Wir sind Doc Caro!

13 10 2020

Gelesen und gedacht: „Endlich jemand, der Mal klare Worte findet!“

Doc Caro findet klare Worte

Wir alle sind Doc Caro! Und WIR Ärzte sind diejenigen, die Euer Leben retten. Wir haben Familien, Kinder, Eltern, Partner, die zu Risikogruppen gehören oder gehören selbst einer an. Und trotzdem stehen wir in Vollschutz stundenlang in Kliniken und versorgen Patienten oder streichen im Akkord in Hausarztpraxen Verdachtsfälle ab, weil die Gesundheitsämter ihre Kernkompetenz inzwischen auf das zählen verlagert haben.


Hat irgendein Maskenverweigerer mal überlegt, wie das ist, während Coronazeiten in einer Notaufnahme zu arbeiten? Ich meine, da jammert so ein Maskenverweigerer, weil er 20 min beim Einkaufen einen Mund-Nasen-Schutz tragen soll, aber vergleicht man das mit der täglichen Arbeit von Ärzten und Pflegekräften ist so jemand ein Jammerlappen… wenn man mir das Wortspiel gestattet.

Hat mal irgendein Anhänger von Verschwörungstheorien überlegt, wer ihn im Zweifelsfall, also angenommen, das mit Corona ist echt und bei den Millionen Patienten wohl allmählich kein weltweiter Fake mehr, also wer ihm Sauerstoff anhängt oder intubiert? Machen das die Gurus der Verschwörungstheorien? Legen die Hand auf und dann ist alles gut?

Hat mal irgendein Systemkritiker überlegt, was ihn jetzt eigentlich wirklich stört? Wäre da die letzte Landtagswahl oder Bundestagswahl nicht eine bessere Gelegenheit gewesen? Und was stört euch? Dass ihr wenigstens alle eine Krankenkasse habt? Also wenn euch das nicht passt, dann geht doch nach USA, da wo ein möhrenfarbener blonder Mann gerade Obama-Care zerschlägt und ein guter Teil der Bevölkerung eine intensivmedizinische Behandlung sich nicht wirklich leisten kann? Oder nach Afrika, wo die Angehörigen Bettwäsche, Essen und Pflege übernehmen, also im Hospital wohlgemerkt? Stört euch, dass wir versuchen, Risikogruppen zu schützen, also alte, kranke und Menschen mit Handicaps oder eben gefühlt gesunde mit Risikofaktoren? Wollt ihr, dass wir sie sterben lassen? Survival of the fittest? Nachdem wir seit der Zeit der Aufklärung um humanistische Grundwerte kämpfen? Grundwerte wie Respekt vor älteren, Schutz von Hilfebedürftigen oder Hilfe für die Gemeinschaft? Die in unserer Verfassung oder in den Leitbüchern der großen Religionen stehen? Ich meine, früher sind solche Systemverächter irgendwo als Eremit auf einen Berg oder in einen Wald gezogen und lebten da für sich allein. Also sie nervten die Gesellschaft nicht mit Zweifel an lebenswichtigen Maßnahmen. Nehmt mal die Energie, die ihr da in Demos und Diskussionen reingesteckt habt, und stellt euch vor, ihr hättet mit der Energie geholfen, ein Leben zu retten.

Ein Leben retten… jemanden davor bewahren, dass dieser silberne Fasen reißt, der uns im Diesseits hält. Der Kampf, die Stunden harte Arbeit, die Besprechungen, das Abwägen für den Weg, den man geht, die plötzlichen Krisen, Reanimationen, Triage, wer das ITS Bett bekommt, die durchgeackerten Nächte… wir alle in der Branche kennen das…
Dieses Gefühl, wenn euch dankbare Augen ansehen, die ihre Kinder und Enkel aufwachsen sehen dürfen, die ihren Hochzeitstag erleben dürfen, die ihrer Frau einen Kuss geben können, die mit verweinten Augen, eingefallenen Wangen und abgehungert voll Sorge am Bett gesessen hat über Tage, Kinder, die ihrer Mutter keine Sekunde mehr von der Seite weichen wollen, weil sie endlich aus der Klinik zurück ist, … Kinder, die dachten, sie würden den nächsten Geburtstag trauern müssen, dieses lähmende Schock Gefühl, das sich um jede Faser des Körpers legt, erleben müssen und dann der Moment, wo sich das Blatt wendet und keiner sich traut, sich zu freuen, falls es doch zu früh ist, … Menschen, die in dem Moment begreifen, dass ihnen das wertvollste, das es überhaupt gibt, geschenkt wurde… habt ihr mal bei all eurem Meckern über Sicherheitsmaßnahmen, Mundschutz, und geplatztem Urlaub an etwas oder jemand anderen als euch gedacht? An diese Menschen, die ihr durch euren Leichtsinn oder eure Sturheit umbringt? Liebt ihr jemanden? Stellt euch vor, der wurde absichtlich infiziert, liegt beatmet auf Intensiv, ihr sitzt am Bett, 30 min pro Tag sind erlaubt, ihr wisst nicht, ob er noch da ist, wenn ihr morgen hin kommt… wie fühlt ihr euch da? Kann man in 30 min so viel Liebe geben, dass der Wille zum überleben reichen wird? Hört er mich? Was wird, wenn er es nicht schafft? Wie soll man die Kinder durchbekommen? Die Wohnung halten? Wird es jemals wieder eine Nacht geben, wo er neben mir im Bett schnarchen wird? Zu emotional die Fragen? Ja? Ist Realität. Die tägliche Konfrontation mit dem Existenziellen, mit Leid, Trauer, Hoffnung… Für all unsere Kollegen in den Kliniken. Die haben übrigens im Lockdown auch nicht gewußt, wohin mit den Kindern und waren trotzdem da, haben zum Teil wochenlang die eigenen Kinder nicht gesehen, weil sie sicherheitshalber bei den Großeltern waren, um sie nicht anzustecken, falls es den Arzt selbst erwischt. Also diese Kinder sahen ihre Mutti auch nicht, obwohl um sie herum alles verrückter wurde von Tag zu Tag.

