Woran erkenne ich, ob ich einen Zivi vor mir habe?

7 12 2007

Ich glaube,  so allmählich wird es doch eine Ratgeber-Serie. Nun ja… Manche Dinge kommen halt einfach und setzen sich in der Tastatur fest und wollen dann einfach auf den Bildschirm, nicht?

Die folgende Frage ist eminent wichtig, vor allem für diejenigen, die das erste Mal ins Krankenhaus kommen. Es gibt Stations-, Transport- und Haustechnik-Zivis.  Letztere habens glaub ich am besten…
Woran erkenne ich, ob ich einen Zivi vor mir habe?

1. Die Frisur verhängt eines seiner Augen und lässt sich wie eine Gardine hin und herziehen.

2. Um den Hals trägt er ein Lederbändchen mit einem silbernen Anhänger.

3. Er wird rot, wenn er die Schwesternschülerinnen anguckt.

4. Er zwingt mich in einen Rollstuhl und vergisst die Trittbretter runterzumachen. Das Bauchmuskeltraining durch das „Sie müssen die Beine hochhalten sonst kann ich nicht schieben“ kann durch keine Physiotherapie ersetzt werden.

5. Die Schwestern schreien über den ganzen Flur seinen Namen, ergänzt durch den Satz „Wo steckt der Blödmann denn nun schon wieder?“

6. Er hört beim Transport stundenlang den alten Herren zu wie sie von früher erzählen und nickt dabei. iPod-Kabel kann man ganz unauffällig plazieren, wenn man längere Haare hat.

7. Er ist der einzige vom ganzen Stationspersonal, der noch menschliche Züge hat. Die anderen Zombies sind emotional schon zu sehr von den Patienten distanziert und kümmern sich um so und soviel Patienten, nicht um Herrn X, Frau Y und Herrn Z.

8. Nach 3 Monaten beginnt der kleine auch den Morgengruß zu sprechen.

9. Die Omis würden ihn am liebsten alle knuddeln, weil er so süß ist, wie ihr Enkelsohn.

10. Keiner fährt heimlich so schön illegale Betten- und Rollstuhlrennen… 🙂





Woran erkenne ich, ob der Arzt vor mir mich nicht leiden kann?

4 12 2007

Tja, ob das eine Ratgeberserie wird, weiß ich noch nicht. Das mit dem Interaktiv-Teil hat ja beim Thema Übermüdung ganz gut geklappt. Es ist unglaublich, wieviel Poesie in Ärzten steckt. Kompliment. Daher geht wieder an all die frustrierten und gestressten Kämpfer da draußen in den Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungswachen und Praxen die Aufforderung: Gebt Euren Senf dazu.

Die genannte Frage stellen sich sicher wenige Patienten. Ärzte mögen nach landläufiger Meinung alle Menschen. Tun sie aber in Wirklichkeit nicht. Laut Psychologen darf auch ein helfender Mensch andere Menschen nicht mögen. Nur er darfs nach außen nicht zeigen. Machen die meisten aufgrund des Respekts vor dem Gegenüber auch nicht. Naja, oder ganz versteckt auf der nonverbalen Ebene. Aber vielleicht liegt darin einer der Gründe, warum soviele verschrobene Typen unter den Ärzten sind. Bitte nicht falsch verstehen: Geholfen wird jedem lege artis, aber das mit der Sympathie ist eben rein menschlich.

Woran erkenne ich, ob der Arzt vor mir mich nicht leiden kann?

1. Ich komme um zwei Uhr nachts dank meiner Prä-prä-Wechseljahres-Lebenskrise im Alter von 42 im bauchfreien Top und mit einer ebenso kurzen Jacke bei 4 Grad Außentemperatur in die Notaufnahme, weil ich seit 2 Stunden immerzu pullern muss und es dabei brennt. Nachdem ich die Anmeldekraft mindestens zweimal beleidigt habe, beschwere ich mich anschließend bei der Schwester und dem Arzt darüber, dass ich 30 Minuten warten musste, weil der Rettungswagen mit einem schwer keuchenden Opa vor mir abgefertigt wurde.

2. Ich komme mit Halskratzen und laufender Nase mitten in der Nacht in die Notaufnahme. Der Arzt untersucht mich sorgfältig und gründlich und sehr ausführlich. Der erste der das in meinem 28-jährigen Dasein jemals tat. Sogar eine rektale Untersuchung gehört dazu.

3. Während der Arzt meine Anamnesedaten aufschreibt höre ich permanent so ein seltsames Knirschen, als wenn zwei Steine aufeinander reiben. Die Mm. masseter wölben sich bei meinem Gegenüber.

4. Medikamente, die ich bisher nur in 5 ml Spritzen kannte, werden grundsätzlich in 20ml-Spritzen aufgezogen.

5. Ich lerne den Psychologen kennen, der bei mir mehrfach einen lustigen Test mit Fragen macht und nach einem Auto benannt wurde: MINI mental status test. Seit wann können Autos denken?

