. Isabell tat mir etwas leid mit der Dschungel-Prüfung. Hat sich wacker geschlagen, kommt völlig verdreckt und über die Ekel-Grenze hinaus zugemistet ins Camp und die Herren Tomekk und Co beschweren sich, dass sie sich erst waschen geht anstatt zu sagen, wieviel Sterne sie hat. Hee, schon mal was von Empathie gehört? Bata ist die graue Eminenz. Ross der kleine Exot, quasi Küblböcks Nachfolger nur um Längen reifer. Michaela erstaunt mich, ich hätte nicht gedacht, dass sie intelligent und teamfähig ist. Meine Vorurteile waren nicht gerechtfertigt. Vielleicht lernt der Zuschauer sie endlich anders kennen.

Ich frage mich wie bei den anderen Staffeln auch, was dieser “Dr. Bob” eigentlich für ein seltsamer Vogel ist. Wenn ich ihn sehe, kann ich mir kaum vorstellen, dass das ein Arzt ist. Er sieht eher aus, wie ein bezahlter Statist. Seine medizinischen Hinweise beschränken sich auf “setz die Brille auf” oder “wenn das Wasser kommt, dann halt die Luft an”. Wichtiger hätte ich gefunden, ob die Krokodilbisse zu ernsten Verletzungen führen, ob man allergische Reaktionen bekommen kann, wenn man diese Insekten in den Mund nimmt oder wie gefährlich Bisse der Skorpione sind.
Sein größter Einsatz war heute, als Lisa Bund mit Bauchschmerzen aus dem Camp gebracht wurde. Nun ja, RTL dementiert ja fleißig, dass die Dschungelprüfung mit dem in den Mund nehmen von Viehzeugs was damit zu tun hat. Auch das Essen soll nicht schuld sein. Erst recht nicht der Streß, den die Isolation, Gruppendruck, Intrigen, Streitereien, unterkalorische Ernährung bei stärkerem Kalorienverbrauch, die hygienischen Bedingungen, Ungeziefer und das Bangen vor der nächsten Ekelprüfung mit sich bringen. Die Aussicht 50000 Euro Honorar wirken auf jeden Fall extrem stabilisierend auf Kandidaten, die krampfhaft versuchen, in der Showbranche Fuß zu fassen bzw. wieder einen Fuß auf den Boden zu kriegen. Nein, bei sowas bekommt man keine Akute Gastritis, wie gemeldet wurde. Wovon denn dann? Wir können ja mal die Ursachen durchgehen:

1. Erreger. Da das Essen ja clean gewesen sein soll und alle anderen gesund sind, scheiden die eigentlich aus. Außer Sonja und Dickerchen Dirk haben was eingeschleppt (viral), wo sich Lisa angesteckt hat. Aber Kontakt zu kurz und nicht direkt, also unwahrscheinlich. Die anderen waren ja schon im Camp und sind alle gesund, von denen kann sie es nicht haben. Wie stehts eigentlich mit der Sauberkeit des Trinkwassers? Aber auch da hätten durchaus andere krank sein können / müssen und sind es (bisher jedenfalls) nicht. Erbrochen hat Lisa jedenfalls in den gezeigten Beiträgen auch nicht.

2. chemisch-toxisch. Lisa hat nichts von der Weinflasche getrunken, wohl keine seltenen Kräuter geraucht und die Insekten sollens ja auch nicht gewesen sein. Soweit erkennbar hat Lisa auch keine Schmerzmittel oder ähnliches gefuttert.