Mal zusammengefasst: Maske verweigern, Scheinatteste ausstellen, Dauermeckern über Eindämmungsmaßnahmen, in Risikogebieten Urlaub machen, Beschränkungen ignorieren, Party machen, große Familienfeiern machen, auf Gottesdiensten bestehen und dabei Auflagen ignorieren, Arbeitsschutz nicht einhalten, … all das sorgt für Ansteigen der Fälle, volle Intensivstationen, sterbende Menschen. Jeder, der da mitmacht bzw bei den Schutzmaßnahmen bewusst nicht mitmacht, zeigt damit, dass sein eigener Egoismus und seine narzisstische Einstellung für ihn höher stehen, als der Schutz des Lebens und die Achtung vor anderen Menschen. Und damit sorgen genau diejenigen, die jetzt über die Einschränkungen schimpfen und dagegen sind, dafür dass die Zahlen steigen und noch strengere Maßnahmen ergriffen werden müssen. Corona-Paradoxon?

Jedes Kind bekommt es hin: Maske hoch, Hände waschen und Abstand halten… es ist doch weiß Gott nicht so schwer…

Wir alle sind Doc Caro!





Wer ist denn nun Top-Virologe?

11 10 2020

Wir leben in schwierigen Zeiten, leider. In Zeiten, in denen Top – Virologen wie Pilze aus dem Boden schießen, jedenfalls in der Presse. Sowohl in der Boulevardpresse als auch bei den öffentlich rechtlichen. Manche von denen fallen durch ziemlich… fragwürdige (das war jetzt die Umschreibung für bescheuert) Äußerungen auf. Äußerungen, die Menschen das Leben kosten werden oder gekostet haben, darunter auch etlichen Ärzten, Schwestern und Pflegekräften, die mit ihrer eigenen Gesundheit die Defizite des Gesundheitssystems vor und während Covid-19 ausgleichen müssen und jetzt seit März das Kanonenfutter geworden sind, weil die Covidioten lieber Party machen und an sich selbst denken und eben Mutter, Vater, Großeltern in die Kliniken bringen, oder auch mal selbst dort landen,

Vergleichen wir mal die Top-Virologen… also rein fachlich bzw Fachpressemäßig…

Prof Hendrik Streeck, heute bei Markus Lanz zu Gast, als Top Virologe in der Presse verkauft… PubMed /Medline verzeichnet ganze 3 Arbeiten von ihm aus 2020 über Covid-19… und er steht ziemlich weit hinten in den Publikationen, was heißt, Insider wissen das, so viel hatte er mit der Entstehung eher nicht zu tun, getippt haben andere…

Prof A. Kekule … gar keine Arbeiten publiziert in 2019 und 2020… nicht mal zu andern Themen… da wird wohl die berufende Uni bald Fragen stellen…

Prof. J. Schmidt-Chanasit – bisher in PubMed in 2020 keine Publikation zu Covid-19… ich finde, man kann Covid-19 aber nicht wirklich gut vergleichen mit Zika, Westnil-Fieber oder Usutu-Virus, jedenfalls erschließt es sich mir nicht so recht. Ich weiß nicht so recht, was ich denken soll bei ihm.

Prof. Marylin Addo – 5 Arbeiten in 2020 zu Covid-19 sowie weitere, die indirekt mit den aktuellen Themen wie Impfstoffentwicklung zu tun haben. In der Presse stets sachlich und realistisch mit tatsächlichem Informationsgehalt.

Prof. Dr. Sandra Ciesek – 26 Arbeiten in 2020 zu Covid-19 und Coronavirus. Davor auch schon sehr fleißig zu anderen Themen. Naja, ich denke, sie hätte den Titel verdient, da weiß man, was im Podcast zu sagen ist.

Prof. Christian Drosten – 36 Arbeiten zu Covid-19 und Coronavirus in 2020, davor reichlich Zu anderen Viren. Titel verdient würde ich sagen.