6. Es nehmen keine PJler Blut bei mir ab, sondern grundsätzlich ein Oberarzt. Ich weiß gar nicht, warum der so nervös ist. Die Klinik muss dabei sein, ein neues Produkt einzuführen, er weiß noch gar nicht, wie was zusammengehört von den Kanülen und Röhrchen.

7. Man legt bei mir grundsätzlich weiße und orange i.v.-Zugänge.

8. Der Arzt vor mir hat ein Lächeln wie Florian Silbereisen auf einem Nagelbrett.

9. Der PJler nimmt bei der Reflexprüfung einen Hammer vom Baumarkt.





Woran erkenne ich, ob der Arzt vor mir übermüdet ist?

30 11 2007

… Vielleicht ist das hier der Beginn einer neuen Ratgeberserie. Interaktiv versteht sich… total. Ihr da draußen an den Monitoren in den Arztzimmern, ITSen und Rettungswachen, gebt euren Senf dazu. Oder von mir aus auch Ketchup und Majo. Im Sinne der Patienten, für die dieser Ratgeberentwurf ist.

Woran erkenne ich, ob der Arzt / Ärztin vor mir übermüdet ist?

1. Der Spalt zwischen Ober- und Unterlid beträgt weniger als 5 mm.

2. Die konjunktivalen Injektionen sind so dicht, dass sie wie ein Hyposphagma aussehen.

3. Der Bettnachbar mit einem akuten Alkoholentzugssyndrom hat eine ruhigere Hand als der, der grad Blut an Ihrem Arm abnimmt.

4. Das schlurfende Gangbild des Menschen, der grad Visite macht, ist identisch mit dem seines 95jährigen Patienten.

5. Im Herzultraschallbefund, den Sie in die Hand gedrückt bekommen, ist von einer „Erektionsfraktur“ die Rede. „Woher weiß der das, so weit unten war der doch gar nicht…?“

 6. Auf dem Visitenwagen liegt an strategisch günstiger Position ein Kopfkissen.

7. Die Schwester schiebt den Arzt in der Visite von Bett zu Bett und sagt dauernd „Sie meinten doch sicher… Herr Doktor?“

8. Der Arzt bildet in den 3 Minuten Visitengespräch aus Ihrem Vor- und Nachnamen mindestens 5 neue Kombinationen.

9. Der Arzt fragt die Schwester 3 mal nach dem aktuellen Datum und dem Wochentag. Dann geht er zum nächsten Patienten und fragt genau das gleiche.

10. Der Arzt hat mehr Kaffeeflecken auf seinem Shirt als der Demenzkranke vor ihm auf der Bettdecke.

11. Der Arzt schläft auf dem Parkplatz dem Fahrersitz seines Autos ein und wird Stunden später vom Pförtner mit offen stehender Autotür und Lenkradabdruck auf der Stirn gefunden.

Wem deucht, hier sei Sarkasmus im Spiel
der weiß über Ärzte viel.
Doch dass Ärzte schlafen müssen,
scheint landauf landab keiner zu wissen.

Wie sonst ließe sich erklären,
dass sich Chefs und Patienten beschweren,
dass die faulen dummen Assis in weiß
finden Dienste gar nicht heiß
und dass diese/r weiße Frau oder Mann
nach 26 Stunden nicht mehr kann.

„Sind das denn alles nur noch Memmen
die keine drei Tage am Stück mehr arbeiten können?
Früher, ja da waren Ärzte Helden,
Euch faulen Säcke heute müsste man alle melden.“

Ja, wo denn frag ich mich und grübel
MB, Anwalt, Arbeitsgericht – das wär nicht übel. 
EU und Amt für Arbeitsschutz
sind die denn nicht auch zu was nutz?

Doch da les ich, man hat es schon versucht,
MB und Anwälte gebucht,
am Ende stand des Richters Wort
aber es wehte irgendwann hinfort.

Was ist die Moral von der Geschicht?
Als Arzt versuch dich besser nicht.





Ein Gespräch…

26 11 2007

„Und? Haben Sie ein schönes Wochenende gehabt?“

„Ja.“

„Hatten Sie Dienst?“

„Nein, dieses Wochenende nicht.“

„Haben Sie denn überhaupt was mit sich anzufangen gewußt?“ (Und das war kein Sarkasmus gewesen, der da mitschwang… So, what’s that?)

„Ja, es hat sich schon was gefunden.“ (Ratlosigkeit in meinem Inneren. Wie hab ich das jetzt zu werten? Was antwortet man auf so eine Frage?)





