Inoffizielles Medizinlexikon – Die Notfallanforderung

9 02 2009

Aus gegebenem Anlass habe ich im inoffiziellen Medizinlexikon nachgeschlagen.

Notfallanforderung

Dringliche Anforderung einer Untersuchung, eines Konsiliararztes oder einer Therapieform in einer Notfallsituation. Keine einheitliche Definition von Notfallsituation verfügbar. Innere Medizin: Notfall = Patient akut oder potentiell akut gefährdet, Eile geboten. Anästhesie: Notfall = Patient lebensbedrohlich gefährdet, alles stehen und liegen lassen und sofort hin. Chirurgie: Notfall = hol mal einer den Internisten, der Patient ist wirklich krank. Gynäkologie: Notfall = Der Oberarzt will morgen operieren und wir brauchen noch XY, weil der aufnehmende PJ nicht darauf geachtet hat ob die ambulante Vordiagnostik gelaufen ist. Hausarzt A: Notfall = Patient ist ernsthaft krank. Hausarzt B: Notfall = Die Praxis ist voll, Patient nervt schon seit Tagen wegen des MRT fürs Knie, rosa Schein. Privatpatient: Notfall = Der Termin fürs MRT des Knies ist erst in 3 Tagen, ich möchte bitte sofort einen Einweisungsschein.

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5 responses

9 02 2009
Michael

Präklinisch ist auch alles vertreten zwischen ‚Füße kalt‘ und ‚Patient total kalt‘.

10 02 2009
gr3if

Schön ist auch immer akuter Bauch und dann einen Ktw zu einer Kbf bestellen.
Alternativ auch gerne genommen: Schlechter Az zur Aufpäppelung.
Oder auch: Unklare Diagnose zur Abklärung….

10 02 2009
krankenhausblogger

DARUM will ich später in die Anästhesie… 😉

15 02 2009
maja49

muss mich da mal zu wort melden bei dem thema
das kommt mir wie gerufen
ich war genau vor einem jahr
januar 2008 mit truemmerbruch des sprunggelenks beidseitig ins krankenhaus winterberg saarbruecken als notfallpatient eingeliefert worden.
nachts. ambulanzwagen
kosten 300 euro allein der transport von zuhause bis in klinikum (8 km)
(ich bin privatpatient, deshalb krieg ich alle rechnungen)
Aufnahme in ein dreibettzimmer weil nichts mehr frei war auf der orthopaedie ausser einem bett, da kam ich dann rein nachts um 12uhr,
nächster morgen tuer aufgerissen
„sie werden heute verlegt in ein zweibettzimmer, sie sind privatpatient“
danke sag ich noch
dann haben sie mich gegen mittag verlegt in das sogenannte zweibettzimmer, da hätte einer reingepasst aber nicht zwei.
normalerweise werden diese zimmerchen uch als einbettzimmer vergeben man muss nur noch mehr zahlen als ich für das zweibettzimmer draufbehahlt hab so an die 400 euro.
operateur kommt
sie kriegen heute nichts zu essen, kann sein, dass wir sie heute abend noch operieren.
operateur kommt nach 2 stunden wieder
wir operieren erst in 3 tagen es wird zu eng heute
die drei tage waren ausgefüllt mit fragebogen, untersuchungen, bluttests und allem möglichen EKG und so weiter
wichtig schien dem personal zu sein: haben sie abgeführt ???
ich depp sag nein.
dann haben sie mir was gegeben heut würd ich es in einen blumentopf schütten, der würde bestimmt eingehen.
ich bin fast eingegangen.
morgens gaben sie mir das zeug einen tag vor der OP
dann musste ich zum Anaestesisten, mir ist schlechtgeworden im warteraum
ich musste dringend aus klo, es begann zu wirken
ich hab jemand aus der krebsstation kommen sehen und sagte fahren sie mich schnell zu einer toilette sonst garantiere ich füer nichts.
niemals würde ich sowas nochmal nehmen
es muss gift gewesen sein.
das personal ist totl überfordert, die schwestern waren unfreundlich, sie haben nach der OP mein bein gewaschen im bett und dabei das bett unter wasser gesetzt.
denk nicht, dass da einer gekommen wäre das trockenzulegen.
mein mann ist angeschnauzt worden als er fragte wie ds denn jetzt wäre mit dem bett. die Stützstrümpfe nach der OP hatte ich tagelang an
mit blutflecken drauf
nach 14 tagen wurde ich entlassen
die alte neben mir (85 jahre) bekam ein neues Knie hat nur gemeckert weil ich dauernd mit dem rollstuhl auf die toilette gefahren bin nachts, es ging ja nicht anders, mit krücken konnte ich nicht ich hab in einem bein arthrose da kann man nicht auf krücken springen.
ich sass 12 wochen im rollstuhl, musste wieder laufen lernen
hab platten und schrauben im fuss
die bleiben drin
dies ein kleiner einblick in das leben eines privatpüatienten im krankenhaus
ich könnte noch mehr schreiben aber das wuerde den rahmen hier sprengen
lg
maja49
ps: ich kann wieder laufen

op

16 02 2009
T

Nunja in der Pflege gibts keinen Unterschied zwischen privat und gesetzlich versichert. Da gibts nur ein andrees Zimmer und Chefarztbehandlung (was nicht immer die beste Arztwahl sein muss)

Ich kenn übrigends nur solche Abführmittel die man direkt vor der OP nehmen muss (sofern es was längeres ist oder der Darm verletzt werden könnte) und die Mittel kann man kaum runterbekommen ohne das einen sofort der Würgereiz packt (und es dauert auch ewig bis man die Menge so intus hat). Das Zeugs ist wirklich grausam einen Einlauf verpasst zu bekommen ist da 1000 mal angenehmer. Das Problem ist halt das der Chirurg, der das Zeugs bestimmt nie selber probiert hat, drauf besteht.

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