Selbstzahler für den KTW / RTW

10 11 2008

„Wer einen Krankenwagen ruft, danach die vom Arzt angeratene Fahrt ins Krankenhaus aber ablehnt, muss den Einsatz selbst bezahlen. Die Gründe spielen keine Rolle, wie das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel jetzt klarstellte.“ Az.: B 1 KR 44/06 R

In den Rettungswachen dürften doch jetzt die Sektkorken knallen, oder?

http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/finanzen_steuern/default.aspx?sid=520129





Sags durch den Einweisungsschein

5 09 2008

Bei dem Beitrag „AZ-Verschlechterung die erste“ von Medizynicus keimten in mir eine Reihe Begebenheiten auf, die ich glaubte gut verdrängt zu haben, um nicht irgendwann im Kreis zu springen und lustige Verse aufzusagen. Der geschilderte Fall ist exemplarisch für das Verhalten mancher Kollegen im kassenärztlichen Notdienst oder auch für manche Mitarbeiter bestimmter Unternehmen, die im Rettungsdienst tätig sind. In jedem meiner Dienste habe ich wenigstens einen Fall solcher Bauart dabei (dann ist es schon gut), in der Regel aber mehrere.

Es gibt verschiedene Varianten dieses „Greisen-Turfings“, was mich zu der Bitte veranlasst, das mir das als alter Mensch später einmal nicht passiert.  

Variante 1 – von zuhause:

Hochbetagter Senior/Seniorin wohnt zuhause. In der Regel pflegebedürftig, gesteigert nachtaktiv mit Verwirrung oder schon mit deutlich sichtbarer Demenz. Aus irgendeinem dem Notaufnahmearzt in der Regel unerfindlichen Grund wird ein Kassenarzt oder Rettungsdienst gerufen. Ohne jemandem etwas unterstellen zu wollen, aber das tritt gehäuft zu Feiertagen oder in der Urlaubszeit auf. Ja, da steht dann ein Arzt oder RD und guckt erstmal. Angehörige schildern entweder diffuse Symptome, die weder auf A noch auf B deuten, oder es kommt der Satz „Sie ist einfach nicht wie sonst.“ Schon auf einem EW-Schein gelesen… Manchmal hört man dann auch, dass die Angehörigen sagen „So will ich sie nicht hierbehalten“ oder „Sie nehmen ihn jetzt mit, so geht das hier nicht mehr, man kann ja nachts nicht mehr schlafen“. Alles O-Töne des RD. Also wird ein alter Mensch in der Regel abends oder mitten in der Nacht in eine kühle, stickige, neonbeleuchtete, laute Notaufnahme gebracht, wo er erstmal rumliegt bis Rö und Labor fertig sind und ein Arzt sich seiner annimmt. Meist ist das Labor ok, das Rö auch und der alte Mensch wird vom Transport wieder nach Hause gefahren. Der Anruf der Angehörigen zur Information, dass es gleich an der Tür klingelt, ist häufig mit Unverständnis, Keifereien und schlechter Laune der Angehörigen verbunden. Bis auf wenige Ausnahmen. Traurig.

Variante 1 b – das ist die Variante, wo mich regelmäßig Wut auf die Angehörigen überkommt. Ich hatte es mehrfach, dass ein Patient gebracht wurde ohne Medikamentenplan, Vorbefunde, alte Epikrisen oder wenigstens einem Pflegeüberleitungsbogen, der dazu auch noch dement war und keinerlei Angaben machen konnte. Nachdem man feststellte, dass dem armen Menschen nichts fehlte und – sofern erzählen möglich war – aus den wirren Worten des Patienten hervorging, dass es zuhause einfach nicht stimmt… will man die Angehörigen erreichen, um ihnen mitzuteilen, dass sie das Familienmitglied abholen können. Doch Pustekuchen. Nirgendswo steht eine Telefonnummer, der Patient selbst sagt eine Reihe Nummern an, die aber auch in Australien sein könnten. Oder aber er kann gar nix mehr sagen, da Demenz schon zu weit fortgeschritten. Also wartet man. Aber niemand von der Familie ruft an. Stunden später ist man immer noch wild entschlossen einen dementen, evtl. pflegebedürftigen, aber sonst gesunden Menschen nach Hause zu schicken. ALso müssen andere Wege her. Telefonbuch… naja, die Chancen sind begrenzt. Da wird der Dienstarzt zum Detektiv. Und die Notaufnahme ist voll. Yippieahjee. Ich habe es einmal soweit getrieben, dass ich mich an die Polizei gewandt habe. Diese fuhren suchten über das Einwohnerregister oder wie das heißt und fanden irgendwann einen Sohn. Da fuhren sie hin und stellten fest, dass die Nachbarn berichteten, dass Oma abgeholt wurde vom RD und zwei Stunden später wurde das Auto mit Gepäck beladen und man fuhr weg. Der Vergleich mit dem Aussetzen von Hunden in der Ferienzeit hinkt vielleicht etwas, aber weit entfernt wars nicht. Ansonsten habe ich bisher immer irgendwie eine Telefonnummer herausbekommen, auch mal mit Nachbarschaftshilfe. Selten schlug mir Begeisterung entgegen. Dabei sollte man doch froh sein, wenn alle Laborwerte und die Untersuchungsbefunde normal sind und es dem Angehörigen offensichtlich gut geht, oder?

