Schutzkleidung Mangelware

3 03 2020

Endlich wird das Problem „ganz oben“ mal wahrgenommen.

„Ärzte brauchen mehr Schutzbekleidung

Gassen und Hofmeister wiesen auf die Problematik der Schutzkleidung hin: „Wir können die Ärzte nicht sehenden Auges der Gefahr aussetzen, sich selbst zu infizieren und damit die Regelversorgung zu gefährden. Dann droht über kurz oder lang ein echtes Versorgungsproblem“, betonte Hofmeister.

Der Grundbestand, über den niedergelassene Kollegen zu Beginn der Grippezeit in ihren Praxen verfügten, sei weitestgehend aufgebraucht und reiche bei der steigenden Zahl an Verdachtsfällen bei Weitem nicht aus, unterstrich Gassen und ergänzte: „Wir sind deshalb im engen Austausch mit dem Bundesgesundheitsministerium, den Ländern und anderen Behörden.“

Das Robert Koch-Institut sei derzeit dabei, Empfehlungen für niedergelassene Ärzte zum ressourcenschonenden Umgang mit Schutzausrüstung und erforderlichen Schutzmaßnahmen insbesondere auch bei Auskultation und Abstrichentnahme zu erarbeiten. Die KBV befindet sich hierzu in enger Abstimmung mit dem RKI.“

Quelle:
https://www.kbv.de/html/1150_44623.php





Verhalten bei Covid19

3 03 2020

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat heute einen Appell an die Bevölkerung veröffentlicht.

https://www.kbv.de/html/1150_44623.php

Klarer, genauer und eindeutiger als Sensationspostillen und Eventspotter.





Richtiges Verhalten bei Verdacht auf Covid19

3 03 2020

Es braucht wenige Worte, es zu sagen. Es braucht aber konsequente Patienten, die nicht panisch reagieren und alle anderen gefährden.

Wenn jemand den Verdacht hat, er könnte Covid19-infiziert sein, dann gilt folgendes:

1. Ruhe bewahren.

2. sich folgende Fragen stellen: Habe ich wirklich Fieber und Husten oder Halsschmerzen? Fieber ist, wenn man misst (!!!) und es ist über 38,5 Grad. War ich einem Risikogebiet laut RKI? WWW.rki.de zeigt euch die Gebiete. Hatte ich Kontakt zu einem Infizierten, der einen positiven Nachweis hatte? Hatte ich Kontakt zu Personen aus einem der Risikogebiete?

3. Falls Symptome + Kontakt zu Infiziertem oder in Risikogebieten gewesen, dann folgen weitere Schritte:

BLEIBEN SIE ZUHAUSE!!!

MELDEN SICH SICH TELEFONISCH IN IHRER HAUSARZTPRAXIS UND BESPRECHEN DIE SITUATION MIT DEM ARZT ODER MITARBEITER.
Das hat tatsächlich bis zum nächsten Morgen Zeit. Das wird Ihnen auch die Hotline 116117 sagen. Es nützt nichts, sich mit Google und diversen Facebook Seiten über Nacht Wahnsinnig zu machen. Gehen Sie schlafen und ruhen sich aus.

GEHEN SIE AUF KEINEN FALL IN DIE PRAXIS.
Ihr Verhalten könnte im Falle einer Infektion einem anderen das Leben kosten, der vielleicht gerade mit einer Chemotherapie fertig ist und sich freut, dass er den Krebs los ist oder einer jungen Mutter, die wegen einer Rheumakrankheit Immunsuppressiva erhält oder einem Organtransplantierten, der seine Kinder aufwachsen sehen möchte. Und die gerade in der Hausarztpraxis sitzen.
ES IST ALSO WICHTIG, DASS SIE SICH UNBEDINGT AN DIESE EMPFEHLUNG DES RKI HALTEN!

Sie müssen keine Angst haben, Sie bekommen einen Krankenschein, Sie bekommen Medikamente, Sie bekommen Beratung und ggf. einen Abstrich, wenn es erforderlich ist.

WARTEN SIE AB, WAS IHR ARZT IHNEN SAGT, WANN SIE IN DIE PRAXIS KOMMEN SOLLEN UND WAS SIE TUN SOLLEN. GEHEN SIE NICHT EINFACH AUF VERDACHT IN DIE PRAXIS!
Bis dahin machen Sie die klassische Erkältungstherapie und beginnen mit der Behandlung: Inhalieren, Nasenspray, Hustenlöser, Zwiebelsaft mit oder ohne Honig, Salbeitee zum Gurgeln etc. und ggf. Paracetamol, Ibuprofen oder ASS zum senken des Fiebers. Auch Wadenwickel helfen. Ruhen Sie sich aus. Schlafen Sie.

Sie vertrauen Ihrem Hausarzt? Dann tun Sie es auch in diesem Fall.