Und allen, die meinen, er schränke sie in ihrem Leben und ihrer persönlichen Freiheit ein und sei derjenige, den man hassen müsste, sei gesagt: nicht die Verordnungen zum Schutz Schränken euch ein, sondern ihr selbst, weil ihr die banalen Dinge nicht auf die Reihe bekommt wie Abstand und Mundschutz. das sind Kindergarten-Aufgaben und ihr stellt euch an wie in Ketten gelegt, wegen eines simplen Stück Stoffes vor dem Gesicht, mit dem ihr euer Leben und das Eurer liebsten oder eurer Kollegen schützt… Ihr schreit im Bus nach persönlicher Freiheit und Grundrechten und tretet das Recht nach körperlicher Unversehrtheit der andern im Bus mit Füßen- die aber in der !ehrheit sind…. Ziemlich egoistisch und undemokratisch, oder? Ihr seid diejenigen, die uns jetzt an den Rand eines weiteren Lockdowns bringen… Und dafür gesorgt haben, dass weitere Reglementierungen erfolgen müssen und die Intensivstationen in den nächsten Wochen wieder zulaufen werden. Nicht die Politiker sperren euch ein, ihr sperrt uns mal wieder alle ein, wir alle müssen uns demnächst wieder massiv einschränken, weil ihr wegen dreier simpler Dinge durchdreht und lieber Party, Schnaps und Rücksichtslosigkeit wollt. Was ist an Stoffmaske, Abstand und Händewaschen so schlimm? Sind euch die vielen Nudeln, Dosenerbsen und die Berge Klopapier vom März nicht so gut bekommen?! Ihr erkämpft gerade den nächsten Lockdown. Danke für soviel Kurzsichtigkeit.





Der Feind in der eigenen Klinik

30 08 2020

Schlimm genug, dass man sich als Arzt inzwischen dafür rechtfertigen muss, dass man Menschen behandelt, sogar solche mit Covid-19, weil eine kleine Minderheit der Überzeugung ist, es handelt sich nicht um eine Krankheit, sondern eine Erfindung von einem großen Verschwörungsring. Schlimmer ist jedoch, dass offenbar ein paar dieser Trolle tatsächlich im medizinischen Bereich oder in Versorgungseinheiten für Gesundheitseinrichtungen arbeiten. Der Feind im eigenen Haus sozusagen. Und sie haben offenbar Zeit, neben der versuchten Erstürmung unseres Parlamentsgebäudes auch noch Kommentare in Blogs abzulassen.

Wie verhalten die sich auf Arbeit? Machen die alles, was Patienten und Mitarbeiter schützt? Oder sabotieren sie Hygienemassnahmen? Provozieren sie damit Infektionsketten? Sind sie loyal zu ihren Arbeitgebern oder zu ihrer wie auch immer gearteten Überzeugung? Wie gehen Arbeitgeber damit um?





Es ist die Minderheit

29 08 2020

Gestern gab es eine Fortbildung. Aufgrund Covid-19 als Online-Variante. Aber der Inhalt war gut. Es ging um Impfungen, COVID und Reanimation. Also gemixt. Interessant war jedoch eine Grafik, wo die Zustimmung der Deutschen zu Impfungen gezeigt wurde. Sie nahm in den Jahren vor COVID zu und seit COVID nochmals. Diejenigen, die Impfungen ablehnen oder eher ablehnend gegenüberstehen sind insgesamt nur 6%. Heißt, das 94% der Deutschen Vernunft haben und sie anwenden! Good News!!! Es besteht noch Hoffnung.
Das scheint mit solchen Leuten, die gegen alles sind, immer dasselbe zu sein. Sie sind klein, wenige, das wissen sie und deswegen müssen sie laut sein, über Medien und Social Media. Und wenn man sie zur Demo nach Berlin lässt, um sich über das neue Thema Mundschutz aufzuregen (Das passt ja so gut in ihre Verschwörungstheorien), dann hängen sie an Polizisten und werden gewalttätig. Vergleichbar mit so einer Fußhupe Yorkshire-Terrier. (Die Besitzer mögen mir verzeihen, dass ich diese Hunderasse für so einen Vergleich heran ziehe.) Sie sind klein, aber machen mit viel Radau auf sich aufmerksam und sind sofort im Aggro-Modus, wenn ihnen was nicht passt. Und wenn sie auch noch ohne Leine rumlaufen, hängen sie schnell mal an Nachbars Hosenbein, oder dem vom Briefträger.
Vielleicht sollten wir in Analogie zum Yorkshire aus der Nachbarschaft genauso mit den Impfgegnern umgehen… „Halt die Schnauze Fifi, gibt keinen Grund, sich aufzuregen…“





Unfaire Kostenverteilung bei Corona-Tests

25 07 2020

Heute wird auf diversen Nachrichtenportalen verkündet, dass geplant ist, dass alle Reiserückkehrer, die nicht in der Lage waren auf einen Auslandsurlaub zu verzichten, kostenlos auf Coronavirus getestet werden können innerhalb der ersten 72h nach der Rückkehr.
Ich dachte, mich tritt ein Pferd.