Wie man sich für eine Fachrichtung entscheidet

15 11 2007

Aus dem aktuellen Newsletter „Via medici online Newsletter 23/07“

„…wie planen Sie Ihren ärztlichen Berufsweg? Wenn die Chemie mit den Kollegen oder den Vorgesetzten im PJ stimmt, reicht das aus für Ihre Entscheidung, wo Sie als Assistenzärztin oder -arzt anfangen möchten?“

Meine klare Antwort: JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA. Wenn das hinhaut, dann hat man viel gewonnen. Man weiß, wie es langläuft, man kennt die Befindlichkeiten so halbwegs, weiß wie lange die Assistenten abends bleiben müssen, wie es mit den Weiterbildungen, der Rotation und der Ausbildung klappt… Man ist quasi ein Insider und kennt Informationen, die man woanders nicht hat, wenn man sich an einer anderen Klinik bewirbt. Da wird einem sowieso nur die rosarote Brille aufgesetzt wenn man rumgeführt wird und einem Dinge erzählt, die sich später als utopisch herausstellen.

„Dr. Parwis Fotuhi, Internist und Leiter der Helios-Akademie warnt davor: „Bleiben Sie nicht am ersten netten Oberarzt hängen, der Sie einigermaßen normal behandelt!“, sagte er auf dem Kongress „Perspektiven und Karriere“ des deutschen Ärzteverlags. Sich auf eine Facharztrichtung festzulegen, sei eine Lebensentscheidung.“

Sagen wir es mal so. Ich bin bei meiner Entscheidung für eine Fachrichtung maßgeblich von Kollegen beeinflusst worden (die das aber nicht wußten), die ich in den Famulaturen, im Nebenjob und im Rahmen meiner immer noch unvollendeten Dissertation kennengelernt habe.  Ich bin an dem ersten netten Oberarzt nicht hängengeblieben, nein, er hat mich nur ein paar mal zusammengeniest und mir gezeigt, wie man eine Leber richtig tastet und war anschließend sichtlich stolz, als ich es richtig machte. Ich bin auch nicht an dem ersten netten Stationsarzt hängen geblieben, der mir erklärt hat, wie ich 1. und 2. Herzton voneinander unterscheide (er schickt mir aber auch nach all der Zeit noch Postkarten aus dem Ausland, wo er inzwischen hin ausgewandert ist…). Es hat mich aber geprägt. Die Akribie, mit der einige der von mir geschätzten Kollegen mich ausbildeten, als ich ein unbekannter Student war, ihre Kollegialität und ihr Respekt vor mir etwas später als kleine unbedeutende AIPlerin und ihre Auffassung zum Beruf und zur Ausbildung haben mich maßgeblich beeinflusst. Ja, ich habe mich bemüht in selbiger Klinik anzufangen, als ich mit dem Studium fertig war und habe dort auch eine Weile gearbeitet. Ich hatte zwar Pech mit der Station, auf der ich die Hälfte der Zeit war, aber die Rotationen und die Dienste (ich hätte nie gedacht, dass ich sowas mal sagen würde…) haben mir eine fachliche Grundlage gegeben, von der ich heute noch zehre, wo ich in der Regel auf mich allein gestellt bin, obwohl ich erst mitten in der FA-Ausbildung bin. Mit Sicherheit bleibe ich nicht an den Leuten hängen, die mich – ich betrachte es als nicht-normal – als Laufburschen, Fußabtreter, Röntgentütenträger oder Aktenkopierer benutzen oder mir permanent auf die Region 10-20 cm unterhalb meines Kinns starren während sie mit mir reden.

Lebensentscheidung… wer erzählt denn solchen Quatsch. Man fängt an einen Facharzt zu machen, stellt evtl. fest, es liegt einem doch nicht und wechselt. Das geht vielen so. Aber es werden auch Zeiten aus anderen Fachrichtungen anerkannt. Ehrlich gesagt, werden aus den Leuten, die auch mal ein paar Monate in einer anderen Fachrichtung waren, manchmal die besseren Ärzte, oft sogar. Warum? Sie können über den eigenen Tellerrand schauen, etwas das reine Subspezialisierungs-Ärzte vergessen haben. Manchmal klappt es auch nicht mit den Stellen und man muss mal woanders was machen. Man kann auch Töpfer werden, Künstler, Filmregisseur, Journalist, LKW-Fahrer (siehe Stern-TV)… Es gibt auch Kollegen, die einen zweiten Facharzt machen. Nach dem Chirurgen den Urologen oder umgekehrt, nach dem Radiologen den Internisten oder nach dem Psychiater den Radiologen oder nach dem Internisten den Labormediziner. Alles Beispiele von Leuten, die in meinem größeren beruflichen Umfeld leben und keine Freaks oder Verrückte sind, sondern vermutlich die besseren Ärzte.

Die Wahl einer Facharztrichtung ist KEINE Lebensentscheidung. Wer so einen Blödsinn erzählt, verfolgt damit Interessen, die er nicht offen zur Schau stellt. Warum muss man für einen großen Klinikkonzern arbeiten und gleichzeitig den Leuten was zur Entscheidung über den beruflichen Werdegang erzählen? Vielleicht weil selbiger Klinikkonzern permanent offene Stellen hat? Hmmm… ein Schelm wer böses dabei denkt?

