Wie schützt man sich vor Infekten

3 03 2020

Kurze Zusammenfassung der wichtigsten Punkte zum Gemerellen Schutz vor Infekten (was übrigens auch bei Coronaviren gilt):

Waschen Sie die Hände – wenn Sie nach Hause kommen, nach dem Toilettengang, vor dem Essen, nach dem Spielen , nach dem Einkaufen… und nach dem Niesen, Husten usw.
Erinnert sich jemand an früher: Nach dem Spielen, vor dem Essen Hände waschen nicht vergessen!

Fassen Sie nicht überall an, wenn es nicht sein muss.

Verzichten Sie auf Händeschütteln und Küsschen geben.

Fassen Sie nicht mit den Händen ins Gesicht. Neben Viren könnten auch Bakterien übertragen werden, die Bindehautentzündung oder schlicht „Pickel“ machen. Auch nicht so schön…

Reinigen Sie am Arbeitsplatz täglich Tastaur und Mouse, denn da hocken vermutlich mehr Keime drauf als auf Ihrer Klobrille.

Nutzen Sie Papiertaschentücher und werfen Sie sie weg. In einen geschlossenen Mülleimer wenn es geht.

Lüften Sie mit Stoßlüftung. Regelmäßig.

Meiden Sie Menschenansammlungen.

Halten Sie 2 m Abstand. Insbesondere zu Erkälteten.

Wenn Sie erkältet sind, bleiben Sie zuhause. Ihr Umfeld wird es Ihnen danken.

Gehen Sie niemals mit einem Infekt in ein Krankenhaus oder Pflegeheim zu Besuch, sie stellen eine Gefahr für Ihre Angehörigen und deren Mitpatienten dar. Es ist nicht lustig mit Husten nach einer Bauch OP oder sogar dramatisch, wenn eine Chemotherapie abgebrochen werden muss. Lässt sich der Besuch nicht aufschieben, lassen Sie sich vom Personal einen Mundschutz geben.
Gleiches gilt für kranke Kinder. Die bleiben am besten da wo sie hingehören: zuhause im Bett. Denn so eine Anstrengung tut den Kleinen auch nicht gut.

Meiden Sie Arztpraxen. Legen Sie aufschiebbare Arztbesuche außerhalb der Infektzeit. Bündeln Sie Rezeptbestellungen. Halten Sie sich an die Empfehlungen der Praxis für „ideale Zeiten“.

Desinfizieren Sie Ihre Hände bei Betreten und Verlassen der Praxis mit den Spendern im Eingangsbereich. Das gilt auch für Kliniken und Pflegeheime.

Weitere Infos unter http://www.infektionsschutz.de von der BZGA.





Das Kreuz wenn du gegen Grippe geimpft bist

17 11 2019

Habe mich impfen lassen gegen Influenza, oder wie es landläufig heißt: Grippeimpfung. Wie schon etliche Jahre lang. Ich hatte auch mal die echte Grippe, das war, als ich nicht geimpft war und es war nicht besonders lustig…

Und wieder fiel mir wie alle Jahre vorher auch ein, wie es immer in der Klinik war. Ein Teil ließ sich impfen, aus Überzeugung, weil auch „normale“ Mitarbeiter mal Risikofaktoren haben. Mit denen man eben nicht so gerne Grippe haben möchte, weils gefährlich wird. Dann kamen jedes Jahr die Grippewellen. Und Patienten, die damit isoliert wurden. Und die Ansage, dass vornehmlich die Leute reingehen die geimpft sind. Na… merkt es hier der ein oder andere Leser schon, was für ein Alltagswahnsinn das immer ist jedes Jahr in deutschen Kliniken? Die mit Vorerkrankungen, die Risikopatienten wären bei Grippe, lassen sich impfen. Die anderen nicht. Die geimpften mit Risiko gehen in die Isolierzimmer mit Grippepatienten und haben bei Schutzraten um 70% also ein Drittel Chance krank zu werden und zwar richtig und mit Risiko. Oder halt auch drauf zu gehen. Die gesunden und ungeimpften sind fein raus… hat auch was von Darwinismus durch die Klinikverwaltungen… es hat mich immer geärgert… und ich hatte diverse Schwestern, die besorgt kamen, weil sie wegen Rheuma Prednisolon nahmen oder wegen Morbus Crohn auf Humira eingestellt waren… was war mein Rat… was soll man zu angeordneter Gefährdung sagen… das es Schwachsinn ist… ja kann man, aber nicht den anordnenden Verwaltungschefs ins Gesicht. Ich habe den Mitarbeitern schlicht geraten, zu sagen, sie sind nicht geimpft. War natürlich schwierig, wenns über den Betriebsarzt lief, weil der die Listen an den Arbeitgeber gibt. Hatte zur Folge, dass viele dann den Betriebsarzt scheuten und zum Hausarzt gingen. Oder sich nicht mehr impfen ließen, um nicht zu den Dummen zu gehören, die in die Isozimmer müssen. Mir ist nicht klar, ob der STIKO klar ist, dass dies einer der Gründe ist, warum sich medizinisches Personal nicht so gerne impfen lässt… bzw die offiziellen Impfraten so niedrig sind… Aber ihr kennt ja den Spruch, liebe Verwaltungschefs… man wünscht niemandem was böses, aber wenn zufällig so einer die Treppe runterfällt und man steht daneben, dann winkt man höflich hinterher…

