Assistenzarzt bei den Gasmännern – Teil 5

7 02 2010

Heute: Kaffeekochen mit Assistenzarzt

Assistenzarzt hat viele Fehler. Zwei davon sind das Assistenzarzt kein Kaffee trinkt und das Nett-sein-Gen. Also das mit dem Kaffee weiß ich auch nicht wieso und das mit dem Nett-sein-Gen hab ich geerbt. An einem Morgen trafen sie beide aufeinander… Assistenzarzt wollte nett sein zu den Kollegen, weil das Azubi-Volk nicht da war und somit die einfachsten Funktionen sozialen Krankenhauszusammenlebens nicht funktionierten. Kaffee ist für Gasmänner sowas wie für Autos das Benzin oder … für Junkies die Drogen? Egal, welche Metapher man nimmt, es geht nicht ohne Kaffee. Bevor den Supermännern also der Treibstoff aus Krypton ausging, musste neuer her. Assistenzarzt hat sehr wohl schon mal Kaffee gekocht, kommt mit der Bedienung der technischen Kaffeekocheinheit super klar. Nach dem Wasser einfüllen bis zum letzten Strich kam der Griff zur Dose mit dem Kaffee. An diesem Tag war es eine Dose ohne Kaffee. Der war nämlich alle. Also zur Vorratskammer für Supermänner-Treibstoff gegangen und neuen geholt. Hübsche Verpackung. Harmonie stand drauf. Wow, das war doch genau das richtige. Assistenzarzt füllte Inhalt in Dose und wollte Verpackung ordnungsgemäß mülltrennen. Da fiel der Blick auf das Wort, das sich über dem assistenzärztlichen Daumen befand: entkoffeiniert. Ähhemm… Assistenzarzt hielt für Sekunden inne. *grübel* Das hieß doch ohne Power? Schmecken tuts doch gleich, oder?  Nur merken tun sie es nicht gleich… Aber der Tag dürfte dann sehr entspannt werden. Eine zweite Dose war nicht da, sonst hätte man ja umfüllen und anderen Treibstoff… nee, das ging nicht. Wo sollte Assistenzarzt jetzt mit dem falschen Kaffee hin?  Hmmm… dafür war es jetzt zu spät. Ooooops… *Blick nach links* *Blick nach rechts* Keiner da, der es gesehen hat. Die beste Möglichkeit, nicht aufzufallen, ist sich unauffällig zu verhalten. Also wir kochen jetzt erstmal Kaffee. Assistenzarzt schaufelte Kaffee in den Filter und ließ die Maschine schnorcheln. Dose weggestellt, leere Packung ganz tief im Müll vergraben. Nochmals umgesehen. Immer noch unbeobachtet.

Nach einigen Minuten war der Kaffee dann umfüllreif für die Thermoskanne und landete in selbiger auf dem Tisch. Psychologisch vorgebildet, was tägliche Gewohnheiten angeht, wurde der Griff der Kanne elegant zur Wand plaziert, dass erst die andere Kanne, die bereits fertig mit koffeiniertem Kaffee auf dem Tisch stand, getrunken würde, weil leichter zu erreichen. Der Kaffeekonsum an diesem Tag ließ zu wünschen übrig und lag eindeutig unter dem Supermänner-Durchschnitt. So war dann am Nachmittag auch erst die erste Kanne (mit Koffein) leer als eine wilde Meute von Gasmännern nach den Heldentaten im OP auf den Tisch zustürmte und gierig nach einem Feierabend-Kaffee lechzte. Voll des Lobes war man angesichts des Duftes, des Aromas,… Harmonie eben. Die Selbstbeherrschung bei Assistenzarzt war immer noch perfekt. Dennoch entschloss sich Assistenzarzt auch aufgrund mangelndem Arbeitsaufkommens zu einem kurzfristigen Ende seiner Anwesenheit pünktlich zu Dienstschluss um die kaffeetrinkende Nation alleine zu lassen. Die Vorstellung davon, wie man allmählich merken würde, dass der so duftende Kaffee irgendwie nicht so richtig fit macht, geisterte durch die Synapsen… aber dann wären die Supermänner alle zuhause… und müssten mit ihren Frauen klären, warum sie an diesem Tag keine Superman-Leistungen vollbrachten. Gespannt war Assistenzarzt nur auf die folgenden Tage, an denen sämtliche Kannen aus der Dose rekrutiert würden und somit frei jeden Koffeins wären… Also ich weiß nicht, wer die Dose aufgefüllt hat, ihr etwa?! *unschuldig die Schultern zuckend*

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5 responses

7 02 2010
Benedicta

*ggg*
Du hast jetzt die einzigartige Möglichkeit, den Placebo-Effekt von Kaffee zu beobachten 😉
These a) die Wirkung geht hauptsächlich über den Geruch – und den bietet der Entkoffeinierte ja auch.
These b) die Wirkung ist komplett Placebo – auch dann wirst du keinen Unterschied zu vorher merken.
These c) deine Gasmänner sind jetzt voll auf Entzug – DANN wirst du in den nächsten Tagen Spaß haben *gg*

Die Varianten a und b kann das derzeitige Experiment übrigens nicht unterscheiden – dazu bräuchte es weitere Untersuchungen mit duft-befreitem Kaffee. Vermutlich würden die aber daran scheitern, dass den keiner trinkt…

8 02 2010
Peter

Du willst hier doch nicht etwa die anregende wirkung von Koffein anzweifeln oder?

8 02 2010
hagenhilft

Das wäre ja fast Gotteslästerung 🙂

8 02 2010
Kat

thihihi.

9 02 2010
Kerze

Also, meine Mutter hat irgendwann einfach klammheimlich ebenfalls den normalen durch entkoffeinierten Kaffee ersetzt. Grund war, das Mann sich Sorgen machte irgendwann einen koffeinbedingten Herzinfarkt zu bekommen – aber entkoffeinierter Kaffee würde ja sooooo anders und überhaupt ganz furchtbar schmecken!
Naja, das Ende vom Lied: Nach zwei Wochen stellte er fest, dass der neue Kaffee ja wohl ganz lecker wäre… Aber so richtig wach würde er davon nicht mehr. Ob er langsam gegen Koffein immun wäre? ^^
Da hat sie dann gebeichtet. Ich habe leider sein Gesicht nicht gesehen, aber es war wohl der Hammer :D!

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