Variante 2 – aus dem Pflegeheim

Ich will erneut niemandem was unterstellen, aber die Tatsache, dass gehäuft Pflegeheimpatienten mit AZ-Verschlechterung an Freitagen, Samstagen oder kurz vor Feiertagen eingewiesen werden, macht mich stutzig. Wenigstens kriegt man aus dem Pflegeheim einen Überleitungsbogen und hat die Medis und die Diagnosen. Wenigstens kann man den Patienten wieder zurückschicken, wenn man feststellt, da ist nix oder einen Harnwegsinfekt kann man auch ambulant behandeln. Doch auch hier fällt auf, dass die Info an die Pflegeheime häufig mit Wiederwillen der Mitarbeiter dort entgegengenommen wird oder man anfängt wie auf einem Basar zu handeln… „gehts nich auch erst nach xy Uhr?“ „Können sie ihn nicht morgen erst schicken?“ „Können sie ihn nicht dabehalten?“  oder aber dass einem aggressiv gesagt wird „den nehm ich nicht zurück, versuchen sie es morgen nochmal“ – das sind ebenfalls O-Töne. In mir taucht dann immer das Bild eines Trickfilms mit einem wutschnaubenden dampfenden Stier auf, der mit den Hufen scharrt und den Kopf gefährlich senkt.

Was mich auch immer nachdenklich macht, ist die Frage, wie das abläuft, wenn ein RD oder Kassenarzt ins Pflegeheim gerufen wird. Häufig können die Bewohner keine Angaben machen. Man muss sich dann auf die des Personals verlassen, egal wie unpräzise die sind. Ich kann die schon irgendwie verstehen, dass dann eben sowas wie „Az-Verschlechterung“ auf dem Einweisungsschein rauskommt. Aber es ist unheimlich nervig, wenn man dann anfängt nach der Stecknadel im Heuhaufen zu suchen. Häufig ruft man erstmal im Pflegeheim an und lässt sich erklären, was eigentlich war, wenn der Patient es einem nicht sagen kann. Wieso können solche ANgaben nicht auf dem Schein vermerkt werden? Wenn man dann sowas hört wie „hat ein paar mal gehustet“ oder „ist nachts so unruhig“ oder andere Dinge, dann fragt man sich, wieso dieser alte Mensch, der da so friedlich auf der Trage schlummert oder genau das Gegenteil völlig verängstigt nach seiner Tochter ruft, und ansonsten völlig normale Befunde hat, mitten in der Nacht durch die Stadt oder Land gekarrt wird und dem Stress einer Notaufnahme ausgesetzt wird, anstatt ihn friedlich schlummern zu lassen und am nächsten Tag den Hausarzt anzurufen, wenns denn sein muss. Im Übrigen sind Demenzkranke fast alle nachts unruhig, das ist eines der Merkmale der Erkrankung. Aber da ist ein Neurologe gefragt und das auch nicht im Notdienst.

Mir tun da immer die Patienten leid, die hin und hergefahren werden, und den Ablauf der Notaufnahme ertragen müssen und – sofern noch Wahrnehmung der Umgebung erfolgt – trotz ihrer Demenzerkrankung mitbekommen, dass sie zuhause lästig geworden sind. Wenn man darüber nachdenkt, kommen Geschichten raus, die gut verstehen lassen, warum viele Angst vor dem Alter und der Hilfebedüftigkeit haben. Familienpsychologie ist ein kompliziertes Feld… aber wie enttäuscht müssen alte Leute sein, die merken, dass ihre Kinder die Nase voll haben von ihnen, wo sie Hilfe brauchen. Ich will nicht sagen, dass jeder unbedingt ein glänzendes Vorbild war als Eltern oder eine Paradekindheit hatte und ich weiß auch, dass es häufig zu Spannungen in den Familien kommt. Aber wenn man sich verpflichtet, sich um jemanden zu kümmern und ihn zu sich nimmt und das Pflegegeld kassiert, dann hat man verdammt noch mal die Pflicht, sich auch zu kümmern und wenn man merkt, man schafft es nicht, dann muss man halt sagen, es geht nicht und die anderen Wege mit Pflegedienst und Pflegeheim einschlagen. Solche oben beschriebenen Aktionen sind in meinen Augen nicht unbedingt der Würde alter Menschen zuträglich.

Edit vom 16.04.2015: Wer auch immer mich heute als erster auf Facebook erwähnte, ich möchte das nicht, also bitte hört auf, mich dort weiterzuverlinken.





Gewalttätige Patienten

11 08 2008

Es hat bisher noch nie in meinem Medizinerdasein die Situation gegeben, wo ich wirklich das Gefühl hatte, in den nächsten Sekunden eskaliert die Situation und du kriegst sie nicht unter Kontrolle.

