„Supersize me!“ zum zweiten

27 02 2008

Die besten Reportagen etc. bringt das Fernsehen erst, wenn der Großteil der deutschen Bevölkerung seelig in den Kissen schnarcht oder TV Total guckt. Ich hatte gestern das Vergnügen, mal gaaaanz lange aufbleiben zu dürfen ohne dabei arbeiten zu müssen bzw. am nächsten Tag früh raus zu müssen. Auf N3 lief „Supersize me“ allerdings erst ab ca elf Uhr abends. Ich habe den Film bereits einmal gesehen, aber es hat mich gereizt, ihn noch einmal anzugucken. Meistens nimmt man beim zweiten Mal die Infos besser auf als beim ersten Mal. Für alle, die nicht wissen, worum es geht, eine kurze Schilderung. Der Autor Morgan Spurlock lebt normalerweise von dem Essen, was ihm seine Freundin kocht. Die ist Gesundheitsberaterin und Veganerin. Morgan selbst ist aber kein Veganer. Beide wohnen in New York und legen die meisten Wege zu Fuß zurück, so ca 7-8 km /d. Morgan beschließt den Gründen für ein immer fetteres Amerika auf die Spur zu kommen und führt einen Selbstversuch durch: einen Monat lang nur von McDonalds Menüs leben und sich nur soviel bewegen wie die meisten Amerikaner, häufig das Auto nutzen etc. Dreimal am Tag gibt es daher McIrgendwas – Menüs. Morgen bewegt sich nur noch ca 800 m am Tag und reist mit Flugzeug und Auto nach Illinois, Texas, L.A. etc., besucht Schulküchen, interviewt Menschen. Außerdem wird er regelmäßig von Ärzten gecheckt. Herausgekommen ist ein Film, der einem zeitweise die Haare zu Berge stehen lässt und bereits während des Films zu angeregten Diskussionen führt. Ich war zeitweise noch schockierter als beim ersten Ansehen des Films, zu dem es auch irgendwo in meinem Blog ein Posting geben müsste vor ca einem Jahr oder so. Aus meiner Sicht ist der Film Pflichtprogramm für alle Schulen und sollte in Wartezimmern von Krankenhäusern und Arztpraxen laufen!

Ein paar Facts gefällig?

Morgan Spurlock hat innerhalb dieses McMonats von 84 auf 95 kg zugenommen. Sein Cholesterinspiegel ist vom Normalbereich um ca 2/3 gestiegen. Seine Harnsäure-Werte sind massiv gestiegen. Das schlimmste war jedoch ein Anstieg seiner Leberwerte innerhalb von kurzer Zeit auf das Zehnfache, was einer akuten Hepatitis gleichkommt. Er war schlapp und erschöpft, müde, unausgeglichen, depressiv, litt an Schlafstörungen, entwickelte einen gelegentlichen Druck auf der Brust. Seine behandelnden Ärzte rieten ihm nach drei Wochen eindringlich dazu, das Experiment zu beenden, da sie ein akutes Leberversagen befürchteten bei den stark erhöhten Werten. Nach Ende der „McDiät“ aß Morgan wieder das Essen seiner Freundin, die eine spezielle Diät für ihn entwickelt hatte. Nach ca 8 Wochen waren seine Leberwerte wieder im Normbereich. Er brauchte 5 Monate um wieder abzunehmen. 2 kg aber hat er bis heute mehr als vorher.

