Die hölzernen Nüsse gehen an…

24 04 2019

Sie sind wieder da: die hölzernen Nüsse sind zurück. Eingeweihte wissen Bescheid – für besonders sexistische Leistungen und geistige Blindgänger gibt es die hölzernen Nüsse.

Nach dem ich soeben auf NDR „Extra3 Der reale Wahnsinn XXL“ gesehen habe (Sendung vom 24.4.19) geht ein Applaus an die Journalisten für das Interview mit der Landrätin des Landkreises Schmalkalden-Meiningen. Eben dieser Landrätin des Landkreises Schmalkalden -Meiningen und der Marketingabteilung verleihe ich hiermit die Hölzernen Nüsse! Verdient haben sie sich den Preis mit der Sexualisierung von Volleyballerinnen. Denen haben sie auf den Hintern die Internetseite prachtregion.de drucken lassen und im Logo noch schön die Hügelchen eingearbeitet. Die Volleyballerinnen sind vom Geld des Sponsorings abhängig, ohne Geld kein Sport in der Liga. Somit nutzt das Marketing die Mädels aus, sich so eine Schwachsinnsadresse auf die Hosen bzw. Arschbacken drucken zu lassen. Ich wundere mich, dass sie es nicht auch quer über der Brust haben. Aber kommt bestimmt noch. Die Frau Landrätin stellt sich im Interview auch noch hin und findet es gut… ich würde gerne mal wissen, ob sie bei ihrer Arbeit wie Bändchen durchschneiden oder so gerne auf ihrer Kehrseite prachtregion.de stehen haben möchte… Die Frage welche Botschaft die Sportlerinnen für junge Mädchen im Sport vermitteln sollen, verweigerte sie zu beantworten, sie fand es eine Provokation. Ich finde, sie sollte mal reflektieren, warum sie es provokant empfunden hat.
Zudem wage ich zu behaupten, dass es vielleicht erst die Idee mit der Werbefläche gab und dann die Domain… aber ich irre mich bestimmt.
Liebe Frau Landrätin, hiermit verleihe ich Ihnen und dem Marketing Ihrer Region Schmalkalden Meiningen die Hölzernen Nüsse für die bescheuerte Idee, Sportlerinnen für sexualisierende Werbung zu benutzen und das als Frau… und für Ihre Ansichten weit ab vom normalen im Interview mit der NDR Journalistin.

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Fridays for Future – Weitermachen!

15 03 2019

Jungs und Mädchen machte weiter mit euren Demos am Freitag! Setzt euch mit dem Thema auseinander! Frage mich, ob ihr auf der Demo nicht mehr lernt als in der Schule… und warum sind eigentlich die Meckerer, die die Einhaltung der Schulpflicht fordern für diese zwei Stunden (wahrscheinlich habt ihr ohnehin wegen Lehrermangel mehr Ausfall…), nicht selbst auf der Straße und nehmen euch den Job ab, wenn sie der Meinung sind, Schule ist für euch wichtiger… achso, weil sie für ihren 12l fressenden SUV keinen Parkplatz dicht genug an der Demo fanden? weil sie so untrainiert sind, dass sie nicht mehr als fünfzig Meter laufen können? Weil sie inhaltlich nicht folgen können, weil die Texte mehr als zehn Worte enthalten und nicht zu schön simpel sind wie in der Zeitung mit den vier Buchstaben? Weil sie vergessen haben, dass 1968 eine Jugendliche Generation mit der Meinung, den Zwängen und der Verbohrtheit der Elterngeneration brach und sie evtl. Sogar dazu gehörten?

Warum ich das sage? Klima und Umwelt hat sehr viel mit Gesundheit und Krankheit zu tun. Ausbreitung von Erregern durch Klimawandel, klimabedingte Erkrankungen, Krebserkrankungen durch Umweltbelastung, psychische Erkrankungen durch Lärm, Enge, etc., Herzinfarkte durch Feinstaub und Lärm, Mikroplastik und Weichmacher im Essen, Glyphosatrückstände im Gemüse, kontaminiertes Trinkwasser durch Nitratverseuchte Böden, hormonaktive Substanzen die in die Nahrungskette gelangt sind und unfruchtbar machen, Allergien die von 10% auf über 30% angestiegen sind, weil z.B, Substanzen aus dem Feinstaub wie wirkverstärker für Pollen auf unserer Schleimhaut wirken…

Wie wäre es mal mit 12 Punkten zum Sofortabarbeiten?!