Ich habe bereits öfter das zweifelhafte Vergnügen gehabt, mich mit pöbelnden alkoholisierten Patienten abmühen zu müssen. Aber mit der Zeit hat man den Bogen raus – man darf sie nicht drängen, nicht unter Druck setzen, aber muss klare Grenzen ziehen. Zum Beispiel ist es für mich ein Tabu, dass mich so jemand am Arm fasst. Da kann ich als weibliche Person auch mal einen gefährlichen Ton entwickeln und laut werden. Und wenn sie gehen wollen, und können…, dann rufen wir ihnen auch ein Taxi oder lassen sie abholen, manchmal verdünnisieren sie sich auch selbst. Demente Patienten sind die andere Kategorie, wo man sich manchmal in acht nehmen muss, weil sie es nicht toll finden, sich iv-Zugänge legen zu lassen. Da flog mir auch schon so manches mal ein Arm oder Bein entgegen oder das Tablett mit Nadel um die Ohren. Richtig erwischt hats mich mal bei einem geistig behinderten Patienten, da war ich ernsthaft verletzt. Tritte abgefangen habe ich auch schon zwei drei male, zum Glück mit den Armen und nicht dem Bauch oder so. Und zwei mal traf mich ein Arm bzw. ein Bein am Kopf, aber es blieb bei einer schmerzenden Stelle. Nadeln die um mich flogen habe ich nicht gezählt, geschätzt dürften es auch so 4 oder 5 sein bei diesen Situationen.
Manchmal brauchte ich die Hilfe eines Zivis, einer Schwester, PJler oder eines Kollegen, um jemanden festzuhalten, der nicht mehr entscheidungsfähig war, z.B. um einen iv-Zugang zu legen oder jemandem im Delir zu fixieren.

Noch nie ist es mir aber passiert, dass ich wie in amerikanischen Ärzteserien den Sicherheitsdienst rufen musste. Bis neulich. Der Patient war alkoholisiert, bis dahin friedlich wenn auch mit lauter Stimme. Doch von einer Sekunde auf die andere änderte er sein Verhalten. Er wollte gehen, aber anstatt das einfach zu tun (ich hätte ihm auch gerne den Weg gezeigt), fing er an das Personal zu bedrohen, so als würde man ihn aufhalten. Dabei hat ihn keiner aufgehalten. Keiner hat sich ihm in den Weg Richtung Ausgang gestellt, also ihm optisch vermittelt, dass er eingekesselt sei. Der Weg war frei. Es nützte nichts, dass wir versucht haben, ganz ruhig zu bleiben, ihm zu vermitteln, alles ist ok, du hast die Macht über deinen Willen dorthin zu gehen, wo auch immer du hin willst. Wie gesagt, ich habe bisher auch spannungsgeladene Situationen entschärfen können. Aber da waren die Patienten nicht derartig körperlich überlegen und nicht des Wahnsinns fette Beute. Ein sekundenbruchteil langer Blick in sein Gesicht und seine Augen reichte mir, um das erste Mal in meiner Medizinerlaufbahn zu denken „Ok, das wird nichts, das eskaliert, bring dich in Sicherheit.“ Was ich in der nächsten Sekunde auch tat und dabei verfluchte, dass man mit Piepern nicht telefonieren kann. Eine Tür in Sprungweite griff ich zum nächsten Telefon und rief den Sicherheitsdienst. Bloss nicht zu laut das Wort sagen, um die Situation nicht zum Explodieren zu bringen. Für einen Moment überlegte ich beim Sprechen, ob das zu hoch gegriffen sei, gleich die Jungs mit den breiten Schultern zu rufen. Was die nächsten Sekunden folgte, war die brenzligste Situation die ich bisher erlebt habe. Völlig unvermittelt riss sich dieser Irre einen Verband ab, dass das Blut quer durch den Raum spritzte und mehrere Leute einsaute. Intuitiv hatte ich mich bei seinen vorhergehenden Bewegungen hinter einem Raumteiler in Sicherheit gebracht. Dann holte er Sekundenbruchteile später blutüberströmt aus und griff die Leute körperlich an. Hätten die nicht blitzschnell reagiert, hätten wir uns über Hepatitis- und HIV-Prophylaxe Gedanken machen müssen, denn bei solchen weiß man ja nie und Blutproben hatten wir nicht von ihm. Irgendwer schrie „Geh’n Sie!“ und „Raus!“ und zum Glück ließ er von uns ab und trollte sich schwankend und blutend zum Ausgang. Wir blieben zurück im eingesauten „emergency room“ und leider kam ich mir in diesem Moment auch so vor wie irgendwo in der Bronx oder den wilden Vierteln von Chicago. Der Sicherheitsdienst kam dann auch irgendwann…

Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn ich Kinder hätte, wäre das der Moment gewesen, wo ich ernsthaft überlegt hätte, ob ich diesen ganzen Schrott von Diensten und Notaufnahme weiter mitmache. Ich meine, du weißt doch nie, ob du beim nächsten Mal auch so viel Glück hast. Keine hundert Kilometer weiter ist eine Ärztin fast erstochen worden von einem Patienten und dass in einer Beamtenstadt wo die Verbrechensrate unter dem Landesdurchschnitt der Städte liegt. Weiß ich, ob der nicht auch irgendwo was in der Jackentasche hatte? Was wäre gewesen, wenn der Blödmann jemanden verletzt hätte und die Wunde des anderen mit seinem Blut kontaminiert hätte? Wir hätten nichtmal seinen Infektionsstatus gekannt. Was wäre gewesen, wenn er andere, hilflose Patienten angegriffen hätte? Womit hätte man sich da wehren sollen wo der im Vergleich zu uns 40 Kilo mehr und 25 cm größer war? Ihm AHD in die Augen schütten? Mit dem Pieper nach ihm werfen? Unsere Butterflys haben weiß gott nicht die Gefährlichkeit der „Straßen“-Butterflys. Noch nie habe ich mich plötzlich im Krankenhaus so in Gefahr gewähnt und ich muss sagen, ich freue mich, dass ich nicht gedacht habe, sondern nur auf meinen Instinkt gehört, der mir sagte „Danger“. Es sicherte mich einen kontaminationsfreien Dienst, eine Haut ohne Platzwunden und Prellmarken…





Ist es die da nachts um halb drei?

2 08 2008

Doc Blog brachte mich durch einen Beitrag auf das Reizthema „Patienten die sich nachts mit Bagatellen vorstellen, um sich Wartezeit zu ersparen.“ Was könnte ich  mich darüber aufregen… Ist es die da, nachts um halb drei, die dich zum Wahnsinn treibt… ja, die gehören mit dazu.

Zur Erklärung: Es gibt 3 Sorten Patienten in einem 24h-Dienst.

Sorte 1

– die wirklich krankenhausreifen Kranken. Sie kommen zu jeder Tages- und Nachtzeit. Aber das ist auch egal. Da weiß man, wofür man arbeitet. Es fällt einem nicht schwer, einem zyanotischen älteren Herren mit dicken Beinen und dicken Halsvenen, nachts einen iv-Zugang zu legen und Furesis zu spritzen. Da braucht man keine besondere Motivation für. Selbst hoch fiebernde Pflegepatienten mit der x-ten Pneumonie und besorgten Kindern dabei machen einen vielleicht depressiv, weil eh schon genug Waschpatienten da sind und man sowieso keine Betten mehr hat, aber auch da weiß man, dass das nächtliche Aufstehen bzw. wachbleiben einen Sinn macht und man einen Zielauftrag hat (finde raus, was es ist und gib ne anständige Antibiose, damit er bald wieder zur Family nach Hause kann). Ich springe auch, wenn der RD kommt und eine Allergische Reaktion auf unbekannt bringt und jemand mit hochrotem Körper und dicker Zunge auf der Trage liegt. Keine Frage, das gehört in eine Notaufnahme.

Sorte 2

– die leicht Kranken oder gar nicht Kranken mit nur Angst davor schwer krank zu sein. In jeder Notaufnahme tummeln sich Infarktausschlüsse aller Art – Menschen die jemanden in der Familie haben der gerade herzkrank geworden ist, junge Leute die Angst haben vor Herzinfarkten, gestresste Mütter die ihr Herz pochen hören usw. Auch da ist es berechtigt nachzusehen und das schlimmste auszuschließen, auch wenns zuweilen nervt. Die jüngste Infarktpatientin, die ich jemals erlebt habe, war knapp über 20 und wäre fast gestorben. Es gibt also nichts, was es nicht gibt. Aber merke: Die wirklich einen Infarkt haben, werden meist vom Hausarzt geschickt, kommen zu Fuß, mit eigenem PKW oder per ÖPNV, sitzen artig mit ihren Schmerzen im Wartezimmer bis sie dran sind (was auch mal ne ganze Weile… 3 h dauern kann), dann steht auf dem EW-Schein etwas wie „V.a. Pneumonie“ oder „V.a. Schulter-Arm-Syndrom“ und wenn man sie dann befragt und untersucht (und später das Labor und EKG sieht), dann kriegt man große Augen und es muss alles sehr schnell gehen.  Also wie gesagt: LE oder aMI ausschließen ist ok auch wenns nervt.

