Es hat was von Monsunzeit, wenn man aus dem Fenster guckt.
Deswegen fragt A.:
„Wann wirds mal wieder richtig Sommer?
So ein Sommer wie er früher einmal war…“
Es hat was von Monsunzeit, wenn man aus dem Fenster guckt.
Deswegen fragt A.:
„Wann wirds mal wieder richtig Sommer?
So ein Sommer wie er früher einmal war…“
Nehmen wir mal an, in diesem Blog dürftet ihr eine eigene Arztserie erschaffen (was ihr gerne dürft, auch wenns keiner dreht und sendet…, weil uns natürlich keiner kennt und wir weder Patrick Dempsey noch Kevin McKidd oder George Clooney aufzubieten haben):
wie sähen die Hauptfiguren aus?
und wie hieße das Krankenhaus oder die Praxis und wo wäre das ganze?
Ich finde, es gehört immer eine von den älteren Schwestern dazu, meist stellvertretende Stationsschwester, die keine Hemmungen haben, einem arroganten Privatpatienten verbal einen Einlauf zu geben, kein nein-das-dürfen-sie-nicht kennen, die dem Oberarzt Linie geben, wenn er den Assistenzarzt vorm Patienten grundlos zusammenstauchen will (Chirurgie!) und einfach eine gute Seele haben… nennen wir sie einfach Schwester Hildegard.
(Alle Schwester Hildegards dieses Landes seien hiermit unbekannterweise herzlich gegrüßt!)
Ihr Ärzteblogger, RD-ler, Sanis, Schwester /Pfleger und anderes medizinisches Völkchen da draußen – was ist Eure Lieblings-Arzt / Krankenhaus – Serie??
Meine Favoriten: Dr. House und – man merkte es schon – Grey’s Anatomy.
Hier eine kleine Auswahl zur Erinnerung:
Dr. House – Emergency Room – Greys Anatomy – Private Practise – Scrubs – In aller Freundschaft – Familie Dr. Kleist – Der Landarzt – Schwarzwaldklinik – Dr. Stefan Frank (man, was kann man damit gute Witze machen… ) – Das Krankenhaus am Rande der Stadt – General Hospital – Für alle Fälle Stefanie – Bereitschaft Dr. Federau – Broti & Pacek – Dr. Sommerfeld – Dr. Kulani Arzt auf Hawaii – Die fliegenden Ärzte – Praxis Bülowbogen – OP ruft Dr. Bruckner – Frauenarzt Dr. Markus Merthien – Trapper John M.D. – Chicago Hope – …
Wirklich Teil 16? Keine Ahnung, bin durcheinander wegen der Zeitumstellung.
Ich frag mich eh, was der Quatsch immer noch soll. Is doch nu egal, ob ich abends oder morgens Licht anmache, wenns draußen noch oder schon wieder dunkel ist. Einen stromsparenden Effekt gibt es nicht. Die Sonnenscheindauer ist auch gleich. Das einzige, was jedes Jahr passiert ist der enorme Aufwand, mit dem zweimal im Jahr die Uhren umgestellt werden. Andere Länder machens nicht und die sind bisher auch nicht besser oder schlechter dran als die EU. Und Sommer wirds nur vom Uhren umstellen auch nicht. Aber der Biorhythmus kommt schön durcheinander. Na wenn das keine Leistung ist…
Also, Assistenzarzt fragt, wieso eigentlich immer noch dieser Schwachsinn gemacht wird mit der Sommerzeit?
F brachte Assistenzarzt auf eine existenzielle Frage der Kliniklandschaft: Schuhe. Sie zeigen bei Einheitsuniform des Krankenhauses an, welch Geistes Kind jemand ist. Und ja, es ist ein Unterschied zwischen Holzpantinen (kenn ich nur von Chirurgen!), Birkies, Crocs, Sportschuhen, Sneakers und Ballerinas.
Was für Schuhe tragt ihr in der Klinik?