1. Glyphosat und Derivate weltweit verbieten
2. landstromanschlusszwang für alle Kreuzfahrthäfen
3. Nitratbelastung auf Äckern senken und weniger Gülle produzieren – heißt auch Massentierprodutkion auf normales Maß senken anstatt halb China mit deutschem Gammelfleisch zu beliefern
4. Bahnstrecken aufmachen statt zu schließen Frau Schwesig und Herr Pegel! Nur wer mit dem Zug am Urlaubort auch ankommt, lässt sein Auto stehen.
5. Fernzüge ausbauen in MV, Regionalexpresse nach Berlin und HH stündlich, dass man nicht ständig stehen muss in vollen Zügen und alle 2 h einen Intercity oder ICE nach Warnemünde und Stralsund, liebe geizige Landesregierung, dafür legt unsere Steuern an und nicht für irgendwelchen anderen Blödsinn, wenn ihr nicht beauftragt, dann schickt die Bahn keine ICEs… Verstanden?!
6. wir haben in MV genug Windräder, um uns selbst zu versorgen. Es reicht mit der Lärmverschmutzung durch die Dinger! Mehr brauchen wir nicht, vor allem Wenn wir MV -Bewohner die Zulagen bezahlen müssen, dass ihr die Trassen nach Bayern baut.
7. Radwege ausbauen, abschließbare Radparkhäuser fördern. Sicherheit für Radfahrer im Straßenverkehr erhöhen durch Warnsysteme für Rechtsabbieger etc.
8. anstatt den ÖPNV zusammenzuschrumpfen baut Busse und Bahnen im Nahbereich aus. Taktung erhöhen, Preise senken. Wenn eine Krankenschwester morgens nicht mit dem Bus oder Bahn zur Klinik kommen kann zur Frühschicht, weil der erste Bus erst um 6.00 fährt, dann nimmt sie das Auto. Wennschon 20 min auf einen uns warten muss für ne 10 min Strecke, dann nehme ich das Auto.
9. Wenn ihr uns die hygienischen Plastetüten beim Obst verbietet, haben die in Afrika oder auf den Philippinien immer noch keine funktionierende Müllentsorgung und werfen es da hin wo Platz ist. Ohne Bildung wissen die nicht mal, dass sie selbst Teil der globalen Katastrophe sind, die ihnen bald die Lebensgrundlage entziehen wird. Wäre bessere Entwickungshilfe möglich als billige Textilfabriken zu bauen, oder?
10. bienenfreundliche Gestaltung aller öffentlichen Grünanlagen und Zulassen eines Bürger-Sponsoring für Saatgut, Blumenzwiebeln etc. Sowie Ausbau der Größe und Pflege von Grünanlagen in städtischen Gebieten
11. Verbot der Schließung von Kleingartenanlagen zugunsten von Bebauung durch was auch immer. Immobilienspekulanten sind die Totengräber für ausgeglichenes Stadtklima und Grüngürtel sowie Naherholung für einfache Bürger. Vielleicht muss man Herrn Backhaus auch in Rente schicken, diesen Feind der Kleingärtner MVs.
12. liebe Parlamentarier werdet euch mal schnell bewusst, dass die Bürger euch ins Parlament gewählt haben und nicht diese Lobbyisten, für die ihr euch in den Fraktionen prost… und Gesetze schafft, die sinnlos und wirkungslos sind, aber vor blindem Aktionismus strotzen und letztlich solche Dinge wie Grenzwerte industriefreundlich aber menschenfeindlich festlegt und nicht mal den Arsch in der Hose habt, eine der giftigsten Substanzen, die es derzeit gibt, mit Namen Glyphosat zu verbieten… eure Nähe zur Industrie muss man ja schon keinem mehr erklären, das springt ja selbst den dümmsten an. Ist schon seltsam dass ein und der selbe Konzern Glyphosat und Chemotherapeutika und andere Medikamente im Sortiment seiner einzelnen Gesellschaften hat… ach ja und das passende Saatgut, das auf Glyphosat resistent ist auch noch… ein Schelm wer böses dabei denkt…