Man, Via medici, wie könnt ihr nur solchen Quatsch zitieren? Das ist doch nicht euer Niveau.





Die Karawane zieht

14 11 2007

Es ist mal wieder Mittwoch und überall im Land ziehen die weißen Karawanen über die Stationen. So auch heute. Nachdem ich letzte Woche erleben durfte, wie es sich anfühlt, als Lügner bezeichnet zu werden…

Zitat aus meinem Kommentar bei medbrain2001 http://medbrain2001.wordpress.com/2007/10/28/eine-chefvisite-der-anderen-art/#comment-1533 :

„Jetzt werde ich vor der kompletten Visite und den Patienten, manchmal auch dem entsprechenden Ehepartner dabei, mit “Das glauben Sie doch wohl selbst nicht!”, “Also wirklich, Sie lügen mich an, der Patient kann gar nicht mehr sprechen, er war immer so.”, “Sie wollen mir doch nicht erzählen, dass er gestern auf Ihre Fragen antworten konnte. Das ist eine Lüge, was Sie mir hier anbieten. Er ist somnolent bis komatös und das war er gestern auch, ich habe schließlich den Einweisungsschein ausgestellt in meiner Ambulanz.” runtergeputzt. Meine Antworten “Dann habe ich wohl halluziniert gestern.” und “Da haben wir wohl zwei verschiedene Patienten vor uns gehabt.” sind mehr Trotz aus der Hilflosigkeit heraus. Er sagte nix mehr, aber ich hatte ihn wegen nächtlicher Unruhe mit einem Neuroleptikum zugedröhnt, was überhing. Doch zuvor konnte er mir auf meine Fragen antworten. Einen Tag später sprach der Patient wieder mit uns, aber zum Glück war da eine oberärztliche Kraft anwesend, die gemeinsam mit mir halluzinierte, aber nicht das Kreuz hatte, das auf der obersten Ebene klarzustellen.“

… durfte ich heute erfahren, wie es sich anfühlt, die bestbezahlte „Laufkraft“ der Klinik zu sein. Heute kriegte ich  (zweigeteilte Chefvisite, jeder Kollege hat einen Part) erstmals nach 5 Monaten zu hören „Es besteht Anwesenheitspflicht während der gesamten Visite.“ – was bisher keinen meiner Kollegen sonderlich interessiert hat und von keinem praktiziert wurde. Und danach durfte ich dann in dem durch meinen Kollegen verantworteten Part einen Befund seiner Patientin suchen. Ok, nichts schlimmes soweit. Aber es stellte sich raus, dass dort in der entsprechenden Funktionsabteilung über ca 1 Stunde keiner ans Telefon ging (5minütliches Probieren). Ich habe gesucht, telefoniert, rumgefragt und „nebenbei“ andere völlig unwichtige Dinge tun müssen, weil die Zeit drängte und die Luft brannte (jedenfalls in den Augen der anderen völlig nebensächlichen Patienten und Angehörigen) – Arztbriefe diktieren, Entlassungen vorbereiten, neue Patienten ansehen, Totenschein schreiben, Transfusionen anhängen etc. bis mein Teil der Chefvisite ran war. Vom Zivi erfuhr ich, dass dort in der Funktionsabteilung heute noch niemand gesehen wurde. Klar, dann kann man auch nicht ans Telefon gehen, wenn man nicht da ist. Ich lehnte es ab, den entsprechenden OA aus seiner eigenen Chefvisite zu holen. Er kann ja auch nicht an zwei Orten sein – entweder Chefvisite oder Funktionsabteilung. Das hatte ich einmal getan und ihn in der Chefvisite angerufen… da sollte sich anschließend mein Kollege drum kümmern, der für die Patientin verantwortlich ist und das sagte ich ihm auch. Wieso sollte ich seine Arbeit machen? Die Kollegialität seinerseits hält sich auch in Grenzen. Wenige Minuten später wurde ich vorzitiert – Sekunden bevor mein Teil der Visite beginnen sollte. Wo der Befund sei. Erklärung folgte – keiner am Telefon, keiner da, OA in eigener Chefvisite.

Antwort: „Na dann gehen Sie jetzt mal runter und sehen nach, ob da jemand ist. Ich sagte, Sie sollen sich drum kümmern.“

Fragender Blick meinerseits da nicht-kapieren. Wie? Ich bin jetzt dran mit Visite, je-he-hetzt, now, just in this moment, da kann ich doch nicht weglaufen. Da krieg ich nachher doch gleich den nächsten Ansch… Sie ist nicht meine Patientin. Klare Aufteilung, eigentlich klare Zuständigkeiten. Mein Kollege kann sich kümmern, der ist doch jetzt fertig mit seinem Teil. Seine Patientin, er hat jetzt Zeit, er hat sich jetzt zu kümmern. Eine Sekunde zu lange doof geguckt.

