Best of Suchanfragen

31 05 2009

Nach langer Zeit mal wieder die Best of der Suchanfragen, die in dieses Blog führten!

„sexy sanitäter“ – 🙂 Kenn ich. Gibts denn auch sanis, die nicht sexy sind?

„an einen sehr guten arzt danke sagen“ – wow, sowas machen Leute noch? Ist selten geworden, wo die Verfügbarkeit eines Arztes heute so selbstverständlich ist.

„woran erkenne ich eine lüge“ – Augenblinzeln, wegsehen, stottern, Stimmlage verändert sich.

„vom nachbarn dickerchen genannt“ – das is nicht nett… schonmal an Hunde-a-a auf der Fussmatte des Nachbarn gedacht?

„wie werde ich meine nachbarn los“ – antworten bitte in Kopie an mich

„schlurp,schlurp“ – krächz, schnief, hust, kicher, börps…

„patrick dempsey oberkörper frei“ – der Traum meiner schlaflosen Nächte… 🙂

„die heißeste taschenlampe“ – ???

„nadeln in / durch die hoden stechen“ – is nicht normal! Psychiater schon gefragt?

„windeln beim arzt nur abschreckung?“ – bin irritiert, ich trage keine. Tun das Kollegen, wenn die Notaufnahme zu voll ist, damit sie ihre Ruhe haben?

„internist: weiss alles, kann nix“ – na, na, na…. wir wollen doch nicht frech werden…

„chinesischer wanderpuff“ – Beschreibung für den olfaktorischen Terrorakt durch manche sogenannte Parfums

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11 responses

31 05 2009
EarlMobile

Was die Windeln angeht: Ich habe mir fest vorgenommen, bei der ersten Konfrontation mit einem volltrunkenen Jugendlichen in der Notaufnahme darauf zu bestehen, dass der Patient in jedem Falle eine Windel bekommt. Ist nämlich extrem uncool. (Und irgendwie auch zynisch…)

31 05 2009
Denis

Ihr werdet lachen, aber bei der Windelgeschichte ist es tatsählich so (zumindest laut gesehener Fernsehdoku) das volltrunkene Jugendliche die in einer Klinik eingeliefert werden eine Windel verpasst bekommen. Das soll natürlich primär dem Zweck dienen das schlimmste zu verhindern, andererseits erzeugt das aber auch einen gewissen, nicht zu unterschätzenden, Peinlichkeitsfaktor bei den betroffenen Jugendlichen.

1 06 2009
Chris

Bei uns gibt es auch ein Krankenhaus, wo volltrunkene Jugendliche komplett entkleidet, nur mit Windel ausgestattet und dann in ein Mehrbettzimmer gelegt werden, um dort ihren Rausch auszuschlafen. Ist sicherlich nicht so angenehm für die anderen im Zimmer, bei den Betrunkenen erfüllt es aber wohl in der Regel den gewünschten Zweck, daß sie sich in Grund und Boden schämen.

1 06 2009
Chaoshexchen

>“internist: weiss alles, kann nix” – na, na, na…. wir wollen doch nicht frech werden…

Ich war das zwar nicht mit der Suchanfrage *schwör*, aber ich könnte mir vorstellen, wonach der gesucht hat: Der uralte Witz nach dem Unterschied zwischen Pathologen, Chirurgen und Internisten:

Internist: Weiß alles, kann aber nix
Chirurg: Kann alles, weiß aber nix
Pathologe: Kann alles, weiß alles – aber zu spät

Hat aber wirklich schon nen laaaangen Bart. 😀

1 06 2009
F

„Verfügbarkeit eines Arztes ist selbstverständlich“?! Vielleicht für den Privatpatienten. Der Pöbel jedoch muss um jeden Termin bei einem Facharzt kämpfen und betteln und bei der Behandlung Demut zeigen, weil sich der Gott in weiß zum Fußvolk herbagelassen hat. Dafür möchte ich hiermit auch mal danke sagen: Danke!

1 06 2009
Medium

Zu der Taschenlampe gab’s letztens im Fernsehen mal einen Beitrag… irgendsoein aus China importiertes Teil, das so heißt wird, dass man damit Papier abfackeln und Eier braten kann.

1 06 2009
Assistenzarzt

@F: ich lade dich mal ein, in die Notaufnahme zu kommen. Nirgendwo sonst erlebt man die menschliche Natur derart ungeschmickt. Privatpatienten stellen sich da genauso hintenan. Die werden bei uns nicht vorgezogen. Und ich räume im Dienst auch kein Zweibettzimmer frei, dann muss er sich halt ein anderes Krankenhaus suchen, wenns ihm nicht passt. Die Verfügbarkeit eines Arztes wird als selbstverständlich hingenommen. Z.B. kommt die Polizei regelmäßig mitten in der Nacht mit irgendwelchen betrunkenen Autofahrern, weil sie wissen, es ist immer jemand da, auch wenn der schon seit 23 Stunden im Dienst ist und sich grad 10 min hingelegt hat, die kümmert es nicht, aber der eigene Polizeiarzt wird nicht aus dem Schlaf gerissen. Die Klassiker habe ich letzte Woche wieder erleben dürfen. Man geht in die Notaufnahme, weils grad passt und man einen Check up will, seit 2 Wochen irgendwelche Beschwerden hat und war vorher nie beim Hausarzt. Aber in einem Krankenhaus ist ja ein Arzt immer da. Dass der sich um die anderen kümmern muss, die um Luft japsen oder denen grad das Bein abstirbt, das sieht diese Art von Leuten nie.