3. Strahlenschäden und Chemotherapie. Naja, so stark ist die Bestrahlung durch das Ozonloch nun auch wieder nicht.

4. Typ A - Gastritis = Autoimmun. Die hätte Lisa schon vorher gehabt und nicht erst im Camp.

Was bliebe ist… Streß. Die Streßgastritis ist eine sehr häufige Erkrankung. Oft auch verbunden mit Refluxbeschwerden etc. Aber Lisa hatte ja auf gar keinen Fall Streß. Wo bitte ist die Kneifzange, ich würd mir gerne eine Hose anziehen…

Hier mal, was die WELT dazu sagt.

http://www.welt.de/fernsehen/article1570885/Lisa_Bund_vor_Ausstieg_aus_Dschungel-Show.html

Also ich bin zur Dschungel-Sendung etwas ambivalent. Auf der einen Seite guck ich es gerne, auf der anderen frage ich mich, warum dort jemand hingeht und sich das antut und warum die die Leute mit Ekelprüfungen traktieren (und wieso sie solche dämlichen Fragen bei der Schatzkiste haben). Was sportliches (wie es ja zum Teil auch vorkommt), wissenschaftliches / allgemeinwissenförderndes / intelligentes, ökobewußtes (ist ja in derzeit) oder so hätte es doch auch getan. Auch sowas kann man spannend gestalten. Man gucke sich nur die ganzen Sendungen an wie “Clever!” und ähnliches.

Übrigens glaube ich, dass Camp-Ratte “Mausi” eine zahme ist, so wie die sich verhält. Auch die anderen Ratten sind wohl Menschen gewohnt, sonst hätten sie eher reißaus genommen. Was passiert eigentlich mit den ganzen Mehlwürmern und Kakerlaken? Gehen die hinterher an Zoos zur Fütterung?





Nokia, nein danke…

19 01 2008

Tja, was ich die letzten Tage in den Nachrichten zum Thema Nokia hörte, war nicht gerade das was ich von einem skandinavischen Vorbild-Konzern erwartet hatte. Eigentlich heißt es doch immer, skandinavische Firmen seien human zu ihren Mitarbeitern, loyal, ehrlich… dieses Image geriet in letzter Zeit arg ins Wanken. Nokia hat ihm den Rest gegeben. Skandinavische Konzerne sind auch nicht besser als alle anderen.

Ich gebe ehrlich zu: Seit 10 Jahren besitze ich ein Handy. Alle 4, die ich mir in dieser Zeit kaufte, sind von Nokia. Warum? Das erste gefiel mir, dann trat das ein, was die Firmen gerne hören: Junger Mensch bleibt bei der Marke, die er als erstes wählte, weil zufrieden. Meine ersten beiden Handys waren noch in “Made in Finland”. Die anderen beiden kamen aus Asien. Hätte ich letzten Sommer gewußt, was Nokia abziehen wird, wäre meine Entscheidung zugunsten einer anderen Marke gefallen. Ich bin sehr wohl in der Lage, meine Kundenbindung nicht allein von Tradition abhängig zu machen, wenn gleichwertige Produkte auf dem Markt sind.

Es ist schon mehr als eine Frechheit, was Nokia da gedreht hat (und auch andere Firmen drehen). Es regt mich einfach auf, wenn ich sehe, was mit unseren Steuergeldern passiert, die wir jeden Monat zahlen und wie die Menschen für die Firmen einfach nichts wert sind und betrachtet werden wie die Maschinen, an denen sie arbeiten. Gerade in Regionen wie MV knallt sowas dann doppelt rein, weil es keine Alternativen gibt.

In Deutschland wird ein Werk hochgezogen mit Fördergeldern und Subventionen von Vater Staat = unser aller Steuergelder. Intention: Arbeitsplätze schaffen, langfristig große Unternehmen ansiedeln. Kaum laufen die Bindungen bzgl. dieser Förderungen aus, werden die Werke geschlossen. Die eigentliche Intention der Förderungen verpufft. Unser aller Steuergelder, die als Förderungen gezahlt wurden, sind mit Absicht in den Sand gesetzt worden. Beispiel dafür: Nokia.