„Na los, ein bischen Beeilung, zwei Treppen runter, wirst du doch wohl noch schaffen.“ und ein hämischer Blick dazu. Es ärgert mich inzwischen so sehr, dass ich mich oberärztlicherseits duzen lasse. Dazu dann eine Geste mit Zeige und Mittelfinger, die gehende Beine symbolisierte. Ich konnte es nicht fassen, die meinten das ernst. Mir blieb die Spucke weg. Ja hallo, ich hab die Stunde nur faul im Schwesternzimmer rumgelungert, Kaffee getrunken, Kreuzworträtsel gelöst, Pinnball gespielt und mich total gelangweilt… 

Der Blick des anderen OA war göttlich, als ich ihn zufällig kurz nach seiner eigenen Ankunft antraf in der Funktionsabteilung. Nein, es gibt noch keinen Befund, weil die Untersuchung noch nicht stattgefunden hatte, aber das hätte er doch bereits vor 2 h einer Schwester meiner Station gesagt. Ja, und soweit ich mich dunkel erinnerte hatte auch die Patientin gesagt, sie war noch nicht da. Aber was solls, da wird man als Patient halt einfach mal für dement erklärt. Da darf man sich nichts draus machen, manche Ärzte sind so. Es gibt zwar Demenztests, aber Arroganztests gibts leider nicht.

Meine Sprache kam langsam wieder. Nein, wir haben keinen Ärztemangel, wir können es uns leisten so gut bezahlte Laufburschen durchs Haus zu schicken. Mal abgesehen von den anderen AABM (Arzt-Arbeits-Beschaffungs-Maßnahmen*), die sich in jeder Chefvisite ergeben, war das heute echt das schärfste, was mir je passiert ist. Ich dachte immer, an der Uni sei es schon krass. 10 Punkte für den Kandidaten, der errät, wie Betriebsärzte, Psychologen und Anwälte so etwas nennen…

Mal sehen, was nächste Woche so kommt. Manchmal glaube ich, ich bin im falschen Film. Wollte nicht irgendwer ein Drehbuch schreiben?

* „Suchen Sie mir doch mal in Medline was dazu raus. Wir sollten gucken, ob da therapeutische Alternativen beschrieben sind.“ Ich bin soooooooooo dooooof. Ich suchte es raus, loggte mich mit meinem Account bei Fachzeitschriften ein, recherchierte, druckte aus. Was tut man nicht alles. Dann wurde der Patient gestern sang und klanglos entlassen, ohne therapeutische Alternativen zu checken. Das ausgedruckte Paper wanderte heute bei der Ansicht des chefärztlichen Postfachs auf der Station in den Papierkorb. Vor meinen Augen. Vielleicht sollte ich sowas das nächste Mal dem Patienten geben zur Weiterleitung an den Hausarzt oder zum Selbststudium. Wäre ich christlich engagiert, würde ich sagen, ich ertrage mein Schicksal mit Demut, weil ich weiß, dass ich einer höheren Macht unterworfen bin und der liebe Gott will, dass wir uns in Demut üben. So kann ich einfach nur sagen, ich bin sooooooooooo dooooof und halte meine Klappe, weil ich drauf warte, im Rahmen der Facharztausbildungsrotationsdingsda woanders hinzukommen.





Sinn und Zweck einer Notaufnahme

10 11 2007

Da ich immer wieder feststellen muss, dass viele nicht wissen, wozu eine Notaufnahme da ist und ich auch anhand der Suchbegriffe in der Statistik merke, dass da Fragen bestehen, hier ein Posting dazu.

Es gibt mehrere große Gruppen von Notfallpatienten:

  • chirurgisch: Kaputte Knochen, Gelenke, blutende Verletzungen etc. oder der Verdacht auf eine Blinddarmentzündung oder einen Darmverschluss etc.
  • gynäkologisch: plötzliche Blutungen, Schmerzen, Komplikationen bei Schwangeren etc.
  • pädiatrisch: alles was keine 18 Jahre alt ist und krank wird
  • neurologisch: Schlaganfälle, Krampfanfälle, unklare Bewußtlosigkeiten, Lähmungen
  • psychiatrisch: Drogen- oder Alkoholentzug, akute Psychose, Suizidversuche
  • HNO: alles was mit Hals, Nasen oder Ohren zu tun hat, entzündet, verletzt ist oder plötzlich seine Funktion aufgegeben hat, plötzliche Verengungen des Kehlkopfs mit Luftnot bei Entzündungen
  • Augen: siehe HNO nur für Augen, Kontakt der Augen mit chemischen Substanzen
  • Urologisch: Probleme beim Wasserlassen, Harnverhalt (volle Blase aber man kann nicht pullern), Blutungen aus der Harnröhre, Nierenkoliken, Nierenbeckenentzündungen, ein plötzlich schmerzender und / oder blau werdender Hoden (das ist wirklich dringend!), das schlechte Gewissen nach einem One-Night-Stand wenn ER irgendwie auffällig ist sowie (auto)erotische Unfälle bei denen ER Schaden genommen hat
  • internistisch: Der Rest…