Warum ich weniger Weihnachtskarten schreibe

14 12 2018

Bis vor 2 Jahren schrieb ich haufenweise Weihnachtskarten. Zum Teil auch selbst gebastelt, beklebt usw. Ich habe alle Verwandten damit bedacht und meine Freunde. Unsere Verwandtschaft bekam es meistens hin, wenigstens in der Woche nach Weihnachten noch Karten zu schicken (die „Gegenkarten“), meist diese kostenlosen Spendenbettel-Karten und die Briefmarken waren zusammengestückelt, bis die aktuelle Portohöhe erreicht wurde… Miss Marple würde sagen: sie sahen sich verpflichtet und kratzten unvorbereitet Reste zusammen. Jeder so wie er kann. Dachte ich.

Vor 1,5 Jahren starb mein Vater völlig unerwartet. Nach kurzer schwerer Krankheit wie es immer so schön heißt. Das Leben meiner Familie, unserer Familie, zerbrach unwiederbringlich innerhalb weniger Tage. Nichts ist mehr so wie es mal war. Mein Universum zerschmetterte in wenigen Tagen.
An einem Freitag rief ich alle Telefonnummern an, die ich in der Klinik dabei hatte. Nur die eine Tante ging ran.
„Papa liegt im Sterben. Er wird das Wochenende nicht schaffen. Könnt ihr kommen, bitte?!“
„Oh das passt mir jetzt aber gar nicht, wir müssen noch einkaufen und was vorbereiten. Ich ruf dich in zwei Stunden nochmal an.“
Sie gaben ihm Rescue-Medikamente, damit er seine Geschwister noch verabschieden konnte. Niemand rief an. Doch, ich am nächsten Tag.
„Die Therapie wird beendet. Er wird das Wochenende nicht schaffen. Könnt ihr kommen? Bitte…“
„Nee also das tut mir leid, wir haben das besprochen, wir werden nicht kommen. Wir haben uns entschieden, das Leben zu feiern, da passt das jetzt nicht so rein.“
„Und meine Cousinen? Meine andere Tante?“
„Nein. Kann ich sonst noch was für euch tun?“
„Nein…“
Nie in meinem Leben habe ich mich so hilflos und allein gefühlt wie an diesem Sonnabend morgen bei 3 Grad im Nieselregen vor der Klinik. Keines der Worte ist erfunden. Wie Peitschenhiebe haben sie sich in meine Erinnerung eingegraben. Ich habe überlegt ob ich die Namen nenne, ob ich mich hier oute, weil es mir eine Zeit lang ein Bedürfnis war, die Wahrheit über diese Bosheit in die Welt hinaus zu schreien. Meinen Hass in Worte zu fassen. Ich habe diesen Geschwistern meines Vaters soweit mir bewusst ist, nie etwas getan. Ich war allein,hilflos und bat um etwas für mich normales. Ich hätte bei einem solchen Hilferuf alles stehen und liegen lassen. Papa auch. Und das hat er mehrfach in seinem Leben für seine kleinen Geschwister. Nie hätte ich gedacht, wie bösartig diese Geschwister meinem Vater mitspielen.
Auf der Beerdigung sagte diese nette Tante „Du kannst dich ja mal melden… wenn du willst.“ Das war überhaupt das einzige, was sie sagte glaube ich. Und zu meiner Mutter: „Naja so richtig gehörst du nach G.s Tod nich mehr zur Familie.“
Ich hoffte über ein Jahr auf eine Entschuldigung. Ich dachte, das war doch nicht ernst gemeint, sie muss überfordert gewesen sein, geschockt, nein, so verhält sich niemand. Lass die Tür offen, sie werden kommen und sich dafür entschuldigen. Ich schrieb weiter Karten zum Geburtstag, Weihnachten… es kam eine Weihnachtskarte zurück, die sah aus wie eine trauerkarte. Nur die Unterschriften, kein Text. Meinen Geburtstag hatten sie sowieso schon immer vergessen, daran änderte sich nichts. Kein Anruf, keine Frage wie es geht, ob wir Hilfe brauchen, keine SMS, nur diese Weihanchtstraueekarte vor einem Jahr. Nach einem Jahr des Wartens hatte ich verstanden, dass es niemals zu dieser Entschuldigung kommen wird. Ich habe festgestellt, dass mich die Wut und der Hass auf diese Leute zerfrisst und ich beschloss, mich zu bemühen, dass ich mich nicht darin ergehe. Nicht weil ich verzeihe, das werde ich nicht. So etwas kann man nicht verzeihen. Nein, weil es mich sonst krank macht und mir die Energie raubt, wenn ich weiter voller Hass bin und die Wut mir immer wieder ins Hirn steigt. Ich möchte mit denen nichts mehr zu tun haben. Es gibt nichts mehr von mir, keinen Anruf, keine SMS, keine WhatsApp, keine Einsicht in meinen Status (den hat man immer sehr interessiert mitgelesen) und eben keine Weihnachtskarten. Kein warten mehr auf eine Entschuldigung. Kein Tür offen halten für Menschen, die es nicht wert sind. Und es fühlt sich richtig an. Und noch besser ist das Gefühl, wenn deren Karte kommt – oh und das war neu dieses Jahr: sie kam jetzt schon und ich frag mich allen ernstes wieso…- sie direkt in die blaue Papiertonne zu entsorgen. Es lebe das Recycling-Klopapier! Leider krieg ich dabei immer noch den Anflug von unbändiger Wut auf diese Schwestern meines Vaters. Irgendwann werden wir nichts mehr voneinander hören. Und es ist für mich ok. Es ist gut so. Meine Weihnachtskarten bekommen nur noch die Menschen, die sich ernsthaft drüber freuen. Und die mir in den letzten 1,5 Jahren zeigten, dass man nicht genetisch verwandt sein muss, um anderen beizustehen und an ihrer Seite zu sein. Wir sind nicht allein.