Die waren clever: Gleichzeitig hat Nokia im Wissen um das Auslaufen der Förderungen und der daran geknüpften Bindungen mit EU-Fördermitteln in Rumänien ein Werk hochgezogen. Das ist schon fertig und fängt in diesen Tagen mit der Produktion an. Förderung in Deutschland zu Ende, man kann das Werk schließen und Good bye Deutschland. Jetzt wird auf EU- und Rumänischer Subvention geritten. Und das beste: Ein rumänischer Arbeiter kriegt nur 300 Euro. Liebe Kunden, das heißt auf keinen Fall, dass die Handys billiger werden. Nein, die kosten auch weiterhin ihre 250 Euronen oder mehr. Der Unterschied ist nur: Die Gewinnspanne für Nokia steigt, sogar noch mehr durch die Fördermittel in Rumänen. Und durch die deutschen Fördermittel macht man auch keine Verluste, durch das vorzeitige Schließen des deutschen Werkes. Man hats ja nicht selbst bezahlt. Hach, kann das Leben als Nokia-Führungsetage schön sein. Wie genau ist eigentlich Subventionsbetrug definiert?

Dieses Lied wäre nicht ganz so traurig, wenn es nicht so viele Strophen in ganz Deutschland und mit so vielen Firmennamen hätte. Allein aus MV können mehrere Beispiele aufgezählt werden: Bestwood Ribnitz-Damgarten, CD-Werk in Dassow, Flughafen Parchim,… Es wird inzwischen gemunkelt, dass andere namhafte Firmen, die reichlich abgesahnt haben an Fördergeldern in MV, das auch tun werden. Und wir hier oben sind nur eine strukturschwache Region. In anderen Regionen kommen sicherlich eine Menge mehr Namen zusammen. (ihr könnt gerne unten posten, welche Firmen noch diese Nummern abziehen)

Als einfacher Bürger hat man wohl nicht groß die Wahl, seine Meinung darüber kund zu tun (auch wenn wir in einem freien Land leben), außer Produkt der Firma kaufen oder nicht. Aber wie das Beispiel Shell vor einigen Jahren gezeigt hat (Bohrinsel Brent Spar), kann der Protest der ganzen Bevölkerung durch bloßen Boykott des Produktes einen Konzern zum Umschwung bewegen. Deutschland ist in der EU der größte Markt mit 80 Millionen Einwohnern = Kunden. Wie wäre es, wenn ab sofort keiner mehr ein Nokia-Handy kauft?

Ich mache mit. Das nächste Handy wird eine andere Marke sein. Man stelle sich vor, wie schön Nokias Bilanzen für den größten europäischen Markt aussähen, wenn man das wirklich ein Jahr lang vereint durchzieht. Wenn ein einzelner Kunde seiner Stimme keine Kraft verleihen kann, Deutschlands Nokia - Kunden können es. Genau: Du bist Deutschland. (Endlich stimmt der Satz mal und ich kapiere den Sinn, oder?) Wenn ihr dagegen seid, dass Firmen mit unser aller Steuergeldern hier Werke hochziehen, die nach Auslaufen der Förderung dichtgemacht werden und die Subventionen auf Nimmerwiedersehen verschwinden, dann überlegt euch zweimal, ob es wirklich ein Nokia-Handy sein muss… Vielleicht muss man nur mal ein vereintes Kunden-Exempel am Beispiel Nokia statuieren? Damit man auch allen anderen Firmen, die so etwas machen, zeigen kann, dass der Markt wirklich etwas reguliert… Es ist eben leider nicht nur Nokia und wir Kunden haben von der Verlagerung der Produktionsstätten gar nichts, für uns wird nichts billiger. Es erhöht nur die Arbeitslosenquote und zieht den Rest in diesen Regionen nach unten. Achso: Und die Steuergelder sind weg.