Die (internistische) Notaufnahme eines Krankenhauses:

  • behandelt Patienten mit akut lebensbedrohlichen internistischen Erkrankungen, die zu einer stationären Aufnahme führen
  • behandelt Patienten, die über den Schockraum aufgenommen werden
  • behandelt Patienten mit internistischen Erkrankungen, die sich akut verschlechtert haben und innerhalb von kurzer Zeit zu potentiell lebensbedrohlichen Zuständen führen können
  • stellt keine Krankenscheine aus
  • rezeptiert keine Medikamente
  • gibt keine Medikamentenpackungen heraus, damit man sich den Gang zur Apotheke und zum Hausarzt spart
  • schickt Patienten, die nicht aufgenommen werden müssen, wieder nach Hause
  • ist kein Ort, an dem man lästig gewordene demenzkranke Angehörige mit den Worten „es geht zuhause nicht mehr“ abgibt ohne Namen, Telefonnummer, Hausarzt, Personalausweis des Patienten oder andere Daten zu hinterlassen. Eine Notaufnahme ist kein Tierheim und es gibt auch den Straftatbestand der Aussetzung.
  • ist keine Serviceeinrichtung für KV-Diensthabende auswärtige Ärzte, die jeden zweiten mit den Worten „Bitte Röntgenbild machen“ oder ähnlichem zuweisen
  • verlangt 10 Euro Notfallgebühr (Ulla-Schmidt-Gesetz) von jedem, der nur ambulant behandelt wird und darf keine Rücküberweisungen zum Hausarzt ausstellen
  • ist keine Ausnüchterungseinrichtung. Leute, die 50 Euro und mehr für Drogen und Alkohol ausgeben, Lärm machen, randalieren, medizinische Geräte und Mobiliar beschädigen, alles vollkotzen und das Personal beleidigen, müssen auch 10 Euro Notfallgebühr zubezahlen und sind nicht beliebt. Wir sind uns auch nicht zu schade, diese Personen auf einer Matratze auf dem Fußboden zu lagern, wenn es die Sicherheitsaspekte verlangen oder deren Eltern anzurufen, damit sie ihr Produkt mal live erleben und abholen können.
  • ist kein kassenärztlicher Notdienst!
  • wird von Ärzten betreut, die auch für den Rest des Krankenhauses verantwortlich sind und die auch gerne mal um 3.00 Uhr morgens ein Stündchen schlafen würden, anstatt sich mit vollgekifften 19jährigen zu befassen oder die Rückenschmerzen eines gerade 20jährigen zu untersuchen, der am Morgen nicht zum Bund will.
  • ordnet die Reihenfolge der Patienten nach der medizinischen Dringlichkeit. Schmerzen beim Wasserlassen sind nicht so gefährlich wie Luftnot, Zyanose und Thoraxschmerzen auf einmal. Dies bedingt eine Wartezeit, die auch mal mehr als 4 Stunden betragen kann, je nachdem wie stark frequentiert die Notaufnahme an dem Tag ist.
  • ist nicht dazu da, Wartezeiten für ambulante MRT-Termine zu verkürzen und mal eben schnell ein MRT bei chronischen Beschwerden, die länger als 3 Monate gehen, zu machen. Das MRT einer Klinik dient zur Diagnostik akut lebensbedrohlicher Erkrankungen wie z.B. Kindern nach einem Verkehrsunfall oder Schwangeren mit neurologischen Problemen oder Patienten mit Gehirnblutungen.
  • ruft bei randalierenden Personen oder Personen, die das Personal bedrohen die Polizei und erstattet Anzeige falls ein Straftatbestand erfüllt wird. Falls Sachschäden entstehen gilt das Verursacherprinzip. Es ist ebenfalls möglich, dass ein Hausverbot erteilt wird, das dann von der Exekutive dieses Staates umgesetzt wird.
  • ist nicht dafür da, sich mal am Wochenende durchchecken zu lassen, weil man es in der Woche nicht schafft zum Arzt zu gehen, auch nicht wenn man Privatpatient ist. CTs, MRTs, Echokardiografien und Ergometrien sind keine Verfahren, die am Wochenende für den Routinebetrieb zur Verfügung stehen.