Morgan nahm statt seiner benötigten 2500 kcal mehr als das doppelte zu sich. Außerdem den mehrfachen Bedarf an Fett, Proteinen, Kohlenhydraten… Dafür allerdings kaum Vitamine. Das erschreckende war: selbst im Joghurt mit Früchten steckten in der mittleren Packung bereits soviel Kalorien wie im kleinen Eis. Auch die Salate kamen auf eine ordentliche Kalorienzahl – durch paniertes Fleisch und Dressing. Ernährungsexperten berichteten, dass es früher nur eine Größe Pommes, Cola etc. gegeben hat. Heute sind es 5, wobei die frühere Größe heute lediglich die „Kindergröße“ ist. Erklär mir mal einer, wie man einen Liter Cola schaffen kann und das dreimal am Tag? Ich würde eingehen… Sie hatten einen Mann, der trank täglich 8 Liter Limonade, weil er dachte, das sei gesünder als Cola. Der muss ja permanent aufs Klo gelaufen sein, irgendwo muss das Volumen doch hin… Er war inzwischen Diabetiker und Hypertoniker, mal abgesehen von seiner Adipositas. Nach Ende der Dreharbeiten nahm McDonalds USA die Supersize Größen aus dem Programm und führten eine „GoActive“ Größe ein – die Kindergröße wurde einfach umbenannt. Außerdem gab es nach Ende der Dreharbeiten einen Erlass, dass die Nahrungsmittelhersteller nicht mehr verklagt werden können wegen Adipositas, Diabetes etc. Der Film zeigt auch, wie stark die Lobby dort ist. Die Firmen finanzieren Bildungsprogramme u.a. zur Ernährung mit. Bock und Gärtner… jaja. Bei manchen Szenen fragte ich mich, ob ich es lustig fand oder tragisch: Schulkindern wurden Bilder gezeigt. Sie kannten Ronald McDonald aber nicht ihren Präsidenten.  Amerikaner sollten vor dem Weißen Haus einfach mal den Schwur auf die Nation aufsagen. Sie schafften es nicht. Aber den superlangen Werbeslogan für den BigMac, denn konnten sie problemlos. Die 15 Dicksten Städte der USA zählen 5 „Mitglieder“ allein in Texas, dem dicksten Bundesstaat (hier wurde Morgan 5x gefragt, ob er ein Supersize Menu haben will, insgesamt aber nur 9x). Man rechnet übrigens damit, dass in 20 Jahren etwa 1/3 der US-Amerikaner Diabetes haben könnte. Die höchste McDonalds-Dichte weist übrigens Manhattan auf. Ich hab die Anzahl der Filialen vergessen, aber rein rechnerisch war es glaube ich alle 100 m. Aber New York zählt lustigerweise nicht zu den dicksten Städten.

Also ich kann nur jedem empfehlen, sich den Film einmal anzusehen. Ich verteufel das FastFood nicht, aber es sollte sich jeder überlegen, wie oft er solche Läden besucht und sich im klaren drüber sein, wie stark die Lobby und der Einfluss auf „seriöse“ Informationsgeber tatsächlich ist. Ein Salatblatt auf dem Burger macht halt noch keine Vitaminbombe draus. Letztlich ist es Eure Gesundheit, über die ihr selbst entscheidet. Ich denke, alle paar Wochen schadet es nicht. Aber mehrmals die Woche… das geht nicht gut.
Um das Experiment zu wiederholen bzw. zu überprüfen, haben die Schweden eine kleine Studie aufgelegt. Bei landarzt.wordpress.com ist ein schöner Beitrag dazu drin:

http://landarzt.wordpress.com/2008/02/14/schon-4-wochen-zu-viel-essen-schadet-der-leber/

Die Probanden brauchten aber zum Glück nur 2 x täglich ein McMenü essen. Letztlich steht am Ende das gleiche Ergebnis: Gewicht stieg an, Leberwerte auch. Damit wären die bösen Stimmen seitens der FastFood-Hersteller wohl widerlegt, die Morgan Spurlock vorgeworfen hatten, er würde betrügen.

http://gut.bmj.com/cgi/content/abstract/gut.2007.131797v1?maxtoshow=&HITS=10&hits=10&RESULTFORMAT=&author1=Stergios+Kechagias&andorexactfulltext=and&searchid=1&FIRSTINDEX=0&sortspec=relevance&resourcetype=HWCIT