Etwas utopisch ist wohl der Wunsch, dass einfach von allen Firmen, die die Subventionen quasi “veratmen” und sich vom Staat (= uns allen) die Werke bezahlen lassen, um bei auslaufender Förderung sofort alles zu schließen, einfach keine Produkte mehr gekauft werden. Eine Blaue Liste quasi - den Firmen wird vom Kunden gekündigt. Das wäre doch mal was. Die Emanzipation des Kunden… :-)

Eine andere Variante wäre, dass der Geber der Subventionen, also der Staat, die Spielregeln für die Firmen etwas anders gestaltet. Wie wäre es, wenn längere “Aufrechterhaltungsfristen” gelten? Oder Strafen in dreifacher Höhe der gezahlten Subventionen wenn das Werk innerhalb der ersten zehn Jahre nach Ende der Subventionen schließt? Oder aber mal jemand der EU auf die Pfoten haut, wenn sie diesen Subventionsverpuffungs-Abwanderungstrend auch noch fördern…

Irgendwann machen sie das auch mit Krankenhäusern… die werden dann alle kurz hinter der Grenze aufgemacht, wo alles nur die Hälfte kostet…





Arzt, du bist keine 50 ct wert… Oder: Wie baut man sich eine Epidemie?

15 01 2008

Das RKI hat eine Liste der geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und - verfahren. Da gibt es verschiedene Wirkungsbereiche, die mit großen Buchstaben bezeichnet werden. Auf den Verpackungen der Hersteller steht dann geschrieben: Wirkungsbereich A oder A und B etc. Oder aber bakterizid, fungizid, begrenzt viruzid oder viruzid… Die gebräuchlichsten Händedesinfektionsmittel wie z.B. Sterillium oder AHD 2000 sind begrenzt viruzid. Ok, das stört keinen. Gut für OP-Bereich, gut für eigentlich fast alles. Deswegen bei uns in der Klinik auch grundsätzlich eingesetzt.  Begrenzt viruzid heißt, dass diese Mittel nicht gegen unbehüllte Viren wirken.  Und nicht jeder weiß, was unbehüllte Viren sind. Unbehüllte Viren sind z.B. Noroviren. Ergo dieser Faktenkette: Die standardmäßig eingesetzten begrenzt viruziden Händedesinfektionsmittel wie z.B. Sterillium oder AHD 2000 wirken nicht gegen Noroviren, egal wie lange man sich damit die Hände desinfiziert. Das wissen viele Ärzte und Schwestern aber nicht, manchmal nichtmal die Hygienebeauftragten oder die Hygieneschwester, obwohl dieser Fakt seit Jahren bekannt ist.

Die Arschkarte gezogen haben alle die Mitarbeiter, die z.B. in einem Klinikum arbeiten, das konsequent auf begrenzt viruzide Händedesinfektionsmittel setzt und das viruzide nur auf Sonderantrag mit spezieller Genehmigung der Apotheke einsetzt und auch nur, wenns zwingend nötig ist. So z.B. irgendwo in Deutschlands Norden. Da steht auf dem Hygieneplan, dass viruzide Händedesinfektion mit Sterillium virugard nur in entsprechenden epidemiologischen Situationen erfolgt.

Was ist eine solche Situation? Die Zunahme der Infektionen in der Bevölkerung? - Nicht für die Apotheke dieser Klinik. Die gehäufte Inanspruchnahme der Notaufnahme durch derartig erkrankte Personen? - Nicht für die Apotheke dieser Klinik. Die Warnmeldungen des RKI? - Nicht für die Apotheke dieser Klinik. Das gehäufte Auftreten von Kotzen und Scheißen unter Patienten und Personal auf einer Station? - Nun ja, vielleicht… Aber erstmal wird die Hygieneschwester hingeschickt. Die erzählt dem Personal, dass sie sich alle ordentlich die Hände desinfizieren sollen (Anmerkung: mit den standardmäßig begrenzt viruziden Mitteln) und dass das wohl vorher nicht ordentlich war, denn sonst wäre es nicht zu diesem Noro-Ausbruch gekommen. Das war letztes Jahr so und ratet mal wann noch… the same procedure as every year, Miss Sophie. Nun ja, inzwischen gibt es Leute, die dem so gescholtenen und gebeuteltem Personal die Wahrheit erzählen. Dass sie sich tausendmal richtig die Hände desinfizieren können und es mit Sterillium oder AHD trotzdem dazu kommt, dass alle krank werden, weil nämlich diese Mittel nur begrenzt viruzid sind und alles das nichts nützt gegen Noroviren. Da wäre es in dem Fall vom Prinzip egal, ob man sich überhaupt die Hände desinfiziert, Noro klebt mit oder ohne AHD an den Pfoten.