Sorte 3

– die mit einfachen Dingen, die der Hausarzt behandeln kann und / oder die nachts kommen, weil dann die Wartezeit kurz ist. Diese Leute machen mich wahnsinnig und aggressiv. Meistens gehören sie den Baujahren zwischen 1975 und 1990 an. Gerade die Leute unter 25 haben so gut wie keine Kenntnisse über Hausmittel, über ich sag mal „das was normal ist“ oder über höfliches Verhalten. Beispiele:

1. Schnupfen seit 2 Tagen, die Nase ist zu, man kann nicht schlafen. Also geht man in die Krankenhaus-Notaufnahme so gegen Mitternacht. Folgende Antworten kamen: „Beim Hausarzt hätts so lange gedauert“ „So kann mir gleich was aus der Apotheke holen heute nacht“ (Häää? Und was war an den zwei Tagen vorher? Waren Apotheken da noch nicht erfunden?) „Ich brauch nen Krankenschein.“ „Wie, sie dürfen keine Krankenscheine ausstellen? Wieso schreiben Sie das nicht vorne dran? Dann hätte ich mir die 10 Euro auch sparen können! Dann will ich mein Geld wieder haben. Ich krieg ja nichtmal ein Rezept von ihnen!“

2. 30 Grad, blauer Himmel, Supersonnensommerwetter. Tagsüber grillen am Strand oder Badesee. Abends nach dem Grillen feststellen, die Schultern schlagen Blasen und tun weh. Also geht man in die Notaufnahme, aber erst nach Mitternacht. Antworten: „Wieso dauert das denn solang hier bei Ihnen, ich warte schon ne halbe Stunde.“ – „Wir hatten einen Schockraumpatienten, der ist doch an Ihnen vorbeigefahren, haben Sie doch gesehen.“ – „Eh echt, muss man sich hier mit nem Rettungswagen herfahren lassen, damit man nich im Wartezimmer verhungert?“. „Ich dachte, wenn man Sonnencreme nimmt, dann reicht das den Tag lang.“ „Können Sie mir nicht irgendwas spritzen, damit das weggeht?“ „Ich brauch aber ein starkes Schmerzmittel, ich bin sehr empfindlich.“ „Krieg ich kein Rezept oder sowas?“ „War das jetzt alles, das sie mir sagen, viel trinken, Quark und kalte Umschläge drauftun und Paracetamol nehmen? Dafür hab ich jetzt 10 Euro gezahlt?“ Ja, und für den Hinweis morgen zum Hausarzt zu gehen, falls es schlimmer wird und sich gefälligst an die Empfehlungen auf der Sonnencremepackung zu halten und nach Ablauf der Eigenschutz+LSF-ZEit ein T-Shirt anzuziehen.

3. Jung, grad um die zwanzig, bauchfrei sowohl T-Shirt als auch Jacke kommt mit Brennen beim Wasserlassen und dauerndem Harndrang. Seit dem Morgen. Jetzt ist es schon weit nach Mitternacht. Hausarzt? – ich hab keinen. Tagsüber zum Arzt – ging nicht weil Schule / Arbeit / Konzertkarten / äh, wie man kann auch tagsüber zum Arzt gehen? Was gibts da für 10 Euro? Nen U-Status, ein paar Ratschläge  – viel trinken, warm halten, mal was ordentliches anziehen, wo man nicht die halbe Welt südlich des Bauchnabels sieht, und eine Tbl. Cipro plus die Anweisung einige Stunden später zum Hausarzt zu gehen bzw. sich einen zu suchen und ein Rezept für selbiges Antibiotikum zu holen. Rezepte gibts nicht im Krankenhaus. Und beim nächsten mal gleich zum Hausarzt oder halt zum KÄND. Also das was Mutti auch gesagt hätte, wenn man sie mal gefragt hätte… wozu haben die alle Handy?

4. „Ich kann nicht schlucken. Seit gestern. Es tut weh. Und das Penicillin was ich seit heute nehme hat auch noch nicht geholfen. Ich will ein anderes Antibiotikum.“ – „Haben Sie es mal mit Paracetamol oder Novalgin versucht?“ – „Hä?“ – „Na gegen die Schmerzen ein Schmerzmittel nehmen.“ – „Auf’m Rezept stand nur Penicillin.“ Wieso fragt der dann nicht noch mal nach? Das tut man doch, wenn man wegen Schmerzen zum Arzt geht. Ich bin mir sicher, dass der Hausarzt ein Schmerzmittel empfohlen hat. Das machen sie alle. Aber man muss es selbst kaufen. Millionen Deutsche konsumieren Schmerzmittel in rauen Mengen. Ich treffe auf den einen, der es nicht tut… Mitten in der Nacht wohlgemerkt. Es bleibt mir nichts anderes übrig als Apotheken-Umschau oder Gesundheitsbeilage der Regionalpostille zu spielen und  über die Wirkungsweise von Antibiotika und Schmerzmitteln aufklären – eins gegen Bakterien, eins gegen den Schmerz. Zwischendurch muss ich allerdings noch zwei zyanotische Patienten vom RD übernehmen, was den jungen Herrn fast irre macht. Damit er mir nicht anfängt rumzuschreien kriegt er ne Paracetamol eingeholfen und einen großen Zettel auf dem Paracetamol steht und mit dem er 4 Stunden später zur Apotheke gehen soll um sich ne Packung zu holen. Achso und den Hinweis, dass er das Penicillin auch weiternehmen muss. Man weiß ja nie, manche Dinge scheinen sich doch nicht von alleine zu erklären.