Achso… da war noch was… in Bochum hat jetzt die zweite Filiale einer amerikanischen FastFood-Kette aufgemacht: Hooters. Zur Bedeutung des Namens siehe Wikipedia. Das Konzept zielt aber nicht auf Kinder und Jugendliche ab wie bei McDonalds sondern auf Männer. Zusätzlich zum eigentlich nebensächlichen Essen gibt es eine rein weibliche Kellner-Besetzung in hautengen viel zu kleinen Klamotten, die zu dümmlichen Lieder noch dümmlicher tanzen müssen. Bsp: Ententanz zu dem Text „I don’t wanna be a chicken, I don’t wanna be a duck, I just wanna be a Hooters Girl…“ Sex sells… die Mädels müssen ein Casting machen, ob sie denn auch geeignet sind, sich auf das amerikanische Niveau herunterzulassen. Dazu sind eigens amerikanische Hooters-Girls eingeflogen worden, die den deutschen Kellnerinnen die dümmlichen Tänze, das aufgesetzte amerikanische Dauergrinsen und die kreischende Stimmlage amerikanischer Ex-Teenies wie Paris Hilton beibringen sollten. Mal ehrlich: Haben wir das noch gebraucht? Die Mädels, die im Fernsehen gezeigt wurden, fanden das ganze befremdlich und ziemlich niveaulos, aber was sollten sie machen, sie brauchen das Geld. Für 6 Euro Stundenlohn halbnackt Cheerleader spielen und sich von fetten sabbernden Kerlen anglotzen lassen… Dann doch lieber als Clown im Ronald McDonald-Kostüm… Die Kellnerin degradiert zur singenden Sex-Hupfdohle. Aber die Ami-Girls findens klasse… Hauptsache hübsch und ordentlich Silikon… Seltsames Frauenbild in dieser ach so freien Nation… Ich weiß jetzt auch, warum die Amis soviel Glücklichmacher-Pillchen in sich reinwerfen. Anders kann man so nen Quatsch doch nicht ertragen. Was Wikipedia dazu noch erwähnt: In Hamburg klappte es mit der Eröffnung gleich gar nicht, in Wien hat man inzwischen wieder dicht gemacht. Hmmm, Wal Mart gings ja auch nicht besser.

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14 responses

27 02 2008
Joekanone

Bleibt zu hoffen das deutsche Fast Food Anhänger der amerikanischen Unkultur beweisen das die alte Welt ihnen auch in den nächsten 250 Jahren um Lichtjahre überlegen bleibt.
Warum nur habe ich manchmal, wenn ich mir Schnellnahrungsmittel aus dem schottischen Spezialitätenrestaurant hole, das Gefühl das könnte schiefgehen?

27 02 2008
Assistenzarzt

Hmmm… weil ich vermute, dass bei deinem Schotten, eigentlich Ex-Schotten und Amerikaner, der nur so heißt wie ein Schotte, Dinge in den Produkten sind, die dich ein Verlangen kriegen lassen bzw. der durch die Nahrung ausgelöste Hyperinsulinismus dich noch mehr Hunger kriegen lässt. Zeigt der Film auch ganz gut.

Beispiel Vanille… in den 70er Jahren begannen Baby- und Kinder-Nahrungshersteller Vanille beizusetzen. Heute ist Vanille das schlagkräftigste Verkaufsargument. Man hat festgestellt, in Verkaufsräumen, wo es dezent und nahezu unmerklich versprüht wird, steigen die Verkaufszahlen. (ich betone dezent und nicht bombastisch stinkend wie in der IKEA-Kerzenabteilung). Auch die Produkte mit Vanille-Zusatz verkaufen sich besser. In jeder Schokolade ist heute Vanille drin. Wozu frage ich mich… ich will doch Schoki nicht Vanille… Fast jeder Joghurt, Mixgetränk, Milchgetränke, Schokolade, sämtliche Ferrero-Produkte, Kakaopulver, Eis, Kuchen… überall ist Vanille dran, mehr oder weniger viel und merklich… Wir kaufens, weil wir es wollen. Und warum wollen wir es? Weil es uns an was schönes erinnert, unsere Kindheit, unbewußt versteht sich, denn nur so funktionierts… Vielleicht sollte ich Verkaufspsychologie studieren… das scheint sich zu lohnen…

27 02 2008
ich

@assistenzarzt (wieso eigentlich nicht ärztin? und wie nennst du den blog nach der beförderung zum chefarzt?): habe grade fast deinen ganzen blog durchgelesen. obwohl ich so was von keine zeit habe. (zum glück lese ich schnell.) trotzdem: vielen dank auch. (statt deiner alltäglichen inkompetenzvorwürfe also jetzt eine kompetenzunterstellung.)

was verkaufspsychologie anbelangt: lass das mit dem studieren. das sieht von außen immer besser aus als von innen. ich glaube, es gibt ein paar wenige, einfache regeln. die zu kennen reicht im prinzip aus. ist wohl so ähnlich wie bei vitaminen: keine zu sich zu nehmen macht krank, aber dann schlägt das law of diminishing returns zu.

was vanille anbelangt: nature or nurture? hast du keine nature-vorschläge (analog süßes)? weil, deine erklärung finde ich jetzt nicht soo schlüssig. warum haben denn die leutchen in den 70ern mit vanille-essen angefangen, als sie die entsprechenden kindheitserinnerungen noch nicht in dem maße gegeben haben können? und warum funktioniert das gerade mit vanille so gut? gibt’s nicht potentiell unendlich viele geschmacksrichtungen, die mich an kindheit erinnern könnten?