Ich bin bekennende Sportschuhträgerin. Mesh ist atmungsaktiver als den Schuhen nachgesagt wird. Crocs verdächtige ich stets den Schweiß solange zu sammeln, bis das Wasser rausläuft aus den Löchern oder über die hintere Kante. Birkies können ganz schön stinken, wenn jemand so gemein ist und beim Sitzen am Schreibtisch die Füße aus den Schuhen zieht, Sneakers sind eher so die gestylten Typen und mal ehrlich: Wie kann man in Ballerinas den ganzen Tag arbeiten? Und Holzpantinen sind der Alptraum aller Patienten… Ich kenne Kliniken, die ein nächtliches Verbot zum Benutzen der Türöffner an den Wänden erlassen haben, weil Patienten es als Ruhestörung empfanden, wenn die Dinger klapperten. Aber Holzpantinen… das ist nächtens wie der Holzschuhtanz der Halbgötter in Weiß mit Käse in den Schuhen statt auf der Schubkarre von Frau Antje…
Beim Via medici Blog habe ich folgende Frage gefunden:
Wer eignet sich für ein Medizinstudium?
es geht darum, dass die Länder einen Teil der Studienplätze für Mediziner jetzt selbst vergeben. Und da ist natürlich die Frage, wen nimmt man? Und wonach beurteilt man das ganze? Da wird, wie ich finde, ein heißes Eisen aufgeworfen. Schon in den 70ern dachte man darüber nach und am Ende kam der Medizinertest raus. Aber der wurde bekanntlich wieder abgeschafft. Nun sucht man wieder nach dem Stein der Weisen und findet ihn nicht. Wird man wohl auch nie. Woher will man wissen, wer sich für ein Medizinstudium eignet? Und woher will man wissen, wer später auch ein guter Arzt wird? Was ist eigentlich ein guter Arzt? Der wird doch von jedem anders definiert! Für die einen ist es der tolle Forscher (der aber von Patienten keine Ahnung hat), für die anderen ist es der Kliniker (der auch ohne Technik alles rauskriegt), für noch andere ist es ein Arzt der lange zuhört, für wieder andere einer der geradlinig und direkt ist. Wie also will man da schon vor Beginn eines Studiums die rausfiltern, die gute Ärzte werden, wenn jeder darunter was anderes versteht? Und von denen, die gute Ärzte werden könnten, wer ist davon für ein Studium geeignet? Denn man muss auch sagen, dass es bestimmt mehr gute Ärzte gäbe, wenn es nicht Scheine gäbe, wo vor dem Physikum schon gefiltert wird, um die Physikumsnoten an der jeweiligen Uni hochzuhalten, damit man beim Ranking glänzen kann. Ich hatte mehrere Kommilitonen, wo ich dachte, die werden mal gute Ärzte, aber die flogen vor dem Physikum raus, weil sie mit mehr oder weniger Absicht durch Schein-Prüfungen knallten, die lediglich eine Siebfunktion hatten. Die Fähigkeiten um sowas zu überstehen korrelieren nicht unbedingt damit, was einen guten Arzt ausmacht.
In meinem Studienjahr waren etliche „Genies“, die sehr schnell Bücher auswendig lernten. Aber leiden konnte sie keiner, weil sie versnobt waren. Die ersten zwei Jahre war ich trotz guten Abis ein geistiger Tiefflieger. Das Überleben meines Physikums verdanke ich wohl auch Fortuna. Meine Blütezeit kam erst später. Und ich blühte recht gut auf. Aber das hatte mit vielen verschiedenen Faktoren zu tun. Im zitierten Beitrag wird auch was zu den Studien gesagt, die eine Korrelation zwischen Abinote und Studienergebnis belegen. Also bei mir wars so. Die Note hat sich nur um 0,33 voneinander unterschieden und ich habe die Minderung der Bafögsumme für die ersten 30% beantragen können (die Insider verstehen, was ich meine). Ja, obwohl mir zum Physikum wohl einige bescheinigt hätten, ich sei zu doof, um Arzt zu werden.