Aber viruzide Händedesinfektionsmittel sind laut Hygieneschwester sehr sehr schlimm zum Personal: 1. machen sie die Haut trocken. 2. mögen nicht alle Mitarbeiter das Mittel, weil es nicht so gut riecht und 3. kostet es so viel mehr dass am Ende alle dafür bezahlen müssen, z.B. mit Arbeitsplätzen. Ja, diese Diskussion hatten wir vor einem Jahr schonmal hinter uns gebracht, nachdem Stationen geschlossen wurden wegen Noroviren. Aber wir wären ja nicht in Deutschland, wenn wir was daraus gelernt hätten für unsere Klinik.

Was sagen die Mitarbeiter dazu? Eine kurze nicht repräsentative Umfrage brachte folgendes Ergebnis: 1. Ist es uns völlig egal, ob die Haut trocken wird, das wird sie mit den anderen auch, Hauptsache wir stecken uns nicht an. 2. Es ist uns völlig egal, wie das Zeug riecht, auf jeden Fall riecht es besser als Kotzen und Scheißen. 3. Ein kurzer Klick auf diverse online-Versandhändler zeigt, dass Sterillium und Sterillium virugard (nur als Beispiel) lediglich 50 ct Preisunterschied bei der 500 ml Flasche haben. Eine Klinik kauft aber in größeren Mengen, Euro-Palettenweise, so dass sich der Preisunterschied minimieren dürfte. Liebe Mitarbeiter, ihr seid der Klinik nicht mal 50 ct wert. Liebe Patienten, eure Gesundheit ist der Klinik nicht mal 50 ct wert. Liebe Angehörige der Mitarbeiter, eure Gesundheit ist der Klinik nicht mal 50 ct wert.

Und so stellt sich die Frage: Was ist teurer? A: für 6 Monate im Jahr die Desinfekt-Spender mit einem viruziden Mittel auszurüsten in den Notaufnahmen, Ambulanzen, Funktionsabteilungen und internistischen Stationen (die ja hauptsächlich für derartige Katastrophen zuständig sind) und so jede Infektionskette von Anfang an unterbinden. Oder B: Es jedes Jahr mindestens einmal drauf ankommen zu lassen, dass 75% der Mitarbeiter um die Wette kotzen und Durchfall haben und krank werden und 75% der Patienten ebenfalls erkrankt sind, es zur Verlängerung der Liegedauer durch Infektion selbst, Exsikkose, Nierenversagen, Hypoglykämien / entgleister BZ, Herzrhythmusstörungen etc. kommt, OPs verschoben werden, die Presse davon Wind bekommt und man sich auf Seite 1 wiederfindet, zuweisende Kollegen andere Kliniken wählen, Stationen geschlossen werden müssen, geplante Aufnahmen abgesagt etc. etc. etc.

RKI Desinfektion

Sterillium virugard

Manusept viruzid

Softa-Man acute

Diese Mittel haben alle eine viruzide Wirkung. Der Hersteller von Softa-Man acute wirbt sogar damit, dass nach 15 sec kein Noro mehr lebt, wogegen es bei Sterillium virugard 2 Minuten dauert. Letzteres wird aber offiziell vom RKI in der Liste geführt, bei den anderen laufen die Anträge noch um in die Liste zu kommen, und vom RKI in Outbreaks verwendet.

