Sag denen das doch mal einer

5 09 2009

… dass es total langweilig und ärgerlich ist, für eine nicht unerhebliche Summe auf einen Kongress zu fahren und dann stellen sich dort wer weiß wie ankündigte Leute hin, um einen Vortrag zu halten, dessen Folien vollgestopft sind mit ganzen Sätzen, die dann vom Vortragenden nur vorgelesen werden…  Lesen kann ich auch allein. Ach ja, und noch blöder finde ich es, wenn der Vortragende die Folien selbst noch nicht mal zu kennen scheint, weil sie ihm jemand anderes zusammengestellt hat. Das wird nur noch gesteigtert durch die anschließende Diskussion, in der als Profs dotierte Vortragende dann auf simple Fragen zum Thema nicht mal antworten können und andere aus dem Publikum antworten, weil sie im Gegensatz zur Koriphäe (schreibt man das so?) schon mal was zum Thema gelesen haben… Echt ätzend. Wenigstens kann man das Geld von der Steuer absetzen, nur die verschwendete Zeit kriegt man halt nicht wieder…

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10 responses

5 09 2009
Ulli

Gabs dafür wenigstens Fortbildungspunkte…

6 09 2009
Payam Katebini

Oh, ja, das kenne ich auch. Am allerbesten wird es, wenn dieselben Koryphäen dann anfangen, bei wirklich gut erforschten Themen Studien von 1974 (!) vorzustellen, mit n=18 (!). Nein, es ging nicht um M.Refsum oder eine andere Orphan Disease, sondern um die Behandlung der arteriellen Hypertonie. Aber: Eine Beschwerde beim Veranstalter und die Drohung, das nächste mal wo anders hinzugehen kann Wunder wirken.

6 09 2009
Jens

Wie wäre es mit einem Bewertungssystem für Kongresse bzw. Referenten? 🙂

8 09 2009
Payam Katebini

Bei guten Seminaren (vor allem der kommerziellen Anbieter, weil die auf regen „Kundenzuspruch“ angewiesen sind) gibt es Evaluationsmöglichkeiten. In Arnsberg z.B. fliegen die beiden schlechtesten Referenten regelmässig raus – jeden Kongreß neu. Oft ist die Qualität der Vorträge aber bei den „Pflicht“seminare schlecht, die man vor allem für die Facharztausbildung unbedingt benötigt. Und: ich habe die Erfahrung gemacht, dass es einen großen Wissensvorsprung für einen selbst bringt, wenn man selbst versucht, Wissen zu vermitteln – egal ob in einem Vortrag, der Mit-Organisation eines Kongreßes oder im Rahmen der üblichen Studenten und Studentinnenausbildung….

11 09 2009
croco

Wenn man merkt, dass man so klug ist wie der Referent, ist die Zeit gekommen, zu Hause zu bleiben und Fachzeitschriften zu lesen.

13 09 2009
kasack

Ne, dann ist es Zeit dass man nach vorne geht, den Referenten vom Podium komplimentiert und den Vortrag übernimmt 😉

14 09 2009
croco

Hammse Recht……

21 09 2009
lis2005

willst du nicht so eine Kategorie in deinem Blog schaffen mit manem wie z.B. „Patientfragt…“ wo Leser fragen zu bestimmten Medikamenten oder zu Krankheiten fragen können und du die Fragen beantwortest?
Ich hätte da eine frage…

23 09 2009
Bastl

Ist in der Medizin ein Kongreß einfach eine Fortbildungsveranstaltung? Ich kenne Kongresse (in einer anderen Disziplin) eher als wissenchaftliches Forum. Fortbildungen nennen wir einfach Seminare.

24 09 2009
Assistenzarzt

Kongresse werden als Fortbildungsveranstaltungen anerkannt bei der Ärztekammer, auch die wissenschaftlichen. Kongress ist Kongress. Dann gibts noch Seminare, Kurse, Foren, … wie auch immer die das alles nennen.

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