Tja, welche Kriterien nimmt man denn? Woran erkennt man, wer sich fürs Medizinstudium eignet? Diverse Landesminister machen sich Gedanken über Zugangsvoraussetzungen… Allein die Tatsache, dass Politiker über sowas nachdenken, finde ich beängstigend…
Abi-Note und Medizinertest? Zu meiner Zeit damals… *hüstel* … also ich gehörte zu denen, die noch den Medizinertest machen mussten. Ich hatte auch die Ansicht bzw. auch meine Eltern, dass es sich gehört, Biologie im Hauptfach zu nehmen in der Oberstufe und Chemie oder Physik als Nebenfach und darin gut zu sein. An Taktikspielchen, die die Abinote verbessern, wie dort z.B. bei Via medici beschrieben, habe ich nicht gedacht, ich bin gar nicht drauf gekommen, dass man es so machen könnte…
Praktika? Ein Vorschlag ist, Praktika als Voraussetzung zu nehmen. Naja, wie sollen die aussehen? Im Krankenhaus wird man als Abiturient sofort zur Pflegeabteilung gesteckt wie im Pflegepraktikum. Sicher, auch ganz interessant. Es vermittelt einem, was Pflegenotstand ist und wie eine Ausbildung zur Gesundheits und Krankenpflegerin aussieht. Einen wirklichen Einblick in ärztliche Tätigkeiten vermittelt es keinesfalls. Naja, wird einem wenigstens nicht die Illusion genommen… und die PDL hat wieder Aushilfskräfte in der Urlaubszeit, die nichts kosten.
Selektive Noten? Eine Ministerin schlägt vor, Einzelnoten aus dem Abizeugnis als Anhalt zu nehmen. Wäre in meinem Fall nicht gut gewesen. Meine Biolehrerin hatte sich in den Dauerkrankenstand verabschiedet und schulamtlicherseits stellten sich eklatante Organisationsmängel dar was eine Vertretung anging. Was ist mit denen, die Bio abwählen oder wo es aus Mangel an Kombinationsmöglichkeiten der Kurse nicht möglich ist z.B. auf kleineren Gymnasien in ländlichen Regionen?
Soft-Skills oder wie das heißt? Selbige Ministerin schlägt auch vor, Idealismus und Talent als Kriterien zu nehmen. Hmmm… wie bitte misst man Idealismus? So wie in DSDS? Wie weit lasse ich mich lächerlich machen ohne alles hinzuschmeißen? Und wie misst man Talent? Würde vielleicht heißen, dass man z.B. wie bei Sportlern unterstellt, dass es „in den Genen liegt“ und dann dürften nur Ärztekinder ran?
Berufliche Vorqualifikationen? Tja, das fände ich gar nicht so verkehrt. Aus so manchem RA oder Intensivkrankenschwester wären gute Ärzte geworden. Wenigstens sollten sie mit bestimmten Qualifikationen auch die Chance kriegen. Einige Studienplätze sollte man für Späteinsteiger schon zur Verfügung stellen. Allerdings gibt es bei medizinischem Personal Unterschiede, so dass ich auch hier wichtig fände, dass man die Noten mit zu Rate zieht, denn in der Ausbildung werden ja auch medizinische Sachverhalte vermittelt.
Tja, was meint ihr? Woran erkennt man denn nun, wer sich für ein Medizinstudium eignet? Kann man das überhaupt erkennen?
Ich wäre ja dafür, dass (jetzt unabhängig von den Späteinsteigern) die Abi-Note schon eine Rolle spielt und die Zusammensetzung der Kurse und ein Test, der ähnlich wie ein IQ-Test verschiedene vorhandene Fähigkeiten testet, naturwissenschaftliche Zusammenhänge verstehen zu können und eine Gespräch, das eben versucht die Softskills oder wie das heißt herauszufinden und sich den Menschen anzugucken. Achso: und in den Gesprächen sitzen nicht allein Profs sondern Ärzte aus Praxen, stinknormalen Kliniken und so, die die eben Studies auch ausbilden und ein gewisses Feeling erworben haben und nicht ewig vom Studium entfernt sind. Und die Herkunft (Ärzte-Eltern) sollte eine der Fragen sein, die nicht zugelassen sind, damit Geklüngel-Möglichkeiten und Vorwürfe von vornherein ausgeschlossen sind.
Dieses Mal konnte ich wenigstens zählen.