Der kassenärztliche Notdienst:

  • ist in zwei Bereiche aufgegliedert – eine Notfall-Praxis und einen Hausbesuchsdienst.
  • steht mit seiner Notfallpraxis jedem zur Verfügung, der außerhalb der Praxisöffnungszeiten ein medizinisches Problem hat. Hier sitzt ein Facharzt, der sonst in einer Praxis arbeitet, und behandelt die Patienten zusammen  mit einer Schwester.
  • kommt mit seinem Hausbesuchsdienst zu Patienten, die nicht in der Lage sind, eine der Notfall-Praxen persönlich aufzusuchen. Das kann z.B. bei einem „Hexenschuss“ der Fall sein.
  • darf Rezepte und Krankenscheine ausstellen.
  • ist ähnlich wie beim Hausarzt-Prinzip die erste Anlaufstelle für Patienten, weil er entscheiden soll, welche z.B. in die Notaufnahme eines Krankenhauses müssen.
  • verlangt auch 10 Euro Notfallgebühr

Was chirurgische Patienten angeht:

  • die Prioritäten und Indikationen zum Aufsuchen einer Notaufnahme sind etwas anders als bei internistischen Erkrankungen.
  • Nach Stürzen, Unfällen und diversen Verletzungen ist es sinnvoll, eine chirurgische Notaufnahme aufzusuchen, damit Wunden versorgt, Knochen geröntgt, geschient, gegipst, reponiert oder operiert werden können oder Distorsionen etc. fachgerecht versorgt werden können.
  • Ein plötzlich kalt gewordenes Bein, das schmerzt und keinen Puls mehr hat gehört gefäßchirurgisch untersucht.

Akut lebensbedrohliche internistische Krankheitsbilder /Symptome oder Dinge, die sich zu potentiell lebensbedrohlichen Erkrankungen entwickeln können, sind zum Beispiel (kleine Auswahl):

  • Herzinfarktverdacht
  • plötzliche Luftnot z.B. in Verbindung mit Brustschmerz, plötzlicher Bewußtlosigkeit, Beinschmerzen in einem Bein, pfeifender Atmung, blauen Lippen, Husten, Fieber oder dicken Beinen
  • Brustschmerzen, die nicht bewegungsabhängig sind, in Zusammenhang mit Druck- oder Engegefühl auftreten oder mit Luftnot
  • hohes Fieber über mehrere Tage
  • rechtsseitige Oberbauchschmerzen
  • gürtelförmige Oberbauchschmerzen
  • allergische Reaktionen nach Medikamentengaben o. Ä.
  • Angioneurotisches Ödem
  • Blutungen aus dem Darm, blutiges Erbrechen
  • Blutungen wenn man Falithrom, Marcumar, Warfarin, ASS / Aspirin , Aggrenox oder Iscover / Plavix einnimmt
  • in kurzer Zeit dick gewordene Beine, Bauch plus Luftnot
  • Vergiftungen, ob nun aus Versehen oder mit Absicht
  • Rauchgasinhalationen
  • Asthmaanfall
  • ein rotes, heißes, schmerzendes, geschwollenes Bein plus Fieber
  • plötzliche Gelbfärbung der Haut und der Augen mit oder ohne Schmerzen

Dinge für den kassenärztlichen Notdienst sind:

  • grippale Infekte, Halsschmerzen, Schnupfen auch in Verbindung mit Fieber
  • Beinschmerzen aller Art, bei denen kein Fieber und kein kaltes Bein vorliegt
  • Schnittverletzungen, bei denen es von allein aufhört zu bluten
  • Hexenschuss
  • Gelenkschmerzen
  • wenn man am Urlaubsort feststellt, dass man Medikamente zuhause vergessen hat
  • Dinge, für die man einen Krankenschein haben muss

Dinge, die man in keiner Notaufnahme oder Notfall-Praxis bekommen kann sind zum Beispiel Schwangerschaftstests am Morgen nach einem One-Night-Stand, Sportbefreiungen ohne Krankheit, Borrelliose-Schnelltests, Impfungen weil man zwei Stunden später in den Urlaubsflieger steigt, Wassertabletten damit man am nächsten Tag bei einem Wettkampf in die niedrigere Gewichtsklasse kommt, einen Krankenschein aus Gefälligkeit weil man nicht für eine Prüfung gelernt hat und auf Mitleid beim Arzt hofft (hierfür braucht man ein amtsärztliches Attest), Asthmaspray wenn man am nächsten Tag einen Wettkampf hat auch wenn man „nur“ Freizeitsportler ist…





Die Suchbegriffe der Woche

1 11 2007

Um mal wieder, die schönsten Suchbegriffe zusammenzufassen, die zu meinem Blog führten:

„Rangfolge Assistenzarzt“ – ganz einfach… der letzte, der der immer dran glauben muss, der immer Schuld ist, auf allem sitzen bleibt und nie was zu wissen kriegt, was er vielleicht wissen müsste…

„Assistenzarzt stellen“ – tja, demzufolge am besten in die Ecke… gib ihm ne Taschenlampe in die Hand, dann kann man ihn als Stehlampe benutzen.