Geschenketipps

13 12 2018

Was schenkt ein Arzt zu Weihnachten?! Naja jedenfalls keine Pillen, Abnehm-Abos oder sowas. Wir sind eben auch nur normale Leute…
Ich lese gerne und verschenke gerne Bücher. Das erinnert mich gerade an einen meiner Lieblingspatienten, der bei unserer ellenlangen Wartezeit seine Bücher liest. Wir tauschen uns gerne über unsere aktuelle Lektüre aus. Einer der liebenswerten Momente im Arztleben…

Also wer noch was brauchbares sucht:

David Baldacci „Das Geschenk“ – ein weihnachtlicher Krimi im verschneiten Amerika in einem Zug, fast schon eine Hommage an Agatha Christies Mord im Orientexpress, den ich versuche jedes Jahr zu dieser Zeit zu lesen. Manchmal klappts. Man kann ihn schwer zur Seite legen, meine kürzeste Zeit waren zwei Tage bis zur letzten Seite… aber ich musste ja noch Geschenke einpacken und so was.

Lagom. Die schwedische Art der Achtsamkeit. Von Göran Everdahl. Mal einfach runter kommen auf schwedische Art.

Eine kurze Geschichte der Menschheit. Von Yuval Noah Harari. Woher wir kommen wird auf eine sehr interessante Art erklärt und vielleicht verstehen wir, wo unsere Wege als Menschheit uns hinführen werden.

It’s teatime, my dear. Von Bill Bryson. Ein Amerikaner wandert nach England aus. Geht zurück, kommt wieder und bleibt. Welche skurrilen und liebevollen Einblicke er bekommt, schildert er zum Beispiel in diesem Buch. Preisgekrönter Autor, aber trotzdem 🙂 gut zu lesen. Und zu lachen.

Einen Scheiß muss ich. Tommy Jaud. Ein Klassiker, aber immer gut für alle, die im Alltag allmählich merken, dass ihnen die Distanz zu den A… und B-Schlöchern verloren geht und die einen Motivationsschub brauchen, um sich au s den Fängen eben solcher zu lösen.

Ach ja, und ich finde Thalias Aktion gut: Mittwoch ist Lesetag! Lasst uns echte Bücher lesen, jedenfalls wenn ihr mit dem Blog fertig seid und geht zu den Buchläden hin, die vor Ort sind und sagt denen das, was ich auch immer sage: wenn sie das Buch hätten, hätte ich es hier gekauft, machen sie doch mal mehr als nur die Bestseller Liste, die inzwischen jeder Supermarkt und Rossmann stehen hat, seien Sie einfach mal wieder ein echter Buchladen! (Ach ja und wenn das Buch da ist, was ich suche, dann kaufe ich es auch immer…)





14.11. – Weltdiabetestag

13 11 2018

Zum Weltdiabetestag am 14.11.