5. Der Pickel. Nach dem Duschen bemerkte man auf exponierter Stelle (jedenfalls wenn man so einen riesigen Ausschnitt hat) einen roten Punkt, der sich offensichtlich daran machte, ein echter Pickel werden zu wollen. Was tut man da? Falsch, keinen Abdeckstift oder sowas. Man geht in die Notaufnahme so gegen halb eins. „Nee, also bis morgen früh der Hausarzt aufmacht wollte ich nicht warten. Da muss ich dann auch immer so lange warten, nur um mir sagen zu lassen, das ist nichts. Hier gehts schneller.“ Aufklärung, dass wir ein KRANKENHAUS sind und keine Ambulanz, dass die Notaufnahme da ist um die Patienten für die Stationen aufzunehmen und nicht nachts ein billiger und schneller Hausarztersatz zu sein. Das folgende Zucken der Schultern ließ meinen Blutdruck gefährlich steigen. Der Busen wird aufreizend nach vorne gestreckt, der BH lasziv entfernt. Unser RD-Praktikant kriegt rote Ohren und verschwindet schnell.  „Is denn kein zweiter Doktor da, der auch noch mal gucken kann zur Sicherheit?“ Enttäuschung, dass ich weiblich bin oder was schwingt da jetzt im Dialog mit rüber? Mich beeindruckt Cup C mit PushUp nicht im Geringsten. Schon gar nicht, wenn es zwei Etagen drüber so hohl klingt. Ich kann auch noch unseren Chirurgen holen, aber der steht auf Jungs. 🙂  Falscher Abend um mit weiblichen Reizen Doktoren beeindrucken zu wollen… Nach langer Suche finde ich dann auch den roten Punkt. Wie niedlich, so klein und will schon ein Pickel werden. Ausführliche Aufklärung, dass aus Pickeln und auch solchen, die gerade noch erst ein richtiger Pickel werden wollen, nur äußerst selten Blutvergiftungen werden, außer man drückt wild darauf herum. Sie soll beobachten und wenns schlimm wird zum Hausarzt und Hautarzt gehen. Sorry, liebe Kollegen, aber irgendwer wird als Mann mal auf den Busen gucken müssen, damit die liebe Seele ruh hat…

Was einen aber auf die Palme treibt sind Thromboseausschlüsse… Wieso geht das nicht, dass man erstmal zum Hausarzt geht, sich das Bein wickeln lässt und ein NIMH spritzen. Und am nächsten Tag, wenn der Hausarzt das D-Dimer hat, ggf. die Überweisung zum Angiologen oder Duplexkundigen Facharzt erfolgt? Und wieso wartet man mit schmerzenden Beinen aller Art immer bis abends 19.00 oder 20.00 Uhr? Weil man da vom KÄND automatisch den Transportschein kriegt egal wie jung man ist? In jedem Dienst könnte man eine Schwester alleine damit beschäftigen, nur D-Dimere abzunehmen und Beinumfänge zu messen. 90% sind unauffällig. Bei den 10% der auffälligen findet sich eine Thrombose nur in wenigen Fällen… i.d.R. sind es Zerrungen, Prellungen, Überlastungen, Angstzustände (ich bin geflogen, habe ich jetzt eine Thrombose, weil mein Sockengummi zu sehen ist in der Haut?), mal ne Bakerzyste die geplatzt ist.

Ja, und wenn man sich das alles so anguckt und erlebt und dann auf der anderen Seite sieht, wie sehr Gesundheitspostillen boomen und auch das Internet überfrachtet ist mit Ratgebern und Hausmitteltipps, dann fragt man sich, wieso manche Leute eigentlich nix, aber auch gar nix über so banale Dinge wie einen Sonnenbrand wissen. Dem Trend, aufgrund der geringen Wartezeiten mitten in der Nacht Ärzte im 24 (oder mehr) Stunden Dienst um ein paar Minuten Schlaf zu bringen, kann man aber begegnen… Triage eben, das wichtigste / die kränkesten zuerst…





Medizinlexikon – Das CorsaKauf-Syndrom

3 06 2008

Das CorsaKauf-Syndrom ist eine noch junge Krankheit, deren Erstbeschreibern es bisher noch nicht gelang, es in einschlägigen Journals zu publizieren.

Gehäuft tritt das CorsaKauf-Syndrom in der Generation der über 70 Jährigen auf. Hier betrifft es vor allem Männer, vornehmlich welche, die Hut tragen und aufgrund einer zunehmenden Sehschwäche starke Brillengläser benötigen. Die betroffenen Patienten sind dann vor allem im morgendlichen Berufsverkehr unterwegs, jedoch ohne erkennbare Notwendigkeit um diese frühe Uhrzeit irgendwo hin zu müssen. In der Regel fahren sie mit Geschwindigkeiten, die 20 kmh unter der erlaubten Höchstgeschwindigkeit liegen. Auf sanfte Hinweise anderer Verkehrsteilnehmer erfolgt keine adäquate Reaktion.