Ich finde das unfair. Warum??? Weil alle kranken Menschen, die in eine Rehaklinik wollen, einen Negativen Coronatest vorweisen müssen. Und dieser ist nicht kostenlos, er wird auch nicht von den Kassen übernommen. Also Risikoverhalten auf Mallorca = kostenfreier Test, aber Herz-OP oder Bandscheibenvorfall = Test bezahlen. Ich weiß nicht, wer dem GBA, den Kassen, der Politik und den Ministerialbeamten so etwas nahegelegt hat. Aber wenn jemand eine Reha braucht, dann würde ich jetzt einfach sagen, ich war mal kurz im Ausland, ich hätte gerne den kostenfreien Test… Was für eine himmelschreiende Ungerechtigkeit… Menschen die auf sich achten müssen, werden bestraft und die Deppen, die nicht mal ein Jahr auf Auslandsurlaub, billiges türkisches All-inclusive-Hotel und Saufen auf Malle verzichten können, weil sie ihre Frontallappen nicht ausreichend steuern können, denen schenken wir für Risikoverhalten und Verstand ausschalten einen kostenfreien Test?

Und dann lese ich, dass es die Gesundheitsämter und Hausarztpraxen machen sollen. Das Gesundheitsamt in unserer Stadt testet selbst nur marginal. Dafür starten wir dann mit dem Run auf die Hausarztpraxen, in die sich endlich wieder die chronisch kranken Menschen trauen, und die jetzt dort, wo dringend Kontrollen nachgeholt werden müssen aus der Lockdown-Zeit, auf die Malle-Deppen und Türkei-Schnäppchenjäger treffen. Na Prost Mahlzeit. Soll das jetzt das schwedische Modell werden, wo man ohne es groß zu kommentieren gar nicht so wirklich was tat und dafür die Rentenkassen entlastet und Pflegeheime für Neuaufnahmen beräumt?!
Ich bin ehrlich gesagt nicht bereit, als Hausärztin in einem MVZ mit zahlreichen herzkranken, lungenkranken, diabeteskranken und älteren sehr netten Menschen auch nur einen davon zu gefährden, nur weil es jüngere und vermeintlich gesündere gibt, die glauben, es gibt nur sie und sie schulden weder der Elterngeneration noch der Allgemeinheit irgendetwas, Rücksicht zum Beispiel.
Interessanterweise hat unsere KV ja auch mal eben vor den Ferien alle Testzentren ratzfatz dicht gemacht. War ja auch nicht zu erwarten was jetzt passiert… merkwürdig, für uns Hausärzte schon. Aber uns hat man da zu Spielverderbern hingestellt, die die Tourismuswirtschaft hassen würden und zu jammernd und ängstlich seien… ja nee, is klar…