Die größten Diabetes-Chancen kann man sich mit folgenden Produkten unserer Industrie erarbeiten:

Wasser mit Geschmack (was eigentlich Zuckerwasser mit Geschmack heißen müsste oder schlicht Brause)
Überzuckerter Kinderjoghurt
Produkte „ohne Zucker!“ Und mit Glucosesirup (flüssiger Zucker) oder Fructosesirup (genauso), die nicht Zucker heißen, aber Zucker sind
Softdrinks, also Cola, Orangenbrause, Zitronenbrause, Eistee, Säfte usw., die knapp ein Drittel bis ein Viertel Zucker enthalten
Fast Food, eine Mischung aus Englisch und Deutscher Vokabel, also Fast Essen, auch Beinahe-Essen. Jemand hatte versucht zu kochen und es ist beinahe etwas essbares geworden.

Die Retter vor Diabetes:
Bewegung, Bewegung, Bewegung, dumm nur dass es anstrengt und Zeit kostet, die beiden größten Hemmnisse, wenn es an die Umsetzung geht. Blutzucker messen, Insulin spritzen und zum Arzt gehen kostet auch Zeit und ist anstrengend, nur eben später, macht auch weniger Spaß.
Mit Verstand einkaufen. Was man isst, entscheidet sich im Laden, nicht erst in der Küche – da wird verbraucht, was gekauft wurde. Also lesen, was drin ist, kostet Zeit, macht weniger krank. Geht mal davon aus, dass wir programmiert sind auf Zucker+Fett=haben wollen! Und das wissen die Verkaufspsychologen und Marketingleute der Hersteller. Wir kaufen das, wo unser Gehirn glücklich ist, also Zucker und Fett. Und wenn einer doch ein schlechtes Gewissen bekommt, kein Problem, tun wir halt Vitamine rein, dann Ist es gesund, steht ja auch drauf und schon gehts dem schlechten Gewissen deutlich besser. Was ist das Ziel eines Herstellers? Richtig, preiswert produzieren, viel verkaufen. Ist einem das klar, wird das einkaufen einfacher.
Unverarbeitete Produkte kaufen von regionalen Produzenten.
Gegen mieses Kantinenessen in Schulen und Betrieben protestieren. Der Arbeitgeber hat eine Fürsorgepflicht, nach meinem Verständnis ist mieses fettes ungesundes Essen Körperverletzung…
Den Kindern beibringen, was gesund ist! Ihr tut alles für sie, lest ihnen jeden Wunsch von den Augen ab, springt durch Feuer, bewahrt sie vor jeder Gefahr, dann zeigt Ihnen und euch auch was gesundes Essen ist. Nichts kann so wertvoll für das Leben sein wie Liebe, Geborgenheit, Wärme, Vertrauen und Gesundheit.





100 Jahre Frauenwahlrecht

12 11 2018

Heute ist der Tag, an dem wir Frauen seit 100 Jahren wählen dürfen. In Deutschland. Mädels, Frauen, ja auch Omas, macht euch das bewusst! Wir haben ein Privileg – und damit meine ich nicht, DASS wir wählen dürfen, denn das ist in meinen Augen ein demokratisches Grundrecht! Ich meine die Tatsache, dass Frauen dieses Grundrecht bereits vor 100 Jahren erkämpft haben für Deutschland, während andere Länder heute noch im tiefsten Mittelalter stecken und Frauen weder dieses noch andere Grundrechte haben. Und wir alle sind aufgefordert, stolz auf dieses Privileg zu sein und unser Grundrecht wahrzunehmen. Nicht zu wählen ist keine Antwort. Wer nicht wählt, tritt dieses Grundrecht und die Frauen, also die Generation unserer Großmütter und Urgroßmütter, die es erkämpften, mit Füßen. Wer nicht wählt, braucht sich hinterher über nix zu beschweren. Nicht zu wählen, heißt meckern verboten. Und wenn ihr die nächste Wahlberechtigungskarte im Briefkasten habt, dann denkt dran, was es bedeutet, Grundrechte zu haben und was es Frauen gekostet hat, sich vor hundert Jahren dafür einzusetzen.