27 02 2008
Assistenzarzt

Für alle: Ich ist nicht = Assistenzarzt.

Für ich: 1. Umlautschreiben im Internet. 2. ich habe nicht vor Chefarzt zu werden. 3. dafür dass du dieses Blog Schrott findest, erstaunt es mich, dass du doch soviel gelesen hast. Da wir eine freie Welt sind, musst du es dir nie wieder antun und brauchst nie wieder einen Buchstaben aus meiner Tastatur zu lesen, wenn es dich stört. Klick einfach woanders hin. Blogs sind subjektiv gefärbt und meine kritischen Worte bestreite ich nicht. Ich sage auch nicht, dass ich kompetent bin. Philosophisch gesehen ist es eigentlich niemand. Aber wieso fühlst du dich denn angegriffen?

4. Calm down krieg nicht gleich die Krise. Ich habe diese Theorie vor einiger Zeit mal gelesen. Warum anfangen… hmmm, warum fangen die Leutchen an, ihre Basecaps quer zu tragen oder Rotbusch-Tee zu trinken? Weils in ist. Möglicherweise gabs das auch in den 70ern. Und wenn die Hersteller das Zeug in die Fertigprodukte tun, dann stehts eben nicht groß drauf. Man merkts also nicht. Fakt ist aber, Vanille + Verkaufen funktioniert. Und Theorien gibts viele.

Na denn, war nett dich mal kommentieren gesehen zu haben. Hast es mal mit Spreeblick versucht? Die haben mehr Happy-Hormone als ich beim Schreiben.

27 02 2008
Carfty

Ich denke der Film ‚Supersize me‘ muss ebenso kritisch gesehen werden, wie z.B. die Filme von Michael Moore, der sein Werk auch gut beherrscht.
Sie verstehen es Daten so zu präsentieren, dass es ihrem Zweck dienlich ist. Also eigentlich nichts anderes als das was die Politik/Industrie macht. Aber gerade deswegen sollte man die Aussagen kritisch hinterfragen.
Ich schätze sowohl Michael Moore als auch Morgan Spurlock für ihre Werke und halte sie für sehr wichtig. Trotzdem sollte man sie kritisch hinterfragen und nicht alles was einem da präsentiert wird als Fakt ansehen.

27 02 2008
Petra

…mann mann mann…

…wollte nur mal kurz einwerfen dass ich

a) den blog klasse finde, bitte weiter so!
b) man sowieso und immer alles und jeden kritisch sehen sollte, und dabei zuallererst sich selber ;p

27 02 2008
ich

@assistenzarzt:
uups. so kann kommunikation im internet schiefgehen. habe mich also offensichtlich extrem unklar ausgedrückt.

ich hatte eigentlich das komplette gegenteil gemeint von dem, was du anscheinend verstanden hast. (nochmal ausdrücklich: dein blog ist einer der absolut besten, die ich kenne, und ich kenne viele. ich unterstelle dir also eine hohe kompetenz beim extrem-spannende-geschichten-schreiben.) (und das mit dem kommentieren lasse ich dann mal lieber wieder. aber weiterlesen werd ich.)

28 02 2008
Assistenzarzt

@ich: Ok. Sag mal, hast du auch einen „richtigen“ Nickname? Es gibt so viele Ichs, Über-Ichs, Ich-und-Ichs…

Tja, das mit den Fakten und der Glaubwürdigkeit… Letztlich denke ich schon, dass eine Menge Wahrheit dran ist, eben nur medienwirksam für die Amis aufbereitet, sonst nimmt sowas dort keiner mehr wahr, fürchte ich. Das mit der Kalorienmenge kann man übrigens bei McD. auf der Homepage ausrechnen und auch bei B.K. Ich habs noch nicht gemacht für die Morgan Spurlock – Menge. Einige Dinge haben die Schweden bewiesen als sie das Experiment mit der Kontrollgruppe gemacht haben. Wer weiß, was man noch rausfindet. Das mit den aggressiven Jugendlichen und der Ernährung würde mich ja interessieren. Macht Zucker und Fett aggressiver als ausgewogene Ernährung?