Der sächsische Ministerpräsident und Herr Lauterbach verkünden, dass die zweite Welle begonnen hat. Ja das hat sie. Auch bei uns in MV. Leider.
Es gibt nur einen Weg, das ganze vernünftig zu steuern.
1. macht sofort die Drive-in-Testzentren wieder auf!
2. Fangt endlich wieder an, die Einhaltung der noch gültigen Regeln zu kontrollieren. Es geht hier Gott verdammt nochmal nicht um die Befindlichkeiten von SUV-fahrenden Hotelliers und wohlstandsadipösen Gastronomen. Es geht um Menschenleben. Vielleicht um das Eurer Liebsten oder das Eurer Eltern. Jeder Ort könnte einen Haufen Geld in die Stadtkassen spülen, wenn der Ordnungsdienst plus Polizei Kontrollen machen würden. Und man würde viele da erreichen, wo das Handeln gesteuert wird- im Portemonnaie. Das Hirn ist ja beim Saufen auf Malle geblieben oder durch WhatsApp und Facebook in Digitalnarkose gelegt.
3. ändert die Hygienepläne in den KITAs und Schulen. Staffelt die Pausenzeiten, trennt die Klassenstufen räumlich, nutzt mehr Außenbereiche und verbietet es konsequent, kranke Kinder in KITA oder Schule zu lassen.
4. übernehmt die Kosten für Tests vor Rehas etc. Was soll der Schwachsinn, Kranke zu benachteiligten, aber gesunden Auslandsrückkehrern kostenfreie Tests anzubieten? Entweder alle oder keiner.
5. stattet die Gesundheitsämter sofort mit mehr Personal aus. Bestimmte Tätigkeiten können auch nicht medizinisch ausgebildete Leute übernehmen. Bevor in anderen Ämtern Personal gekürzt wird, setzt es um.
Und hört endlich auf, euch in die Tasche zu lügen. Es reicht nicht, die Fälle nach Hauptwohnsitz zu erfassen. Viel wichtiger ist der Entstehungsort bzw. Der Ort der Infektion. Denn da kocht es. MV ist derzeit das beste Beispiel. Kennzeichen aus allen BuLä sind hier, dazu Schweden, Dänen, Spanier, Schweizer, Italiener, Slowaken, Polen, Kroaten… ich fürchte, irgendwo hier wird es ein MV-Ischgl geben, in Swinemünde auf der polnischen Seite scheint sich gerade so etwas zu entwickeln… aber obwohl sich Auswärtige infiziert hatten IN MV, tönte es zehn Tage lang, Hurra wir sind Coronafrei und Vorbild. Nichts sind wir, wir sind auf dem auswärtigen Auge blind, damit die Hotels und Gaststätten und die FeWo-Besitzer aus BY, BW, HEssen, NDS usw. Geld an ihrem Betongold verdienen können, dass Immobilienmakler und Anlageberater ihnen aufgeschwatzt haben und das das Leben hier so teuer macht, dass eine normale Familie, die in Badeorten arbeitet, nicht mehr wie früher dort leben kann. Und während Marie aus MV die FeWo putzt, aus der Coronapositive abgereist sind, werden diese für Sonstwo gemeldet, aber Marie glaubt, hier gibt es keine Fälle und plötzlich schnieft sie und sitzt beim Landarzt neben Oma Müller mit Herzschwäche und Herrn Schmidt mit Diabetes. So ungefähr wird’s laufen…
6. Beendet sofort das Verfahren, dass bereits bekannte Kontaktpersonen nur angeschrieben werden. Und das obwohl Telefonnummern vorliegen. Der Postweg dauert einschließlich Poststelle im Gesundheitsamt nach meiner Erfahrung 4 Tage. 4 Tage… habt ihr eine Vorstellung, was in der Zeit manche Leute wie Lehrer, Pflegedienste, Verkäufer etc. an Kontakten haben? Ruft wenigstens an, dass man sie krank schreiben oder freistellen kann, auch wenn die Post später kommt.
7. Es muss Gesetz werden, dass alle Rückkehrer bei Einreise Egal ob Flug, Schiff, Auto erfasst werden, unter Quarantäne gestellt werden und diese Info unverzüglich via Amtshilfe an die Gesundheitsämter geht, die dann eine verpflichtende Quarantäne schriftlich bestätigen. Wenn man 3 Wochen Urlaub hat und unbedingt irgendwo Risiko am Ballermann sucht, kann man die Zweite und Dritte Woche dann in Ruhe lesen zuhause oder die Wohnung putzen. Oder den Schalter fürs Gehirn suchen. Und für die Unbelehrbaren sollte es ein Straftatbestand sein, da andere in der Gesundheit verletzt oder zum Teil getötet werden. Es wäre dann Möglich von den zum Zeitpunkt X unter Quarantäne stehenden Personen der Region zu schauen, wer in der Funkzelle eingeloggt war, wo gerade ein Ausbruch loslief und die gesetzlich festgelegte Regelung, dass sämtliche verursachte Kosten durch Nichteinhaltung als Schadenshaftung übernommen werden müssen. Das wird teuer… allein die Betriebsausfälle, die da oftmals zusammenkommen… das dürfte effektiver als ein Bußgeld sein, da Haftpflichtversicherungen bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit nicht oder nur eingeschränkt zahlen.
8. Ich habe seit Monaten keine Fahrkartenkontrollen mehr im ÖPNV erlebt. Was mich riesig stört sind Menschen, gerade jüngere, die im ÖPNV auf die Maske schei… so viele Behinderte gibt es gar nicht, die keine Maske tragen müssen, die ich täglich im ÖPNV sehe… und wenn eine getragen wird, dann hängt sie unter der Nase… da hilft sie nicht, weder dem Träger noch den anderen Menschen. Manchmal möchte ich mich hinstellen und laut rufen… „Haben Sie das gewusst, man kann den IQ jetzt ganz schnell bestimmen, in einer Sekunde! Man braucht nur gucken ob und wie jemand die Alltagsmaske trägt und schon ist alles klar… ach Sie da mit der Maske unter der Nase, soll ich Ihnen die Haltestellennamen vorlesen?“
9. ein tätlicher Angriff wegen Maskenverweigerung auf eine andere Person sollte massivst bestraft werden, nicht allein dass es oftmals schon schwere Körperverletzung ist, sondern es sollte aufgrund dieses Motivs eine besondere Schwere zuerkannt bekommen.
Und nicht ganz so dringend: 10. Für das Steuerrecht schlage ich vor, dass Masken, Desinfektionsmittel und andere Schutzmaßnahmen als außergewöhnliche Belastung für alle absetzbar sein sollten. Es würde motivierend auf die Menschen wirken, denke ich, wenn der Staat dadurch anerkennt, dass das oft knappe Einkommen gerade auch bei Menschen in finanzschwachen Regionen, strapaziert wird und anerkennen, dass sich der Einzelne an der Bekämpfung der Pandemie beteiligt.





Oberarzt in Wurstpelle

23 06 2020

Sehe gerade Ladys Night… als die Rede von Männern in Radlerfunktionskleidung ist, da war es wieder. FLASHBACKS. An meine Klinikzeit… einer der Oberärzte, der mir das Leben schwer machte, hatte auch die Krankheit, die sie alle kriegen in Führungspositionen… Midlifecrisis auf Akademisch. Der normale Mensch lässt sich dann beim Hausarzt durchchecken, ernährt sich eine zeitlang gesund und kehrt dann zum üblichen Vorgehen zurück. Entweder lässt er sich scheiden oder macht mit seiner Frau endlich alle Reisen, die man wegen der Kinder, die endlich (!) aus dem Haus sind, nicht machen konnte… wäre sonst zu teuer geworden mit vier Mann nach Bali oder auf die Seychellen…
Akademiker dagegen schaffen das nicht. Meistens jedenfalls. Sie gehen andere Wege, zum Beispiel zum Yoga für Männer, Tango oder Salsa Kurs mit der Gattin, kaufen sich eine 50000 Euro teure Maschine von Harley Davidson, das Kind kann ja endlich mal jobben neben dem Studium, oder noch schlimmer: sie beginnen Ausdauersport. Laufen und Radfahren.