Häufig tritt gerade an großen Kreuzungen, Abzweigen und Autobahnkreuzen aufgrund der Reizüberflutung eine Desorientiertheit ein. Paradoxe Handlungen sind gehäuft die Folge, z.B. in der Geradeausspur warten, weil man links abbiegen will, aber sich nicht eingeordnet hat.  Parallelen zum Korsakow-Syndrom lassen sich in der verzerrten Wahrnehmung der Realität ziehen. So wird die eigentliche Geschwindigkeit als „mindestens 10 über erlaubt“ wahrgenommen, objektiv jedoch wie o.g. 20 kmh unter der erlaubten Höchstgeschwindigkeit. Ähnliches lässt sich beim Einparken beobachten, so dass häufig 2 Lücken benötigt werden, wobei der Trennstreifen als Markierung für „genau in die Mitte zwischen die zwei Reifen“ genutzt wird. 

Patienten haben zum Teil Erinnerungslücken und füllen sie durch weiter entfernt zurückliegende Erinnerungen aus dem Langzeitgedächtnis oder wahrgenommenen Informationen ohne eigentlichen Zusammenhang zur Situation aus. Dies führt häufig zu Dysharmonien mit dem Partner und Meinungsverschiedenheiten. Bsp: „Nein, ich bin an der letzten Kreuzung rechts abgebogen, da war doch der Minimal mit dem HB-Männchen davor. Und jetzt halt endlich den Mund, ich fahre immer und das schon seit über 50 Jahren.“

Rettungsdienstkräfte berichten über ein weiteres Symptom. So ist zu verzeichnen, dass gehäuft auch Patienten mit CorsaKauf-Syndrom in Situationen eines herannahenden RTWs zu ungewöhnlichen Reaktionen wie plötzlichem Bremsen, langsamen Weiterfahren ohne die Spur zu räumen oder schlichtweg Ignoranz des Licht-und Tonspiels des Einsatzfahrzeugs neigen. Die Gründe hierfür sind Forschungsgegenstand einer weiteren Gruppe aus dem Kreis der Erstbeschreiber. Ergebnisse werden aber erst in den nächsten Jahren erwartet.

Ein indirektes Zeichen für ein CorsaKauf-Syndrom ist der Wackeldackel auf der Hutablage, alternativ ein gehäkeltes Kissen. Hierauf sollte sich der diagnostizierende Arzt aber nicht verlassen.

Therapeutische Optionen lassen auch die Erstbeschreiber vermissen. Sie raten lediglich zu einem vorsichtigen Umgang und Vermeiden eines direkten Kontaktes im Straßenverkehr.

Die Erstbeschreiber möchten durch eine geplante Kampagne zur Rehabilitation der Betroffenen beitragen. Es sollte nicht mehr länger einfach nur von „Opa mit Hut und Opel Corsa“ gesprochen werden sondern die Krankheit CorsaKauf-Syndrom auch als solche anerkannt werden.

🙂





Etwas neu macht der Mai

10 05 2008

So, Assistenzarzt hats endlich geschafft und die Alkoholintox-Gedächtnis-Liste etwas aufgehübscht und überarbeitet. Herausgekommen ist die Glasses of Alcohol Coma Scale (ein kleines Wortspiel 😉 für die RDler). Dem ganzen wurde eine komplette Seite in diesem Blog eingerichtet… siehe oben gleich neben den Chirurgenwitzen…





Die Alkoholintox-Gedächtnis-Liste

11 01 2008

So, ich hatte dann mal wieder die Faxen dicke, nachdem Mr. C2 um 3.30 Uhr lallend ins Waschbecken der Notaufnahme pinkelte. Es is mir auch nicht so ganz klar, warum die Ehefrau den KV-Dienst rief, wo sie das Phänomen „saufen bis man nicht mehr sprechen kann“ bereits kannte und er ständig unter Stoff stehen muss, weils ohne nicht mehr geht. Doch eigentlich ist es mir klar: sowas neben sich im Bett liegen zu haben, nein, das muss man echt nicht haben. Ja, da lag Mr. C2 dann auf der Trage, Gitter hoch, Ente (ich meine die Pinkelente) im Arm, in ruhigen Atemzügen schlafend, als Assistenzarzt wenigstens 3 Worte mit ihm wechseln musste. Fazit: Ansprechbar, antwortet, hat vor lauter Sorgen gesoffen, aber die sind gute Schwimmer und ließen sich nicht im Schnaps ertränken (er versuchts trotzdem jeden Tag), wollte schlafen, kardiopulmonal stabil, stinkt. Also lassen wir Mr. C2 schlafend stinken mit der Drohung ihn auf die nächste Parkbank zu verfrachten falls er nochmal die Sanitärkeramik zweckentfremdet. Eine Stunde später wollte er lallend und schlaftrunken Distraneurin haben. Gibbet nich bei 2,9 Promille und schlafen, aber ich kann gerne die Ehefrau anrufen zum abholen und zuhause weiterschlafen / – saufen? Nö, die Olle will er jez nich sehn.

