Dr. House dreht langsam ab

18 03 2009

Nur falls sich Leute fragen, ob Mediziner die Folge diese Woche auch seltsam fanden: Ja. Also von Haarbällen im Gastrointestinaltrakt nach Einnahme von Antazida hab ich noch nie gehört. Ich hätte eher erwartet, dass er einen Ileus kriegt. Naja, dann wärs ja nix für House gewesen.
Ansonsten scheint dieser Privatdetektiv eine interessante Figur zu werden. Er kann und darf alles, was House nicht kann. Rumschnüffeln, und noch mehr schnüffeln… und er hat Schlag bei Cuddy. Quasi wie ein Teil seiner selbst, der sich selbständig gemacht hat.
Warum er die Nummer mit Taub so abgezogen hat, verstehe ich nicht. Wieso mischt er sich ins Privatleben seiner Mitarbeiter ein und beginnt eine Ehe zu zerstören und Mißtrauen zu säen? Weil er selbst jedem mißtraut? Das ist mir irgendwie alles nicht so klar. Auch finde ich, dass jetzt mehr … rumgeeiert wird. Geht euch das auch so? Die ersten drei Staffeln waren relativ geradlinig in der Falldarstellung. Jetzt greift es immer mehr um sich, dass erst behandelt wird und entweder diagnostische Schritte verschwiegen, bewußt ausgelassen oder einfach gar nicht angedacht sind. Das empfinde ich inzwischen als Manko am Drehbuch. Oder ich gucke einfach nur genauer hin. Ein therapeutisches Ergebnis als diagnostisches Kriterium ist äußerst selten… und bei den einfachen Fragen, die ich jetzt meine, da reicht manchmal ein Test… sie sollten wirklich wieder mehr auf qualitativ gute Storys achten beim Drehbuchschreiben… Naja…

Ich hoffe, die nächsten Fälle sind mal wieder was aus der realen Case Report-Welt.

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12 responses

18 03 2009
Beate

Ich bin kein Mediziner und Arztserien – zumindest deutsche – mag ich nicht. Ich hatte mal eine Folge gesehen – muss allerdings sagen, dass ich Dr. House auch die Krücke weggetreten hätte (ähem). Sind die dargestellten Fälle eigentlich realistisch?

19 03 2009
Olli G.

Ich habe da eher die vermutung, das alle Serien die einen gewissen Erfolg haben irgendwann komplett in die falsche Richtung driften… siehe ER die haben irgendwann die Stammbesetzung getauscht… das war bei House ja auch so… wobei die ja immer noch mehr oder weniger eine wichtige Rolle spielen…
Ich hoffe sehr, das die House wieder einkriegt sonst ist die Sendung für mich gestorben…

19 03 2009
Chris

Die nächste Folge wird naja, besser. Jedoch nicht unbedingt realistischer beim medizinischen Fall.
Aber man muss lassen, Dr. House lässt nach – leider.

19 03 2009
Niels

Ich finde die neuen Folgen großartig, aber ich bin auch kein Mediziner.

19 03 2009
Jogurtbecher

naja finde House nur mäßig interessant. Die Fälle sind extrem unrealistisch und vorallen das Verhalten und die arbeit in einen krankenhaus wird extrem seltsam dargestellt.

Da schau ich mir lieber Scrubs an. Da steht der Mensch im Mittelpunkt 😀

19 03 2009
lando2211

Mir geht es bezüglich der Entwicklung der Serie ähnlich. Die ersten zwei Staffeln waren brilliant, in der dritten schon viel (zwischenmenschliches) „Rumgeeiere“, was ich nur teilweise noch nachvollziehen konnte. Seit der 4.Staffel mit dem Auswahl-Marathon und der Wahl des neuen Teams bin ich aber geradezu enttäuscht, was aus der Serie geworden ist. Auch wirken die Fälle immer mehr konstruiert.

24 03 2009
F

Ich muss sagen, dass ich das neue Team besser finde als das alte. Gerade Cameron ging mir mächtig auf den Senkel. Die dritte Staffel fand ich bis auf einige Ausnahmen sehr schlecht, die vierte fand ich wieder gut und mal schauen, was die fünfte bringt.

24 03 2009
Niels

joghurtbecher: Das ist auch keine Doku. Anwaltsserien sind auch unrealistisch und trotzdem auch für Insider unterhaltsam, wenn sie gut gemacht sind.

25 03 2009
eintrauminblau

denen gehen wohl langsam einfach die realistischen, aber trotzdem noch „tricky“ Einfälle aus… schade, dann gibt es die House-Seminare an den Unis wohl bald nicht mehr… lg

26 03 2009
F

„Houseseminare“ an den Unis?

26 03 2009
eintrauminblau

Ja, die erste Staffel hat gut teilweise gut recherchierte Fälle und die Serie ist auch unter Medizinern beliebt. Daher gibt es mittlerweile freiwillige Seminare, in denen die Folgen geguckt und dabei Schritt für Schritt mit Profs diskutiert werden – also ob es realistisch ist, was man an Diagnostik und Therapie machen würde, usw. Ganz nett eigentlich – pauken mal anders!^^

27 03 2009
F

sehr cool.

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