WARUM???

Klares Statement von welchen, die ich mal vorsichtig gefragt hab: Fußball ist zu banal, das ist was für Normale oder die Assistenzärzte… Tennis sind die Regeln zu kompliziert und um gut zu sein, muss man früher anfangen. Golf… da hat man wohl Angst sich zu blamieren und das wäre zu versnobt und für alte Leute… aber Ausdauersport… das ist was für Helden. Helden die sich durchbeißen, hart sind auch bei 30 Grad, die ihren Körper quälen können und die diese Tugenden auch mit in den Alltag nehmen. Dazu gehört Askese. Vegane Ernährung, Fastenzeit, Disziplin, Härte gegen sich selbst. Auch alles Sachen, mit denen man in den Visiten angibt, die man vehement von seinen Untergebenen verlangt, wenn sie nach 24 Stunden Dienst tatsächlich anfangen zu schwächeln und nach Hause wollen statt den Bericht des Wochenendes mit sämtlichen Trainingszeiten oder Beschreibungen der einzelnen Kilometer des Stadtmarathons oder der Seenplattenrundfahrt zu hören… Wobei man selbst als Oberarzt ja nur noch Hintergrunddienste in der Oberarztdienstgruppe macht, wo bei den Internisten sowieso nur einer anruft, wenn die Klinik kurz vor dem Einsturz steht oder ein VIP des Stadtparlaments oder der lokalen Wirtschaft eingeliefert wird. Was selten passiert.
Und eins gehört noch zwingend dazu: das passende Styling. Eine Jogginghose ist was für Assis. Unter Niveau. Da muss diese hautenge Funktionslaufkleidung her… mit Markennamen und Handyhalterung für den Oberarm und eingebautem Navi… kann ja sein, das man sich in der Nachbarschaft verirrt… oder diese maximal eng anliegenden Radlerhosen mit Polsterung für den männlichen Dammbereich zur Verhinderung von Dysfunktion sowieso kaum noch genutzter Körperteile…
… wenn du dann diesen maximal mageren Veganer in Synthetikpelle gesehen hast, die so schonungslos ehrlich ist, wie sein Besitzer nie war und nie sein wird… und das so früh morgens noch gerade so im Dienst und hundemüde und kurz vor der Phase mit den Wahrnehmungsstörungen… und dem sein Dammpolster in der Radler größer ist, als das was es eigentlich schützen soll… und du schon denkst, schade, dass ich das Handy nicht draußen hatte… und dieser alternde hagere Körper gefühlt 10 Jahre älter wirkt als er sein sollte, weil nichts an Kittel mehr da ist, was es kaschiert… ja, dann fällt es einem nachher wesentlich leichter, das Gesülze über Disziplin, Askese, Training und maximal gesundes Leben in der Visite zu ertragen, das ein ewig gut ausgeruhter Vorgesetzer ohne Verpflichtung zu 24 Stunden Diensten da von sich gibt… und du denkst dann immer nur wie Sch… das im Fahrstuhl morgens ausgesehen hat und wie das wohl klappert wenn er mit dem Rad über Kopfsteinpflaster einheimischer Straßen holpert…

Und jetzt einige Jahre später… immer wenn ich diese radfahrenden Midlifecrisis Männer sehe, dann hoffe ich dass nicht plötzlich neben mir einer HALLÖCHEN ruft und mir die Streckenkilometer beschreibt… und ich diese Flashback-Bilder irgendwann wieder verdrängen kann…





House of God Regeln àla Trump

21 06 2020

Während der leider immer noch laufenden Covid-19 Pandemie hatte die Welt bisher schon genügend Gelegenheit, die geistigen Flatulenzen des intelligentesten Präsidenten aller Zeiten kennen zu lernen. Die neueste von heute rang mir etwas ab zwischen lachen und fassungslosem Kopfschütteln.
Nachdem die Computerkids der TikTok, Instagram und Facebook -Generation es geschafft hatten, mit Kartenreservierungen via Internet einen Ansturm von 1 Mio „Fans“ in Tulsa Vorzugaukeln, auf den sich das Wahlkampfteam lautstark vorbereitete, kamen nur knapp 6000, die auf Schutz vor Corona keinen Wert legten. Und vor denen tat der intelligenteste Präsident aller Zeiten eine Weisheit kund: Wir kriegen das hin, die Epidemie einzudämmen, wir testen weniger, dann haben wir weniger Coronafälle.

… Da klatschte ich mir doch glatt mit der Hand an die Stirn. So einfach ist das?! Und wir machen so einen Aufwand…

Er muss doch House of God gelesen haben… naja, es hat ihm jemand vorgelesen… also vermutlich nur die Regeln. Zählt ja in anderen Ländern so viel wie hier ein Medizinstudium. Da steht:
„10. If you don’t take a temperature, you can’t find a fever.“
Zu deutsch: wenn du kein Fieber misst, hat der Patient kein Fieber.