28 02 2008
Joekanone

Als Gelegenheitsfastfoodesser, insbesondere seit ich beschlossen habe mein Kampfgewicht zu halten, bin ich vor den Tricks der Mc Mafia gefeit.
Was mir viel mehr Sorgen macht ist, das der deutsche Durchschnittsburgeretti eben möglicherweise „Hooters“ NICHT zu einem völlig geschmacklosen degeneriert amerikanischen Produkt abstempelt und meidet.

1 03 2008
F

Bin ja die ganze Herumhackerei auf MC D langsam leid, wie ich auch schon bei deinem letzten Posting zu „Supersize Me“ geschirben habe. In England lebt ein altes Ehepaar (um die 80), das geht schon seit Jahren jeden Tag zu MC D und isst da, sie sind gerstenschlank. Aber nun gut MC D ist ganz böse und der Pizzabäcker von nebenan, sowie der Gyrosmensch nicht. Könnte mal bitte jemand ein „ich ess nur noch pizza und gyros“ – projekt machen? Vielleicht sollte ich mich mal dafür anbieten. Oder doch nur noch Haxe und Steak? Ups. Das wäre ja dann auch schädlich. Hm.. Vermarktet sich natürlich nicht mehr so toll wie eine MC D – Hetz – Kampagne.

Ach noch eins: Da sind noch KFC und BK und die haben nicht so ausgewogene Ernährungsprogramme wie Hassobjekt Nummer 1.

1 03 2008
Assistenzarzt

Du hast den Film nicht gesehen… Es ist sehr wohl die Rede von Burger King, Wendys, KFC und wie sie alle heißen, aber er hat sich McD rausgesucht, weil die Werbestrategie des Konzerns gezielt auf Kinder ausgerichtet ist und zum Ziel hat, bei Kindern eine langfristige Kundenbindung aufzubauen. Und das hat ihn gestört. Der Kneiper um die Ecke schickt eben nicht einen Clown in den Kindergarten um (Schleich)Werbung für seine Haxen zu machen. Und sie haben auch die Pizzaesser in den Schulen gezeigt und kritisiert, falls es dich beruhigt.

Ich hasse McD auch nicht, das hab ich denke ich auch gesagt. Bloß man sollte sich eben überlegen, wann man wo essen geht und was man zu sich nimmt.

Es gab vor einiger Zeit mal bei SternTV ein Experiment, was sich Supersize me als Vorbild genommen hat. Da haben sie es den Versuchspersonen freigestellt, wo sie sich ihr Fastfood holen. Der eine holte es sich vom Döner nebenan und nahm auch zu, hatte auch erhöhte Fettwerte und das obwohl er Fahrrad gefahren ist… Klar, wenn jemand es finanziert, dann könnte man noch mehr Studien wie die Schweden machen und Gyros, Döner, KFC etc. nacheinander überprüfen und gegen McD testen. Auf wissenschaftlicher Basis mit gleichen Versuchsbedingungen von Schrittzahl, Blutentnahmen etc. Mit dir hätten wir den ersten Probanden… 🙂

1 03 2008
F

Alles in Massen ist schädlich, nicht nur Fast Food, sondern auch Omas gutbürgerliche Küche. Darum geht’s.

1 03 2008
d0ggZ23

Ich habe den Film gesehen und JA!!!! ich habe wohl auch Adipositas. Allerdings schildert sich das bei mir in einem ewigen auf und ab –> mal 20KG mehr, mal 20kg weniger … zum Glück fällt es bei 1,90m und 120kg nicht so auf … allerdings hast du recht. ich würde mich auch wohler fühlen, wenn ich mal auf einem annehmbaren level stehen bliebe. –> ansonsten bin ich allerdings eher für jakobsmuscheln mit salbeibutter und selbstgemachten crostinis 😉

4 10 2012
Jesse

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/mahlzeit/591171/

Ich wüsste sehr gern, was du dazu sagst. Ich bin ein großer Kritiker des Selbstverständlichen (oder was man dafür hält). Lass mich durch gute, nachvollziehbare Argumente aber immer gern belehren. Übrigens sehr lesenswerter Blog, vielen Dank.

Gespannt auf deine Meinung.

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