Ich bin pro Impfungen. Deshalb sag ich es gleich: Impfgegner-Kommentare werden hier nicht veröffentlicht. Das ist meine Meinungsfreiheit.





Out: Hände geben

5 09 2009

Die Sommerpause ist hiermit offiziell beendet.

Ich habe in den letzten Wochen viel gelernt und gelesen zum Thema Mexiko-Grippe und Händehygiene. Absolut OUT ist ab sofort für mich das Händegeben.

Aus zwei Gründen.

Das RKI hat ja so tolle Empfehlungen herausgegeben, wie man die Übertragung von Krankheitserregern speziell der Influenza eindämmen kann. Danach ist OUT jemandem die Hand zu geben, weil da die in die Hand geniesten Influenzaviren gleich zum nächsten gegeben werden. Und das weitergeben gilt nicht nur für Influenzaviren. Übrigens ist es IN,  in den Ärmel zu niesen oder zu husten. Ich schlussfolgere, dass es ebenso OUT ist, jemandem am Ärmel zu berühren oder fremde Klamotten anzufassen… Manche Krankenhäuser haben die Empfehlungen des RKI gleich umgesetzt und das Händeschütteln untersagt.

Zum anderen gibt es Untersuchungen, was die Krankheitsübertragung im Krankenhaus über die Hände des medizinischen Personals angeht. Mal abgesehen von Influenza gibts ja noch ne Menge anderer Viren und Bakterien, weiterhin Sporen und sowas alles, was beim Händeschütteln weitergegeben wird. Ich denke, dass es bei Otto-Normal auch so sein wird. Händeschütteln ist Evolutionsunterstützung für Mikroben.

Gibt ja viele positive Dinge, die aus dem Nicht-Händeschütteln resultieren. Weniger Krankheitskeime von anderen. Man muss nicht Leuten die Hand schütteln, die man nicht leiden kann. Und all die armen Kinder, die gequält werden von Müttern und Omas mit „Gibst du jetzt dem Doktor / dem Mann / dem Herrn XY / Mamas Chef / deinem Erbonkel die Hand!“  haben recht, wenn sie ihm ihre kleine Hand nicht geben wollen!

Es wird Zeit, den Knigge endlich mal anzupassen. Händeschütteln ist nicht höflich, sondern die subtile Art seinem Gegenüber zu sagen, dass man ihm Influenza oder sonstwas an den Hals wünscht. Höflich ist, die Hände nicht zu geben. Shake hands is out. Die Hand zu reichen soll ja aus Zeiten stammen, wo man seinem Gegenüber damit zeigte, dass man die Hand nicht an der Waffe hat. Wenn man als Waffe ein Schwert versteht… ansonsten hat man die Waffe ja eigentlich in der Hand… Alternativ wäre doch der Gruß der Indianer mit der erhobenen offenen Handfläche ganz nett. Auf das Reiben der Nasen wie bei den Eskimos kann ich als Alternative sehr gut verzichten… Aber über Alternative Grußformen kann man ja noch ne Castingshow machen, in der neben Dieter Bohlen dann auch jemand vom RKI sitzt und einer vom Institut für Völkerkunde…