KEIN PATIENT MUSS BEI MIR DEMUT ZEIGEN! Ich weiß nicht, aus welchem Jahrhundert diese Ansicht stammt, aber ich erwarte keine demütigen Patienten. Ich erwarte, dass ein Patient in der Lage ist, über sich selbst Entscheidungen zu treffen und die Tragweite zu begreifen, worum es geht, warum eine Behandlung wichtig ist und dass sie Compliance erfordert. Und ich erwarte Ehrlichkeit. Wenn einer die Tabletten sowieso nicht nehmen will, soll er mir das sagen, dann kann ich mir die Verordnung sparen.

Ja, und auch ich als Arzt erhoffe mir Dankbarkeit hin und wieder. Ich finde das legitim. Bei der Bäckerverkäuferin sagt auch jeder Danke und wünscht einen schönen Tag, genauso beim Taxifahrer, der Touristinformation oder sonstwo. Ich habe es nur 3x erlebt, dass sich jemand bei dem Notarzt bedankt hat, der ihn von ner 70er auf ne 95er Sättigung gebracht hat und dabei das intubieren vermieden hat. Auch solche Arbeit ist was wert und dass wir Notärzte haben, die in 10 min da sind, ist keine Selbstverständlichkeit.

Übrigens warte auch ich als Arzt 3 Monate und länger auf manche Arzttermine. Das ist eben so. Das ist auch in anderen europäischen Ländern so. Da ist es Normalität (wie in Schweden), aber es trifft dort auch alle, weil es soviele Privatpatienten wie in Deutschland nicht gibt. Man kann sich bei zu langen Wartezeiten oder abweisen in einer Arztpraxis bei der zuständigen KV melden, die helfen dann weiter. Kein Notfallpatient darf abgewiesen werden, der fürn Check up schon.

5 06 2009
F

Ok, ist ja gut. Bringen wir den Puls wieder auf Normalwerte.

Schön, das du nicht so bist. Meine Erfahrungen und die Erfahrungen anderer zeigen aber, dass Privatversicherte bevorzugt werden. Da kannst du dich jetzt noch so sehr echauffieren.

17 06 2009
Günter Schütte

Warum hab ich nicht so lustige Suchanfragen?

5 07 2009
attitudetolife

Jetzt würde mich mal interessieren, über was du dich freuen würdest, wenn sich ein Patient bei dir bedankt. Ich selbst habe dass gerade vor zu tun. Weiß aber absolut nicht, übr was sich meine Ärztin freuen könnte.

Also her mit den Ideen!

LG Mrs. Attitude

19 07 2009
Assistenzarzt

Hmmm… also was wir häufig kriegen sind Merci-Packungen. Gerne genommen, schnell weggefuttert. Besondere Dinge waren mal belgische Pralinen, Schweizer Gebäck, Sekt, Wein und achja, ein Patient hat mal Langnese-Eis für alle organisiert. Selbstgebackener Kuchen von Patienten kommt unterschiedlich gut an. Manche bringen im Sommer auch Dinge aus dem eigenen Garten mit – von Erdbeeren über Kirschen und Äpfel bis hin zu Knoblauch und Zwiebeln, alles schon gehabt, je nachdem worüber die Patienten sich grad mit uns oder den Schwestern unterhalten haben in gärtnerischer Hinsicht. Ein Angler ließ uns mal frisch gefangenen Fisch zukommen, quasi direkt aus dem See. Ein Patient hat mal einer Station nach langem Aufenthalt etwas mehr Geld gespendet (er hatte wohl auch so viel, dass er es konnte) mit der Auflage, davon Bilder zu kaufen. Jetzt hängen dort die schönsten Fotografien, die man sich vorstellen kann. Ein anderer hat uns Mini-Vasen und sowas getöpfert, ganz persönlich und etwas, das bei mir immer noch im Regal steht als Andenken. Und wieder ein anderer hat mit Geld um sich geworfen und mehrere Präsentkörbe bringen lassen. Total lieb fand ich auch einen, der so einen Glücksbambus mitbrachte, damit uns das Glück immer hold ist. Einer war Schriftsteller, mehr so im kleinen, der brachte uns seinen Gedichtband mit. Es ist immer sehr individuell, je nachdem, was der einzelne Patient sich so denkt oder uns sagen will. Ich glaube, das Wichtigste sind genau die Dinge, die man bei jedem anderen auch bedenken würde, wenn man sich bei einem anderen bedanken will: dass es irgendwo ehrlich ist und nicht übertrieben, sonst ist dem Beschenkten das peinlich und unangenehm, denn es soll ja nur ein kleines Dankeschön sein. Ansonsten sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt, glaube ich.

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