Also House of Trump Regel in Analogie „If you don‘t make a Covid-19 test, you can‘t find Covid-19“…

Wer dafür applaudiert, wird vermutlich weder den IQ Test über 80 Punkte haben, noch einen Demtect oder Uhrentest in einem geriatrischen Assessment bestehen… Also genauso wenig wie der, der das heute getönt hat…
Immerhin versuchte das Weiße Haus sofort ein Wenig zu entschärfen, seine Majestät haben beliebt einen Witz zu machen… jaja… wenn er nicht der intelligenteste Präsident aller Zeiten wäre, dann könnte man sicher drüber lachen…

(Für alle, die es nicht verstehen: es handelt sich bei diesem Text um SATIRE.)





Blanke Bedenken!

2 05 2020

Wenn die Schutzausrüstung alle ist, dann sind Links das einzige, was wir noch teilen können…

https://www.blankebedenken.org

Ich unterstütze euch gerne, von Hausarztpraxis zu Kollegen.

Was uns fehlt: Mundschutz (med. MNS) neigen sich dem Ende zu, wir haben keine Schutzbrillen, keine Visiere, keine Kopfhauben, nur noch wenige Kittel zum überziehen, keine Schutzanzüge. Ich bekomme so etwas noch nicht mal für den KV Dienst von meinem Arbeitgeber gestellt und da weiß man in der Regel nicht, wer oder was einen erwartet. Inzwischen versuche ich zusätzlich zu dem, was wir gestellt bekommen, auch über Zulieferer Sachen aufzutun, die preislich aber jenseits von gut und böse sind.

Was wir haben: Telefon, Kugelschreiber, AU-Formulare.

In MV werden MNS jetzt in Bussen verkauft. Hat Herr Caffier, der Innenminister organisiert. 1,2 Mio Stück aus Vietnam. Keiner soll vom Busfahren ausgeschlossen werden. Die Ware kam mit dem Flugzeug und was ich im Fernsehen sah, sah ziemlich nach medizinischem Material aus. Wird für 2-5Euro in Bussen verkauft. Also kommen Patienten mit dem Bus zum Doktor in MV, Kaufen dafür MNS, der Doktor hat dann aber zu, weil er kein Material mehr hat. Wie grandios doch diese Planung ist. Vielleicht sollten wir die AZubis den ganzen Tag Bus fahren lassen solange die Berufsschulen zu sind? Und jedes Mal einen MNS kaufen lassen, dann kommen wir vielleicht über die Runden? Oder den Deal machen, wenn du zum Doktor kommst, bringst du einen MNS für die Praxismitarbeiter mit…





Klappe zu, Mundschutz auf

1 04 2020

Und was mich heute überhaupt so auf die Palme gebracht hat?! So sehr dass ich mir die Finger wund blogge?

Zum Beispiel Bodo Ramelow, der heute wutschreiend in der Tagesschau krakelte, dass Mundschutz oder selbstgenähte Masken nichts bringen. Herr Ramelow: Wer schreit hat Unrecht. Sagte schon meine Großmutter. Ich habe 6 Jahre studiert, 12 Jahre in Kliniken gearbeitet, zwei Facharzttitel erworben, promoviert, bin jetzt seit mehreren Jahren Hausärztin, und vermutlich haben Sie im Gegensatz zu jemandem wie mir oder meinen Kollegen keine Ahnung, was Menschen in Kliniken, Praxen und Pflegeheimen leisten. Dafür reicht es nicht, im Wahlkampf mal Hände zu schütteln von Altenpflegern. Nein, Sie müssten JETZT mal eine Woche in einer Notaufnahme mitmachen. Nach 4 h würden Sie aufgeben. Ich habe nichts gegen Sie als Mensch, jedoch gegen Ihre Arroganz als Kaufmann gegenüber uns als Ärzten und unseren Versuchen, jeden einzelnen unserer Patienten in Hunderten Gesprächen zu sensibilisieren für Schutzmaßnahmen und der Suche nach den einfachen Wegen, die Menschen dazu zu bringen, den anderen zu schützen vor einer Infektion, von der sie selbst vielleicht nichts wissen, und sie davon abzuhalten, die Schutzkleidung wegzukaufen, die in Kliniken und Praxen Sinn macht, jedoch nicht wenn man mit dem Hund Gassi geht oder bei LIdl Klopapier hamstert. Denn Ministerpräsidenten wie Sie Herr Ramelow haben es ja offensichtlich nicht gepackt, entsprechend der seit langem bestehenden Pandemiepläne Vorräte an FFP Masken anzulegen. Sie und viele andere Verantwortliche sollten sich zum Beispiel mal Eichhörnchen anschauen. Die Bunkern im Herbst und zehren davon im Winter. Würden sie im Winter versuchen zu Bunkern, dann verhungern sie. So wie wir Hausärzte, Kliniken und Pflegeheime gerade.
Es tut mir leid, wenn ich Ihnen die Fachkompetenz abspreche, aber ich schwinge mich auch nicht auf, ein Parlament leiten zu wollen.
Aber es sind nicht nur Sie, die diese Strategie immer nd immer wieder wiederholen ohne jemanls darin Fachkompetenz erworben zu haben. Sie befinden sich in guter Runde mit Herrn Spahn, einem Politikwissenschaftler, der Millionen in seinen Digitalisierungsgesetzen versenkt hat. Geld dass er als Gesundheitsminister damals mal lieber in das Anlegen. Von Pandemievorräten gesteckt hätte. Hätte er den Kassen damit nicht so große Löcher gerissen und der GBA und IQWIG nicht die Medikamentenpreise mit Gewalt auf Aldi Niveau gedrückt, dann hätten sich einige Hersteller wohl kaum dazu entschlossen ihre Produktion preiswert nach China zu verlegen. Überhaupt wundert es mich schon sehr, dass angesichts der seit Jahren dauerhaft bestehenden Engpässe bei bestimmten Medikamenten und Impfstoffen nicht mal daran gedacht wurde, die pharmazeutische Industrie als systemrelevant einzustufen und feste Kontingente zu vereinbaren und die geldgierigen Zwischenhändler in die Schranken zu weisen, die billige Medikamente auf dem deutschen Markt gekauft haben und dann auf dem Weltmarkt mit Gewinn weiterverkaufen während in deutschen Apotheken der Einfallsreichtum des Apothekers gefragt war.
Von einem Klatschen abends um sechs können Pflegekräfte übrigens nicht leben, dafür bräuchte es ein angemessenes Gehalt. Das war es bisher keiner Regierung und keinem Gesundheitsminister wert. Der dauerhafte Notstand war vorher schon da. Dass wir die Krise schaffen, hängt jetzt an überarbeiteten Ärzten, Schwestern und Altenpflegern, die für dreischichtiges Arbeiten an sieben Tagen der Woche schlecht bezahlt werden und von schlechten Arbeitsbedingungen an den Rand der körperlichen Belastbarkeit gebracht worden sind. Herr Spahn, Sie und Ihre Vorgänger haben uns dorthin gebracht. Und die schwarze Null lieber Finanzminister sieht so schön aus, weil Sie die Wahrheit dahinter nicht sehen wollen. Schwarz ist übrigens bei uns die Farbe der Trauer.

