Deutschland näht Mundschutz!

31 03 2020

Es gibt nicht genug Schutzmaterial. Ist Fakt. Es fehlen FFP2 und FFP 3 Masken. Es fehlen OP Masken. Schutzbrillen, Kittel, Schutzanzüge usw. Das alles braucht NUR medizisches Personal und Pflegepersonal, Feuerwehr und Polizei. Ein normaler Bürger braucht es nicht.

Was braucht ein normaler Bürger, um sich zu schützen?
2 Meter Sicherheitsabstand!!!!!!!!!!!!!!!!! Das effektivste überhaupt. Und dazu völlig kostenfrei. Ich wünschte mir, dass alle Menschen genauso versessen auf 2m Sicherheitsabstand wären wie auf Klopapier und Erbseneintopf in Dosen. Den Viren ist egal wieviel Rollen im Schrank stehen, man kann sie auch nicht mit Dosen erschlagen. Würden wirklich alle sich dran halten… Dann hätten wir ein paar Probleme weniger.
Seife zum Hände waschen.
Verstand. Um zu verstehen, was gesagt wird und was wichtig ist.

Einen Mundschutz? Ja und Nein. Einen FFP Schutz wie gesagt für Ärzte, Schwestern und Einsatzpersonal in genannten Branchen. Eine OP- Maske wie gesagt auch nur das medizinische Personal.
Und der normale Bürger?
Ich sag mal so: Virologe Drosten sagt, der Mundschutz muss an die Quelle. Die Experten um Dr. Leung aus Hongkong sagen in einer Studie, dass knapp die Hälfte der Patienten schon bis zu zwei Tage vor der Infektion ansteckend ist. Also solange sie sich noch gesund fühlen. Als weiß die Quelle ja noch nicht, dass sie Quelle ist. Ein Virologe aus München sagt (Name ist mir entfallen bei soviel Literaturstudium derzeit), dass es Sinn mache, selbstgenähten Mundschutz zu tragen, da Partikel der nicht wissenden Infektiösen weggefangen werden und ein Filter durch Stoff vor Mund und Nase besser ist als gar nichts. Wichtig ist, dass er korrekt abgenommen wird. Also nur an den Seiten anfassen und gleich bei 90Grad durchwaschen.
Herr Wiehler vom RKI sagt, es bringe nichts. Aber er kann auch keine Studien anführen, die seine These beweisen. Ich denke, die Intention ist, einen erneutem Run auf Medizinprodukte zu vermeiden, die das Gesundheitswesen dringend braucht und woran wir dann scheitern werden…
Und ich Schlussfolgere in meiner pragmatischen Art:
Ja, nichtsahnende Infizierte sollten ihr Umfeld schützen. Wie können sie das, ohne Ärzen und Schwestern Material wegzunehmen? Indem sie selbstgenähten Mundschutz tragen. Da niemand weiß, ob er infiziert ist, müssten es möglichst viele tun. Und wissen wie man ihn korrekt abnimmt – seitlich anfassen und danach Hände waschen und das Ding bei 90 Grad durchwaschen. Und Gesunde hätten zumindest einen Teilschutz, weil die Tröpfchen ja auch andersherum aufhalten werden. Nimmt man noch die 2 m Abstand dazu, dann hört es sich doch schon ganz ordentlich an. Statt drei neue Infizierte dann vielleicht dann nur noch einer. Das ist eine Chance. Selbst genäht ist nicht zertifiziert. Aber wenn man nichts anderes hat, ist etwas besser als gar nichts. In der Not frisst der Teufel Fliegen, heißt das Sprichwort. Wir sind in Not. Nichts tun wäre der größte Fehler!
Nein, normale Bürger dürfen Praxen und Kliniken kein Material wegnehmen. Sonst ist bald keiner mehr da, der Kranke versorgt.

Einige sagen, Oh je, das können wir nicht umsetzen, das ist gesellschaftlich nicht akzeptiert. Das waren Tattoos vor 20 Jahren auch nicht… denkt mal drüber nach. Lieber Kollaps des Gesundheitswesens oder mal was zum Guten verändern im guten alten Deutschland?
Und ich finde es gut, dass Städte wie Essen oder Feuerwehren Anleitungen zum Nähen reinstellen.
Und dass Trigema, Theaterwerkstätten, Werkstätten aller Arz jetzt nähen, das finde ich gut.

Und noch ein Pro selbst nähen: Die Menschen hassen es immer mehr, untätig sein zu müssen und die Situation so hinnehmen zu müssen ohne was tun zu können. Gebt Ihnen etwas sinnvolles zu tun, was uns hilft in der Krise! Viele wollen aktiv werden und aus meiner Sicht sind selbstgenähte Mundschutzprovisorien ein guter Weg zur Eindämmung. Filter fängt Tröpfchen bei weg bei Weg raus und wahrscheinlich auch bei Weg rein. Dass es keine 100% sind, wissen wir, aber 70% oder 60% sind besser als nichts. Immerhin akzeptieren wir bei der Grippeimpfung ja auch, dass die Schutzrate effektiv nur bei 70% liegt und finden das schon sehr gut.

