Und mal wieder habe ich die Ehre, einige Suchanfragen die auf dieses Blog führten, herauszufischen:
“rezept assistenzarzt” - Tja, wenns Assistenzärzte auf Rezept gäbe… also dann würde ich mir einen 1,90m großen, gut gebauten Assistenzarzt, humorvoll und bodenständig, aber nicht diesen Metro-Sex-Man-Beckham-Verschnitt, verschreiben lassen. Man braucht ja hin und wieder was fürs Auge.
“was macht ein arzt” - das frage ich mich manchmal auch… zunehmend Schwesterntätigkeiten, denn die weigern sich zunehmend bestimmte Dinge zu tun wie i.v.-Sachen aufziehen etc. “Das ist keine pflegerische Tätigkeit.” Nun ja, wenns nur noch um pflegerische Tätigkeiten ginge, könnten die Kliniken einen Haufen Geld sparen und Pflegerinnen einstellen, die weniger als die Gruppe 7 nach TVÖD kriegen… oder halt einfach mal die Stellenbeschreibung anpassen und eine Neugruppierung vornehmen.
“famulanten gesucht apotheke berlin” - Gegenfrage: Nennt sich das Praktikum in der Apotheke auch Famulatur?
“gomer injektion” - Die Gomer Injektion. Ein bislang geheimgehaltenes Präparat, dass von einer noch geheimeren Stelle entwickelt wurde, um aus Gegnern durch einmaliges Applizieren einen Gomer zu machen.
“flurbetten krankenhäuser” - Ja, willkommen in der heutigen Zeit. Für ein Flurbett braucht man keinen Einzelzimmervertrag abzuschließen, auch wenn man der einzige Patient ist, der auf dem Flur steht. Manchmal befindet man sich jedoch in guter Gesellschaft und es stehen noch mehr auf dem Flur rum. Allabendlich findet ein Dankesgebet der Flurpatienten an die Gesundheitsministerin statt, der wir die Rückkehr dieser Zustände zu verdanken haben. Ulla, die du bist in Berlin, geheiligt sei dein Name, dein Wille geschehe…
Jein, das erste Praktikum in der Apotheke (2x 4 Wochen vor dem 1. Staatsexamen) ist die Famulatur, nach dem 2. StEx gibt es dann noch das “Praktische Jahr”, das 2x 6 Monate umfasst. Je 50% von Famulatur/PJ müssen in der öffentlichen Apotheke absolviert werden.
Die ‘Schwestern’ weigern sich nicht immer ohne Grund Tätigkeiten aus dem ärztlichen Bereich zu übernehmen.
Deine Schilderung ist zu kurz um nachvollziehen zu können, welche Tätigkeiten darunter fallen und welche Gründe die Pflegekräfte für ihr Verhalten haben.
Nicht nur die Medizin sondern auch die Pflege steckt in einer schwierigen Situation. Der Trend scheint dahin zu gehen, dass immer mehr ärztliche Aufgaben an die Pflege deligiert werden. Das ist bei ausreichender Qualifikation und entsprechender Schulung ja auch nicht grundsätzlich abzulehnen. Auf der anderen Seite muss man aber auch ganz klar sehen, dass die Pflege schon jetzt oftmals keine Zeit hat um die Pflegeeigenen Tätigkeiten in ausreichendem Maße zu erfüllen.
Oftmals ist nur Zeit für eine ‘Warm, satt, sauber’ Pflege.
Für Psychosoziale Betreuung sowie die Umsetzung von Pflegekonzepten wie basaler Stimulation, dem Bobath Konzept und vielen weiteren bleibt dann keine Zeit. Man bleibt auf der untersten Ebene der Bedürfnispyramide nach Maslow, und auch das hat negativen Einfluss auf die Genesung der Patienten. Da kann es durchaus sinnvoll sein sich wieder auf das wesentliche zu konzentrieren - die Pflege - und den Medizinern bleibt ihr Aufgabenbereich.
Aber wie gesagt - man muss die Gesamtsituation sehen. Dass nicht nur die Pflege ihre Probleme hat, sondern auch die Mediziner, dass zeigt ja unter anderem auch dein Blog. Wünschenswert wäre natürlich, dass die Zusammenarbeit so gut klappt, dass derartige Probleme angesprochen und konstruktiv gelöst werden können. Aber wann ist das schonmal der Fall.
“Flurbetten” - Vielleicht liegt da ja noch Einsparpotential für den Endverbraucher (=Patient).
Anstatt bei einer Ein-Bett-Zusatzversicherung draufzuzahlen einfach eine Flurbett-Zusatzversicherung abschließen und soundsoviel Prozentpunkte weniger in der GKV zahlen.
Wie wär’s den mit Niederflurbetten? Da fällt die Herablassungl eichter und das ausässige Geschwester rutscht auch nur noch auf Knien die Gänge lang?
[...] Gefundene Fragen bei Assistenzarzt [...]
das ist einfach nur traurig, oder?! –> wenn du mal einen angehörigen hattest, der auf den flur abgeschoben wurde und nachweislich noch drei schlaganfälle hatte, während er auf hilfe gewartet hat, ist die sache nicht mehr so lustig. allerdings ist das nicht die schuld der ärzte ….
die Pflege versteht sich mittlerweile als eigenständiger Bereich und nicht nur als sogennante ärztliche Handlanger,
desweiteren hat das eigenständige herrichten von I.V. Medikamenten der Ärzte sicher einen hausinternen Zusammenhang,
(sprich,irgendwann ist was passiert,Pflegeperson hat anschiss kassiert und denkt sich jetzt,jetzt könnt ihr mich alle,und macht Dienst lt. Vorschrift und Gesetz)
Ausserdem hat der Arzt ja dann die Gewissheit,was er spritzt,
(sprich der der spritzt oder anhängt hängt :-))