Tja, was kann man außer einem unwirksamen Händedesinfektionsmittel noch alles tun, damit es in der Klinik zu einem Ausbruch kommt und alle Mitarbeiter krank werden - Ärzte im Dienst, Schwestern in der Schicht etc., kotzen, sch… andere anstecken? Hier ein paar Vorschläge: Sich nicht an das vom Dienstarzt angewiesene Besuchsverbot für Angehörige halten, trotzdem auf die betreffende Station neu aufnehmen, bei betroffenen Patienten unbedingt während der Akutphase Röntgen oder CT oder EKG oder sonstwas machen, Patienten von der betroffenen Station auf andere verlegen ohne die Inkubationszeit zu beachten, Mitarbeiter von anderen Stationen zum Aushelfen auf die betroffene Station schicken (denn da herrscht ja wegen hohem Krankenstand und überfüllten Klos akuter Personalmangel), damit diese es auf die eigene mitbringen, kranke Mitarbeiter nicht nach Hause schicken,… Und die kleinen Ärzte, die so halbwegs verstanden haben, was in den CME-Fortbildungen und beim RKI steht, sagen zwar dass man das nicht machen soll, aber die weise Obrigkeit ignoriert das  (die Betten müssen belegt sein, stört den Ablauf, so geht das nicht, bringt alles durcheinander, habt euch nicht so, … ) und die Hygieneschwester hat deswegen auch kein Problem damit. Mal abgesehen von der immensen Kostenersparnis von 50 ct pro Halbliterflasche Händedesinfektionsmittel, für die man das Klinikverdienstkreuz kriegt. Ist doch egal, ob die Pfleger in der Notaufnahme im Dienst schlimmer dran sind, als die Patienten oder der einzige Dienstarzt der Klinik, der die ganze Nacht nicht vom Klo kommt (lieber Gott, bitte erspare mir so etwas. Amen.). Naja, egal für die Betroffenen nicht. Nein, die dürfen sich noch einen Anschiss (welche Ironie der deutschen Sprache) abholen, weil sie nicht richtig gearbeitet haben. Deswegen traut sich keiner, damit krank zu machen und geht hin und steckt alle anderen an - Patienten wie Personal, was besonders in der Akutphase besser funktioniert als Schumis Ferrari. Ja, und dann schließen Kliniken in Sachsen, Sachsen-Anhalt, England, woanders nur Stationen… und alle wundern sich, wie das dazu kommen konnte. Bestimmt, weil das Personal sich wieder nicht die Hände desinfiziert hat… Womit wir wieder am Anfang wären beim Thema wollen (das richtige Mittel) und nicht können (is ja zu teuer, stört den Ablauf, bringt alles durcheinander)… Hilflos steht das Personal an der Front, während die “Entscheider” in sicherem Terrain agieren und irgendwie beim Thema Krankenhaushygiene nicht den besten Tag hatten.

PS: Kennt jemand eine Studie über Kliniken, die viruzide Händedesinfektion generell saisonal einsetzen und welche, die es erst tun, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist?





Menschliche Rekorde

15 01 2008

Die menschliche Natur ist zu allerlei Rekorden fähig. Sogar ohne Doping. Allerdings möchte ich in keiner der in der heutigen Online-Ausgabe genannten Disziplinen mitspielen. Man stelle sich nur mal über sieben Meter lange Fingernägel vor. Wie geht das? Wird man da gefüttert? Braucht man einen Waffenschein dafür? Auch zwölf Finger und dreizehn Zehen können ja ganz praktisch sein. Aber wie is denn das mit Handschuhen im Winter? Und auf welchen Finger kommt nachher der Ring? Und wie zeigt man damit einen Stinkefinger? Nun ja, dass die Briten den lautesten Rülpser losgelassen haben, mag ich nach den Fan-Bildern der Fußball-WM 2006 gerne glauben. Aber wer zur Hölle lässt sich Beinhaare wachsen, die über 12 cm lang sind? Da kann man ja Zöpfe am Schienbein flechten. Ein Yeti vielleicht?

Hier könnt ihr einen Blick auf die Rekorde riskieren:

http://www.aerztezeitung.de/panorama/auch_das_noch/default.aspx?sid=478003

PS: Irgendwie ist WordPress heute langsamer als sonst. Irgendjemandem auch aufgefallen oder nur bei mir so?