FAZIT:
Deutschland an die Nähmaschinen! Näht nach den Anleitungen, tragt selbstgenähten Mundschutz. Lernt wie man ihn sicher an und ablegt. Jeder verhinderte Infizierte ist ein Gewinn!
Kauft auf keinen Fall Medizinprodukte, sonst können wir euch im Zweifel nicht mehr helfen!
Macht den selbstgenähten Mundschutz zu einem Trend! Es muss in sein, hip oder egal wie ihr das nennt.

Und Herrn Wiehler vom RKI fordere ich an dieser Stelle auf, eine Studie zu machen mit zwei gleich großen Städten mit annähernd gleicher Infektionsrate. In der einen tragen die Leute Selbstgenähten Mundschutz, in der anderen nicht. Das Kontaktverbot bleibt bestehen. Dann haben wir Daten. Wir schaden niemandem durch das Tragen. Ethisch also kein Problem. Danach denke ich, werden die Zahlen für sich sprechen.

Anleitung mit Bildern in Daten zur Filterrate von Stofftypen ist hier zu finden:

https://www.welt.de/vermischtes/article206899403/Coronavirus-So-naehen-Sie-sich-einen-Mundschutz-selbst.html





Richtiges Verhalten bei Verdacht auf Covid19

3 03 2020

Es braucht wenige Worte, es zu sagen. Es braucht aber konsequente Patienten, die nicht panisch reagieren und alle anderen gefährden.

Wenn jemand den Verdacht hat, er könnte Covid19-infiziert sein, dann gilt folgendes:

1. Ruhe bewahren.

2. sich folgende Fragen stellen: Habe ich wirklich Fieber und Husten oder Halsschmerzen? Fieber ist, wenn man misst (!!!) und es ist über 38,5 Grad. War ich einem Risikogebiet laut RKI? WWW.rki.de zeigt euch die Gebiete. Hatte ich Kontakt zu einem Infizierten, der einen positiven Nachweis hatte? Hatte ich Kontakt zu Personen aus einem der Risikogebiete?

3. Falls Symptome + Kontakt zu Infiziertem oder in Risikogebieten gewesen, dann folgen weitere Schritte:

BLEIBEN SIE ZUHAUSE!!!

MELDEN SICH SICH TELEFONISCH IN IHRER HAUSARZTPRAXIS UND BESPRECHEN DIE SITUATION MIT DEM ARZT ODER MITARBEITER.
Das hat tatsächlich bis zum nächsten Morgen Zeit. Das wird Ihnen auch die Hotline 116117 sagen. Es nützt nichts, sich mit Google und diversen Facebook Seiten über Nacht Wahnsinnig zu machen. Gehen Sie schlafen und ruhen sich aus.

GEHEN SIE AUF KEINEN FALL IN DIE PRAXIS.
Ihr Verhalten könnte im Falle einer Infektion einem anderen das Leben kosten, der vielleicht gerade mit einer Chemotherapie fertig ist und sich freut, dass er den Krebs los ist oder einer jungen Mutter, die wegen einer Rheumakrankheit Immunsuppressiva erhält oder einem Organtransplantierten, der seine Kinder aufwachsen sehen möchte. Und die gerade in der Hausarztpraxis sitzen.
ES IST ALSO WICHTIG, DASS SIE SICH UNBEDINGT AN DIESE EMPFEHLUNG DES RKI HALTEN!

Sie müssen keine Angst haben, Sie bekommen einen Krankenschein, Sie bekommen Medikamente, Sie bekommen Beratung und ggf. einen Abstrich, wenn es erforderlich ist.

WARTEN SIE AB, WAS IHR ARZT IHNEN SAGT, WANN SIE IN DIE PRAXIS KOMMEN SOLLEN UND WAS SIE TUN SOLLEN. GEHEN SIE NICHT EINFACH AUF VERDACHT IN DIE PRAXIS!
Bis dahin machen Sie die klassische Erkältungstherapie und beginnen mit der Behandlung: Inhalieren, Nasenspray, Hustenlöser, Zwiebelsaft mit oder ohne Honig, Salbeitee zum Gurgeln etc. und ggf. Paracetamol, Ibuprofen oder ASS zum senken des Fiebers. Auch Wadenwickel helfen. Ruhen Sie sich aus. Schlafen Sie.

Sie vertrauen Ihrem Hausarzt? Dann tun Sie es auch in diesem Fall.