Jetzt werdet Ihr plötzlich wach, wo eure Wähler sauer sind, weil Menschen sterben. Ohne die Toten hättet Ihr ja niemals über Medikamentenengpässe, Pflegenotstand oder die Abwanderung systemrelevanter Industrien nach Fernost nachgedacht. Scham sollte nicht bei denen liegen, die in der Krise erschöpft sind und nicht mehr können.
Klappe zu und Mundschutz auf würde ich sagen.





Vorschlag für eine neue Ausdrucksformen für Atemschutz

1 04 2020

Wir haben zwei große Probleme derzeit beim Thema Atemschutzmasken / Mundschutz.
1. Politiker / (Pseudo)Experten widersprechen sich in einem Satz. Einerseits geht es darum, dass wir dringend FFP2 in FFP3 Masken für die medizinischen Bereiche brauchen. Es folgt oft der Satz, dass nur diese effektiv sind. Dann kommt im nächsten Halbsatz, dass die Bevölkerung keinen Mundschutz braucht, weil der nicht hilft. Wenn man Laie ist, dann ist diese „Argumentation“ sofort als widersprüchlich erkennbar. Es wird Was ist die Reaktion? Angst, Panik, Hamsterkauf, Mängel in den Praxen und Kliniken, Diebstähle, Schwarzmarkt…
2. Es gibt für Laien, also den Großteil der Bevölkerung keine erkennbaren Unterschiede zwischen den einzelnen Masken und dem Einsatzzweck.

Sinnvoll fände ich folgendes.

Kategorie 1: Ziel Schutz vor Verbreitung des Virus. Bei Mangel und im Rahmen der Pandemie aufgrund Notsituation eingesetzte nicht zertifizierte Mundschutz-Masken, die im großen Stil von Textilbetrieben, Schneidereien und Laien nach einer einheitlichen Anleitung mit definierten ausreichend verfügbaren Stoffen hergestellt werden. Weiterhin breit gestreut propagierte Anleitung zum richtigen Umgang damit. Einsatz: in geschlossenen öffentlichen Räumen, Läden, ÖPNV, Büros, Patienten in Praxen etc.

Kategorie 2: OP Masken. Ziel: Einsatz im medizinischen Bereich. Verkauf nur an medizinische und pflegerische Einrichtungen oder registrierte Personen.

Kategorie 3: FFP2 und FFP3 Masken. Ziel: Einsatz im medizinischen Bereich oder versorgungsrelevante Bereiche wie Feuerwehr, Polizei etc. Verkauf und Abgabe im Rahmen der Pandemiesituationen nur an entsprechende Einrichtungen oder via Arztausweis oder Spezialambulanzen wie Knochenmarktransplantations-Ambulanzen etc.

Es geht schlicht um die Pandemiesituation. Später, in der Zeit danach, wann auch immer das sein wird, Rückkehr zum normalen Verkauf.

Vielleicht lässt sich mit diesen Kategorien die Erklärung für die Bevölkerung leichter gestalten. Es nützt einfach nichts, wenn Malergesellen ihre FFP Masken zu 30 Euro an sonstwen verkaufen, die damit Waldspaziergänge machen, während im nächsten Krankenhaus eine Schwester wegen fehlender FFP Maske infiziert wird.

Weiterhin sollten der Diebstahl aus Lagern mit harten Strafen geahndet werden, denn es kommt der Körperverletzung an medizinischem Personal und Patienten gleich. Auch der Handel zu Wucherpreisen Etc sollte verboten und hart geahndet werden.