Testopedia vs. Frauen in der Wissenschaft – oder Die hölzernen Nüsse zum zweiten

5 10 2018

Nachdem viele aussichtsreiche Kandidaten um die Hölzernen Nüsse* gekämpft haben, habe ich mich als Jurymitglied entschieden, sie diese Woche an die Moderatoren von Wikipedia zu verleihen.

Wie derzeit überall berichtet wird, ist der Frauenanteil bei den Moderatoren recht klein. Das ist der erste Punkt. Der zweite: Die vorhandenen überwiegend männlichen Moderatoren erwarteten von Frauen, die einen Eintrag bekommen sollen, geradezu übermenschliche Dinge. Aktuell muss man ja mindestens den Nobelpreis für Physik bekommen, als dritte Frau überhaupt, um einen Eintrag zu erhalten. Das ist Frau Donna Strickland gelungen. Die Wertigkeit für Frauen kurz erklärt: krieg erstmal einen Nobelpreis (oder werde Kanzlerin), dann bekommst du einen Eintrag bei Wikipedia. Für einen Mann liegen die Kriterien nicht so hoch. (Für den dritten Punkt im Rahmen der Prämierung würde es reichen, sollte sich herausstellen, dass der Beitrag im Frühjahr 2018 für Donna Strickland von einer Frau eingereicht wurde… aber zwei Punkte sind mehr als ausreichend, bin mir nicht sicher ob das bis drei zählen… ach lassen wir das…)

Ich möchte an dieser Stelle Spiegel Online zitieren:
„Am 23. Mai 2018 lehnte der Moderator einen Entwurf über Strickland für die englischsprachige Wikipedia-Seite ab. In der Begründung heißt es, die „genannten Referenzen zeigen nicht, dass sie sich für einen Eintrag qualifiziert“. Es sei nicht erkennbar, dass über Strickland schon mal in vertrauenswürdigen, sekundären Quellen berichtet wurde.“
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/donna-strickland-wikipedia-verweigerte-nobelpreistraegerin-eintrag-a-1231494.html

Ein Herr Daniel Küblböck hatte es sehr wohl in die deutsche Wikipedia geschafft, genauso wie ein Herr Zladko Trpkovski. Die beiden Herren brauchten dafür nicht den Nobelpreis erringen. Als Referenzen reichten offensichtlich die Klatschpresse für Z-Promis mehr als aus. Und RTL2 kann sich wohl als vertrauenswürdige sekundäre Quelle geadelt fühlen, wie mir scheint.

Aus den genannten Gründen verleihe ich hiermit wenig feierlich die Hölzernen Nüsse an Wikipedias Moderatoren.

Zudem taufe ich unser subjektiv beeinflussbares Online-Lexikon in Testopedia um, da Testosteron offensichtlich eine entscheidende Rolle spielte und spielt. Das nehme ich erst zurück, wenn die Quote der Moderatorinnen bei 50% angekommen ist und eine gezielte Förderung der Gleichstellung auch in der Darstellung von Personen der Zeitgeschichte erfolgt. Für jeden Beitrag über einen Mann auch einen für eine Frau dazu. Bis dahin wäre ich auch nicht bereit einen Cent zu spenden für Testopedia, wieso sollte ich als Frau diesen Moderatoren finanzielle Unterstützung zukommen lassen? Die Emma werden sie sich kaum davon kaufen…

Mädels, wenn wir wollen, dass diese Welt in kleinen Schritten gerechter und wertschätzender für uns und unsere Arbeit wird und wir nicht nur das schmückende Beiwerk sind, das manche Männer brauchen, um endlich mal gut auszusehen zu können, dann schreibt bei Testopedia mit, jede mit ihren Stärken. Schwarmintelligenz ist ein weibliches Substantiv, oder?! 🙂

Wie wäre es mit #notestopedia ? … nur so als Vorschlag für alle, deren Internetliebe weiter reicht als bei mir und die es lieber über die Kanäle Facebook und Twitter kommentieren würden.

*was es mit den Hölzernen Nüssen auf sich hat siehe Beitrag von 2016