Meine neueste Entdeckung

16 01 2010

Ich stand gestern an einem einsamen allerwelts-Ort, nur ich und mein Handy. Rechts und links von mir zwei automatische Glastüren. Außer mir und den Glastüren war niemand da. Plötzlich schwang eine auf. Ohne dass ich mich bewegt hätte. Mein Handy summte. Und ich fing an den Geist zu suchen, der die Tür geöffnet hätte. Schnell eine Antwort für den am anderen Ende getippt und wieder auf die Lauer gelegt. Und tatsächlich. Der Geist kam wieder. Die Tür ging auf, nichts hatte sich bewegt. Mein Handy summte. Die Antwort-SMS kam. Man sollte nicht sagen, Ärzte hätten nur Medizin im Kopf… nein, der war offen genug für ein Experiment… Nach mehreren SMS hatte ich raus: Die Tür ging bei jeder eingehenden SMS auf bevor das Handy summte, nur Sekundenbruchteile vorher. Wie gesagt, außer mir keiner da und ich stand starr wie eine Statue. Tests zeigten, dass ich von meinem Standort aus auch nicht den Bewegungssensor auslösen konnte. Bei ausgehenden SMS passierte nichts. Kann mir Technik-Laien irgendwer von euch Schlaumeiern erklären, wieso das funktioniert? Im Lautsprecher hört man ja auch dieses tock-torock-tock-tock bevor ein Handy klingelt. Das muss irgendwas ausgelöst haben. Den anderen Bewegungssensor von der zweiten Tür bekam ich nicht aufgezaubert. Der war aber auch ein anderes Fabrikat, ich habs überprüft. Jetzt wäre ja interessant, welche Türen ich noch aufkriege… 🙂

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13 responses

16 01 2010
Hermione

Cool! : D
Funktioniert das nur mit SMS, oder auch mit eingehenden Anrufen?

16 01 2010
Assistenzarzt

wir habens nur mit sms probiert… ist ja auch unauffälliger… aber es scheint echt nicht bei allen Sensoren zu funktionieren.

16 01 2010
Chris

Ich stelle mir das gerade bildlich vor: In Zukunft lässt sich die Assistenzärztin immer eine SMS schicken (oder schickt sich selbst eine), wenn sie vor einer verschlossenen Tür steht 😉

16 01 2010
medizynicus

hmmmm. spannend!
Klappt das auch bei Türen, die nur aufgehen, wenn man Eintritt/Fahrkarten oder sonst irgendwas bezahlt hat?

16 01 2010
Anna

Probier das mal am Geldautomaten 😀

17 01 2010
Hermione

Tssss Geldautomat… Damit kommst Du bestimmt sogar in den Tresorraum! 😀

20 01 2010
drgeldgier

Na ist doch klar. Die SMS muss ja irgendwo zu Dir kommen, da ist es doch logisch, dass die Tür offen sein muss. Wie DEINE SMS allerdings rauskam, bei geschlossener Tür, DAS ist doch das Rätsel, oder?
Mal im Ernst: vielleicht hat es mit der Stärke der Strahlung zu tun. Vielleicht muss die Antwort-SMS technisch bedingt eine dtl. höhere Strahlungsleistung haben, um Dich zu erreichen, als Deine SMS umgekehrt. …
Bin allerdings da kompletter Laie.

21 01 2010
Peter

Ganz einfach: Durch das Versenden der SM (short message ;-)) wird eine elektromagnetische Strahlung erzeugt. Wenn die Elektronik der Türöffnung nicht abgeschirmt ist (mit einem Hochfrequenz-festen Behältnis), dann kann die vom Handy verursachte Strahlung die Technik in der Türöffnungsanlage stören.

21 01 2010
Peter

Übrigens, bevor ihr fragt, warum dieser Effekt beim Empfangen der SM aufgetreten ist: Das Handy quittiert in mehreren Schritten den Empfang der Nachricht, so eine Art Fehlerüberprüfung.

Ein möglicher Dialog ist:

Sendestation an Handy: Bist du da?
Handy an Sendestation: Ja, ich höre dich.
Sendestation an Handy: Ich hab eine Nachricht für dich.
Handy an Sendestation: Leg los!
Sendestation an Handy: Nachricht wird übermittelt.
[…]

20 Schritte weiter:

Sendestation an Handy: Nachricht angekommen?
Handy an Sendestation: Jo, perfekt.

24 01 2010
hagenhilft

in dem lokalen krankenhaus hier darf man mit dem handy eigentlich nicht telephonieren, es wurden sogar dafür gesorgt, dass der handyempfang sehr schlecht ist.

in der klinik in der ich mein RetSan praktikum mache, ist das handy kommunikationsmittel #1 der ärzte…

stört „handystrahlung“ nun die ganzen medizinischen geräte, oder nicht?

25 01 2010
Chris

Bei einem der Krankenhäuser hier steht auf dem Schwesternwohnheim ein Mobilfunk-Sendemast. Und in unmittelbarer Nähe sind die Fenster der OPs. Von daher braucht mir niemand mehr etwas zu erzählen bzgl Handyverbot im Krankenhaus.

16 03 2010
papilio_niger

Grundsätzlich kann „Handystrahlung“ – also eigentlich sinds ja elektromagnetische Wellen – jedes nicht geschirmte Gerät stören. Obs passiert ist eine andere Frage. Es gibt nur einfach Bereiche, in denen das grundsätzlich nicht so der Bringer ist, zum Beispiel auf einer Intensivstation und sicher auch im OP.

Ich weiß natürlcih nicht auswendig, welche Sendeleistung der Mast hat – und wieviel davon in den OPs ankommt. Ich könnte mir aber vorstellen, dass die OPs durch bauliche Maßnahmen geschirmt sind. Man hat es ja in Gebäuden immer wieder das der Empfang zu k***** ist, und man nur aus dem Fenster gelehnt telefonieren kann, auf der Straße vorm Haus ist dann wieder alles in Ordnung. Das könnte bei dir, Chris, der Fall sein. Wenn in den OP-Wänden ordentlich Stahl im Beton ist, dann ist der Sendemast auf dem Nachbarhaus echt schnuppe. Ist in meinem Büro übrigens leider auch so.

27 03 2010
Freierfall

Die empfindlichen Geräte werden selbstverständlich zur Genüge abgeschirmt bzw. sind bereits so konstruiert, dass denen ein bisschen Handystrahlung nichts anhaben kann. Sonst würden die auch bei den üblichen krankenhausinternen Funktelefonen, Pipsern usw. verrückt spielen. (Und die Hersteller könnten sich vor Klagen nicht mehr retten)
Das „Handyverbot“ an vielen Krankenhäuser ist oftmals eine Entscheidung der Verwaltung, um sich mit den überteuerten Automatentelefonen usw. einen Zusatzverdienst zu sichern…

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