Zu Ehren aller Mr.C2 dieser Welt – sponsored by Anheuser Busch, Becks und all den anderen cervisierenden Herstellern sowie den meisternden Jägern, Feiglingen, Kornen, Klaren und anderen spirituellen Geisterproduzenten – schlage ich vor, eine Alkoholintox-Gedächtnis-Liste zu beginnen, weil ich weiß, dass in etlichen Rettungswachen bereits eine Top-Scorer-Liste geführt wird. Maßgebend sind hier aber nicht nur die schnöden Zahlen sondern auch „Begleitumstände“.

Waschbeckenpinkeln plus 10 Zusatzpunkte,

aus der Blumenvase trinken 15 Zusatzpunkte,

alles vollkotzen macht 10 Punkte Abzug,

das Desinfektionsmittel aus dem Spender trinken wollen plus 5 Punkte,

rumheulen über den Weltschmerz minus 5 Punkte,

stinken nach Katzenpipi minus 10 Punkte,

stinken nach Katzenpipi und Kamelpups minus 20 Punkte,

das Personal um „nen kleinen Schnäppi“ anbetteln plus 10 Punkte,

unter 20 Jahren sein plus 10 Punkte,

sich von Mutti abholen lassen müssen plus 20 Punkte,

sich anschließend über die nasse Hose zwischen den Beinen beschweren minus 5 Punkte,

auf dem Flur an bestimmten Dingen südlich des Bauchnabels manipulieren minus 10 Punkte,

ständig dem Pfleger auf den Hintern langen wollen plus 10 Punkte,

staunend erkennen dass es gar keine Schwester ist plus 20 Punkte…

Somit hätten wir bei Mr. C2 des Tages 2,9 Promille plus 10 Zusatzpunkte. Durchschnitt würde ich sagen.

.

14.01.08 – Ergänzung der Liste:

das Personal permanent versuchen anzufassen minus 5 Punkte,

das Personal konsequent duzen und mit Kumpel anreden plus 5 Punkte,

den Sicherheitsmann mit Boxeinlagen beglücken minus 10 Punkte,

überall leicht wankend umherlaufen und zu jedem sagen „Eh duhu, komma heher“ plus 5 Punkte

sich über jede Anweisung des Personals hinwegsetzen minus 15 Punkte

in den Aufenthaltsraum des Personals gehen minus 20 Punkte

auf Anregung von Hypnosekröte:

sich im Untersuchungszimmer eine Kippe anstecken minus 5 Punkte

sich im Untersuchungszimmer einen Joint anstecken minus 15 Punkte

Aufgrund zahlreicher weiterer Vorschläge von rettungsblogger.de und Hypnosekröte und eigener Erfahrungen erfolgt am 17.01.08 eine erneute Erweiterung der Liste:

mit offenen Verletzungen durch die Notaufnahme toben und alles vollbluten minus 20 Punkte

an den Reanimationswagen pinkeln minus 20 Punkte

IN den Reanimationswagen pinkeln minus 50 Punkte (und eine Defi-Entladung gratis)

dem PJ einen Underberg anbieten plus 1 Punkt

der Schwester einen Underberg anbieten plus 5 Punkte

dem Arzt / Ärztin einen Underberg anbieten plus 10 Punkte

dem zufällig reinschauenden Chefarzt einen Underberg anbieten plus 30 Punkte

die Welt jeden Tag neu entdecken, negatives einfach vergessen und Sympathien neu erobern dank Korsakow-Syndrom plus 20 Punkte

für die Entgiftung die exakt notwendige Dosis des Distraneurins vorhersagen plus 15 Punkte

den Pfleger anbetteln „och Süßer gib mir doch nen Kuss oder magst du mich nicht“ minus 10 Punkte

Gemeinschaftssinn entwickeln und zuhause nicht alleine saufen dank gleichgeartetem Lebenspartner plus 5 Punkte

sich vom Lebenspartner mit Nachschub versorgen lassen im Krankenhaus (spart Distraneurin, Halo und Haemiton) plus 15 Punkte

die leeren Piccolo-Flaschen im Treppenhaus stehen lassen minus 5 Punkte

Alkoholabusus in der Schwangerschaft minus 50 Punkte

stinken nach Aschenbecher und Köhlerhof minus 5 Punkte

stinken nach saurem Mageninhalt minus 30 Punkte

im Krankenhaus im Doppelzimmer auf der / dem C2-abhängigen Lebensgefährten/in liegen und Tätigkeiten zur Arterhaltung nachgehen minus 20 Punkte

nichtmal aufhören wenn das Personal reinkommt minus 30 Punkte

den Arzt warnen, dass im Entzug stets epileptische Anfälle auftreten plus 10 Punkte

den Leitsatz „Bier ist kein Alkohol“ zur Beantwortung der Frage „Sie haben also sehr viel Alkohol getrunken heute abend?“ wählen plus 2 Punkte

ein T-Shirt mit der Aufschrift „Bier formte diesen Körper“ tragen plus 20 Punkte