Ja, ein weiteres Bekenntnis schockt die Blogwelt: Assistenzarzt guckt jedes Jahr den Eurovision Song Contest. Und dafür muss ich nichtmal schwul sein. Ich habe ja mal vorgehabt, nicht zu gucken. Aber das hab ich nicht geschafft. Ich kann nicht mal sagen, dass ich die Musik dort unbedingt schön finde. Wenn ich manche Osteuropäischen Darbietungen sehe, bin ich froh, dass man den Ton leiser stellen kann. Aber ich finde es unheimlich spannend zu sehen, wie abgestimmt wird. Ich tippe ja immer, wie beim Pferderennen, nur ohne Geld und im kleinen Kreis, welcher wohl gewinnen wird.
Was die deutschen Beiträge angeht, trafen meine Prophezeiungen in den letzten drei Jahren voll zu und auch dieses Jahr lag ich gut mit meinem Tip („Wir können froh sein, wenn wir nicht letzter werden“). Ja, man muss dem europäischen Publikum dieses Jahr zugute halten, dass es nicht ganz so doof ist, wie dieser Alex Christensen (oder wie auch immer der heißt) dachte. Alex swings Oscar sings oder so. Allein diese Bezeichnung sprach schon für ein Niveau nahe den Teletubbies. Er hätte Geld sparen können, für so ne Nummer muss man nicht unbedingt einen amerikanischen Musical-Sänger und eine amerikanische Stripperin importieren. Allerdings kommt man so vielleicht schneller auf dem Nivaue an. Sex sells eben nicht immer und überall und leider nicht immer beim Eurovision Song Contest. Wer das so offensichtlich macht mit einer Stripperin, die so freizügig war in Hamburg auf der Reeperbahn, so dass die Zensur des Veranstalters einschritt, naja… Das Publikum is eben nicht doof. Miss Kiss Kiss Bang war halt nicht so der Bringer. Einzig schick war der gute Oscar mit seinem Waschbrett-Bauch. Hätte man den allein hingestellt, wärs vielleicht noch 3 Plätze nach oben gegangen. Im Gegensatz zu den No Angels letztes Jahr gelang es Oscar jedoch perfekt die Töne zu treffen.
Fazit für den deutschen Beitrag dieses Jahr: Wir machen Fortschritte. Immerhin traf der Sänger dieses Jahr die Töne. Nächstes Jahr können wir den inhaltlichen Teil des Songs angehen und das Jahr darauf die Performance. Vielleicht klappts 2012 dann endlich mal, alles in einem Beitrag zusammenzukriegen und wieder in der ersten Hälfte zu landen.
Der vielgescholtene Stefan Raab war übrigens derjenige, der Guildo Horn, sich selbst und Max Mutzke ziemlich weit vorn platzieren konnte und damit die besten Platzierungen der letzten 20 Jahre stellt, soweit ich das verfolgt habe. Aber bei der ARD is man halt nicht mehr so schnell…
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