Angesichts der drohenden Gefahr durch den morgigen Valentinstag stellt sich die Frage: Was könnt ihr am Valentinstag nicht leiden?
- Den ganzen Kommerz, der sich um die Geschichte eines Mönchs rankt, der heimlich junge Menschen traute, was nicht gerne gesehen war. Glaube kaum, das sein Ansinnen eine Flut von pink und Kitsch war, die sich über die Menschen ergoß.
- Werbeterrorismus: ihr müsst kaufen sonst weiß er / sie nicht, dass ihr sie / ihn liebt.
- Ich fühle mich von der Flut an Herzchen, pink, pink, rot, pink und noch mehr pink derart überrollt und Gehirn-gewaschen. In dieser Welt leben nicht nur Diddline und ihre Schwestern.
Was sind die unmöglichsten Untersuchungsanforderungen, die ihr bekommen habt und von welcher Fachrichtung? Egal welche Untersuchung, Einweisungsscheine zählen auch.
Notfall-Sono zum Staging aus der Gyn. Das Wort Notfall scheint bei den „Südpol-Forschern“ eine andere Bedeutung zu haben.
„V.a. Anämie“ von einem Hausarzt auf dem Einweisungsschein. War keine. Hätte man aber auch so drauf kommen können mit einer simplen Blutentnahme. Zu diesem brachialen Mittel der Schulmedizin hatten wir gegriffen. Aber die Irisdiagnostik oder so sagte wohl was anderes. Glaub, ich muss mal mit meinem Psychologen drüber reden und diese Konflikte aufarbeiten. Wenn die Iris sagt es is ne Anämie, dann kann ich doch nicht einfach mit einem Blutbild das Gegenteil behaupten. Ich sollte mich auch mal in die Position der Iris hineinversetzen.
Der deutsche Einheitsarzt… genormt, zurechtgestutzt…
In 6 Jahren Studium entsteht ein Mediziner-Rohling. Der wird in weiteren 5 oder 6 Jahren (manchmal auch mehr) zu einem mehr oder weniger fähigen, überlebensfähigen Arbeitsroboter… oder so ähnlich…
Was macht für Euch der deutsche Einheitsarzt aus?
Er…
… hält die Klappe und den Haken
… akzeptiert jede Art von Überstunden-Verschwinde-Regel
… leidet an einem chronischen Jetlag
… braucht zum Warmlaufen mindestens 4 Dienste im Monat und hat den optimalsten Spritverbrauch bei 6 Diensten pro Monat
… akzeptiert jede Form von Hierarchie, weil er keinen anderen Ausweg hat, um zu seinen Facharzt-Zeiten zu kommen
… ist dank Ärztekammer-Regularien gnadenlos erpressbar
… hat eine OP-Hauben-taugliche Kurzhaarfrisur
… trägt Birkenstocklatschen, Laufturnschuhe oder diese Plaste-Croques (schreiben die sich so?)
… leidet an chronischer Desillusioniertheit
…
Kann man eine Tachyarrhytmia absoluta, die erstmalig diagnostiziert wird, ambulant behandeln wie der MDK meint?
Pro: Es is ja nich die Mutter des MDK-Beamten, um die es geht. Ein kleiner Prozentsatz konvertiert spontan ohne Medis und so in den Sinusrhythmus. Wenn man die Musik für die Stereoanlage zuhause entsprechend auswählt, fällt dem Patienten die Ruhefrequenz von 140 bald gar nicht mehr auf. Geneseklärung is sowieso nur was für Weicheier.
Contra: Betablocker und Digitoxin-Neumedikation können auch Nebenwirkungen haben. Lange genug andauernde TAAs können zur kardialen Dekompensation führen. Eine TAA tritt nicht mal so eben spontan auf sondern meistens bei vorgeschädigtem Herzen, wo man die Ursachen finden und behandeln sollte. Eine Kardioversion kann nur stattfinden wenn ein Thrombus im Vorhof ausgeschlossen wurde, außer man steht auf Apoplex. Und wenn die Dauer unter 48 h beträgt – und man sich dessen sicher ist.
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