Das Turfen

26 10 2007

Ich hab Tränen gelacht als ich, auf dem Blog von Hypnose Kröte den Beitrag zum Turfen gelesen hab.

http://www.hypnose-kroete.de/?p=18#comments

Es gibt einen Beitrag von mir in meinem „alten“ Blog1 – Blog zum Turfen.

http://blog1.de/assistenzarzt/66944/Inoffizielles+Fachw%F6rterbuch+Medizin.html

 Wegen der langen Ladezeiten bei Blog1 kopiere ich ihn hier mal Original rein.

Inoffizielles Fachwörterbuch Medizin

Posted on 30.11.2006 at 11:57 PM

Der „Turf“

 

Der Turf (gesprochen der „Töärf“), oder als Tätigkeit das Turfen, bezeichnet den genialen Akt einer Verlegung eines Patienten.

Immer gut: Turf home – Entlassung in die Häuslichkeit.

Auch gut: Turf Heim – eine gute, aber oft befristete Lösung, da sich das Heim gerne Vorfälle und Diagnosen einfallen lässt, um rechtzeitig vor dem Wochenende „Waschpatienten“ loszuwerden und so weniger Personal zu brauchen.

Absolute Kunst: Turf back – die Verlegung zurück zur zuweisenden Einrichtung (Klinik oder Heim) wegen rechtzeitiger Aufdeckung einer vorgeschobenen „Loswerde-Diagnose“ oder clever bemerkter Weiterleitung ans falsche Fachgebiet („Wie? Schlaganfall is keine internistische Erkrankung?“)

Selten: Turf ITS – muss schnell gehen, damit der kleine Assi-Arzt nicht in Problemen ertrinkt, die drei Nummern zu groß sind

Der „normale“ Turf, eine Verlegung zu einer anderen Abteilung oder Klinik, muss eine strategisch gut durchdachte Aktion sein, damit er 1. gelingt und man 2. nicht zum Opfer eines Turf back wird. Turfs bringen manchmal Benefit für den Patienten, manchmal für den Doktor. Idealerweise trifft beides zusammen, is aber selten. Schwestern freuen sich über jeden Turf, weil sie dann die Hoffnung haben, einen Waschpatienten weniger zu haben.

 

Gomers sind im übrigen die Gefahrguttransporte unter den Turfs. Gerade bei ihnen droht immer ein Turf back. Extremfälle von Double Turf backs sind vorkommen: Schlaganfall von Neuro in Innere, Wie? Schlaganfall is gar keine internistische Diagnose? NÖ! Zurück von Innere in Neuro. Erneuter Versuch von Neuro in Innere: Patient isst nicht mehr richtig, er braucht ne PEG. Ätsch! Weiterer Turf back zur Neuro am gleichen Tag nicht möglich. Extremstfall wäre der Triple oder Quad Turf back oder auch Turf Ping Pong, den ich aber noch nie gesehen oder Berichte davon gehört habe.“





Wer bin ich…

22 10 2007

Es ist an der Zeit, sich selbst zu finden. Da stellt man sich die Frage: Wer bin ich?

Für Besucher bin ich Schwester – jede Frau in weiß ist eine Schwester.

Für Besucher, die mich kennen, bin ich die junge Ärztin – naja, das geht doch schon, oder?

Für Besucher, die mich kennen, aber mich nicht ernst nehmen, bin ich die Studentin – hmmm…

Für meine Vorgesetzte(n) bin ich bei den täglichen Verrichtungen die Assistenzärztin, wenn Angehörige kommen und komplizierte Gespräche wollen die Stationsärztin, wenn ich Urlaub will und jemand einmal währenddessen Dienst hat unentbehrlich, wenn sie was brauchen auch mal die Doku-Assistentin.

Für die Verwaltung bin ich irgendjemand, der im Haus angestellt ist.

Für die Schwestern bin ich die Ärztin, die nie da ist, die immer soviel fordert und immer soviel ansetzt (anscheinend bin ich doch da), die alles korrekt haben will und meckert, wenn mal was in der Kurve seit 3 Tagen nicht eingetragen ist (ist Blutdruck wirklich sooo wichtig?), die immer angerufen wird im Dienst, wenn man Kleinigkeiten hat und nicht selbst zu einer Lösung finden will / kann (die Angehörigen haben sich beschwert, weil um 19.00 uhr kein Arzt mehr auf Station ist, das Medikament kenn ich nicht, aber ich hab jetzt keine Lust im Computer zu gucken, ach wie sie haben schon geschlafen, das tut mir leid),…

Für die PJ-ler bin ich irgendeine Ärztin, wo auch immer die arbeitet. Für meine eigenen PJ-ler, die wo man mal hingehen kann ohne dass sie gleich Stress macht.

Für die Sekretärin bin ich die, die immer so schnell spricht beim Diktieren.

Für den Reinigungsmann bin ich die, die morgens immer grüßt wenns die anderen nicht tun.

Tja, weiß ich jetzt eigentlich, wer ich bin?