Out: Hände geben

5 09 2009

Die Sommerpause ist hiermit offiziell beendet.

Ich habe in den letzten Wochen viel gelernt und gelesen zum Thema Mexiko-Grippe und Händehygiene. Absolut OUT ist ab sofort für mich das Händegeben.

Aus zwei Gründen.

Das RKI hat ja so tolle Empfehlungen herausgegeben, wie man die Übertragung von Krankheitserregern speziell der Influenza eindämmen kann. Danach ist OUT jemandem die Hand zu geben, weil da die in die Hand geniesten Influenzaviren gleich zum nächsten gegeben werden. Und das weitergeben gilt nicht nur für Influenzaviren. Übrigens ist es IN,  in den Ärmel zu niesen oder zu husten. Ich schlussfolgere, dass es ebenso OUT ist, jemandem am Ärmel zu berühren oder fremde Klamotten anzufassen… Manche Krankenhäuser haben die Empfehlungen des RKI gleich umgesetzt und das Händeschütteln untersagt.

Zum anderen gibt es Untersuchungen, was die Krankheitsübertragung im Krankenhaus über die Hände des medizinischen Personals angeht. Mal abgesehen von Influenza gibts ja noch ne Menge anderer Viren und Bakterien, weiterhin Sporen und sowas alles, was beim Händeschütteln weitergegeben wird. Ich denke, dass es bei Otto-Normal auch so sein wird. Händeschütteln ist Evolutionsunterstützung für Mikroben.

Gibt ja viele positive Dinge, die aus dem Nicht-Händeschütteln resultieren. Weniger Krankheitskeime von anderen. Man muss nicht Leuten die Hand schütteln, die man nicht leiden kann. Und all die armen Kinder, die gequält werden von Müttern und Omas mit „Gibst du jetzt dem Doktor / dem Mann / dem Herrn XY / Mamas Chef / deinem Erbonkel die Hand!“  haben recht, wenn sie ihm ihre kleine Hand nicht geben wollen!

Es wird Zeit, den Knigge endlich mal anzupassen. Händeschütteln ist nicht höflich, sondern die subtile Art seinem Gegenüber zu sagen, dass man ihm Influenza oder sonstwas an den Hals wünscht. Höflich ist, die Hände nicht zu geben. Shake hands is out. Die Hand zu reichen soll ja aus Zeiten stammen, wo man seinem Gegenüber damit zeigte, dass man die Hand nicht an der Waffe hat. Wenn man als Waffe ein Schwert versteht… ansonsten hat man die Waffe ja eigentlich in der Hand… Alternativ wäre doch der Gruß der Indianer mit der erhobenen offenen Handfläche ganz nett. Auf das Reiben der Nasen wie bei den Eskimos kann ich als Alternative sehr gut verzichten… Aber über Alternative Grußformen kann man ja noch ne Castingshow machen, in der neben Dieter Bohlen dann auch jemand vom RKI sitzt und einer vom Institut für Völkerkunde…