Nach dem Start gibts den Boykott

10 04 2021

Lange haben wir Hausärzte darauf gewartet. Diese Woche ging es endlich los: Wir dürfen Coronaimpfungen verabreichen. Nicht nur Hausärzte sondern auch Fachärzte wie Pulmologen, Onkologen, Gynäkologen. Wir alle stehen dafür, dass wir als Gemeinschaft der Ärzte im ambulanten Bereich unseren Beitrag leisten wollen, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Diesen Beitrag leisten wir eigentlich schon seit einem Jahr. Denn wir behandeln Corona-Verdachtsfälle, wir betreuen Corona-Patienten ambulant, wir testen und wir beraten zu Schutzmaßnahmen. Dabei wurden wir Hausärzte mehr als einmal durch überbordende Bürokratie, politische Ränkespiele und fehlende Bereitschaft der Entscheidungsträger, uns zu helfen, blockiert. Das hat mit Sicherheit einigen Menschen in diesem Land das Leben gekostet. Doch wie immer in so einer Situation: es gibt keine genauen Zahlen dazu, wieviele Menschen z.B. an falschen Teststrategien starben. Erinnern wir uns daran, dass jeder Urlauber getestet wurde. Kostenfrei. Im letzten Sommer. Doch wer schwerkrank war und in eine Reha wollte, musste seinen Test selbst bezahlen. Dafür war dann kein Geld mehr übrig. Das wurde für risikobereite Urlauber rausgeworfen, die nicht mal bereit waren, sich an präventiven Maßnahmen zu beteiligen. Andersherum wäre es besser gewesen: Die Urlauber zahlen und wir geben das Geld für die Testung und den Schutz kranker Menschen aus.

Gehen wir noch weiter zurück: damals zu Beginn zogen namhafte Politiker und auch Entscheidungsträger in Zweifel, dass eine Maske, und sei sie auch nur aus einem gefalteten Taschentuch gemacht, etwas an der Ausbreitung der Viren verändern könnte. Und das obwohl schon Jahre vorher über Aerosole und deren Verbreitung geforscht und publiziert wurde. Erinnerte ein wenig an „die Erde ist eine Scheibe“. Wir Ärzte riefen dazu auf, dass man Community-Masken propagiert. Es endete damit, dass ein Run auf medizinisches Equipment einsetzte und wir im medizinischen Bereich fast arbeitsunfähig waren. Als dann endlich eingesehen wurde, was Strömungswissenschaftler tausendfach wiederholten, war es für einige Menschen zu spät.

Als die Ärzte im Oktober die beginnende zweite Welle erkannten, die die Urlaubsrückkehrer einschleppten – denn clever war ja, nur einen Bruchteil von ihnen bei der Einreise nach D zu testen – da wurde gesagt: Oh, die Wirtschaft geht vor, das kommende Weihnachtsgeschäft. Die Welle kam, der Lockdown light versagte kläglich und anstatt im November einen konsequenten Lockdown zu fahren, damit das Weihnachtsgeschäft mit niedrigeren Zahlen starten kann bzw. Stattfinden hätte können, eierte man diskutierend vor sich hin und schädigte die Wirtschaft durch dieses November-Eiern und Dezember schließen dann so richtig. Ach ja – und auch das kostete zahlreichen Menschen das Leben.

Was kostet Menschen noch das Leben? Nun, wenn man Regeln aufstellt und negative Sanktionen in Aussicht stellt, wenn diese Regeln nicht eingehalten werden, dann muss man diese auch umsetzen, sonst verlieren diese Sanktionen an Effekt. Was nützt es, wenn Geldstrafen darauf stehen, wenn Ferienwohnungen vermietet werden an Urlauber und es machen heimlich trotzdem etliche? Fährt man in MV umher, dann sieht man an manchen Stellen mehr auswärtige Kennzeichen als einheimische. Die Ladenöffnungen wurden flankiert von zahlreichen Einkaufstouristen. Und jetzt wundern wir uns in MV über steigende Zahlen. Und ist jemandem mal aufgefallen, dass wir mit schöner Regelmäßigkeit ansteigende Zahlen nach den Ferien haben? Sommer, Herbst, Weihnachten, Winterferien… Ostern… diese zeitliche Korrelation fällt schon irgendwie auf. Aber schaue ich in die Nachbarschaft, dann sehe ich, dass auch Staatsbeamte auf die Einhaltung der Kontaktbeschränkungen …en. Wenn Ostern 3 Besucherautos aus anderen Bundesländern zeitgleich parken und alle zusammen in einer Wohnung sind, dann klatschen doch die Erreger in die Hände. Und danach gehts wieder in KITA und Grundschule und hurra, da wird dann geschlossen und die Krankenschwestern und MFA hocken mit den Quarantäne-Kids zuhause und fehlen an wichtigen Stellen.

Und was folgt jetzt? Nach dem Start der Impfkampagne in den Hausarztpraxen – und man muss sagen, dass pro Praxis etwa 20 Personen geimpft werden konnten – konnten wir vereint zeigen, dass wir als Mini-Impfzentren in der Fläche genauso viel leisten wie die Impfzentren, in denen sich im Wahlkampf befindliche Politiker derzeit so gerne ablichten lassen. Die Anzahl der Impfungen pro Tag wurde schlagartig verdoppelt in Deutschland. Dazu muss man sagen, dass die vielgerühmten Starterpakete für die Praxen, mit denen geimpft werden sollte, aus AstraZeneca-Impfstoff bestanden und zu dem Zeitpunkt verteilt wurden, als festgelegt wurde, dass der Impfstoff erst ab 60 zugelassen werden kann derzeit. Also mussten von den 20 Dosen in dieser Woche auch vor allem das Personal geimpft werden, das jetzt impfen soll, die ambulanten Corona-Patienten betreut und das medizinische Versorgungssystem stabil halten soll. Nächste Woche gibt es wieder nur so wenig pro Praxis. Dabei sind die Wartelisten nach 4 Tagen drei-fünfmal so lang. Manchmal auch länger. Viele sind Priorität 1 und haben zwar Einladungen in die Impfzentren bekommen, es aber nicht geschafft, per Telefon oder online an einen Termin zu kommen. Manche, die nicht mehr so frisch im Kopf sind, haben es gar nicht versucht, weil sie mit der Tatsache stundenlang in einer Warteschleife zu hängen, überfordert waren. Und wieder andere haben niemanden, der sie zum Impfzentrum bringt. In MV können das mal locker 100 km sein. Nicht jedermanns Sache und auch nicht immer körperlich abzuverlangen. Also egal was gesagt wird, Prio 1 ist definitiv noch nicht komplett geimpft. Dann gibt es viele aus Prio 2, die die gleichen Probleme haben. Oder aber die ein großes Misstrauen in die Impfzentren haben. Denn sie empfinden die Ansage: „sie kriegen was da ist“ als Bevormundung oder Impfzwang. Ich dachte auch immer, dass jeder in diesem Land entscheidet, was in seinen Körper gelangt an Medikamenten. Es gibt also viel zu tun. Und die Menschen haben Vertrauen in uns. Drei Tage hatten wir Gelegenheit zu zeigen, wie es gehen kann. Und wir haben es gezeigt.

Doch was tut die Politik? Sie (sorry) scheisst auf ihre Zusagen von vor 3 Wochen. Es gab geplante Kontingente für Arztpraxen. Es gibt immer mehr, die sich jetzt fürs Impfen bereit machen, Gynäkologen für die Frauen, Urologen für die Männer, Kardiologen trotz voller Terminbücher. Und ja, wir haben akzeptiert, dass es für die ersten zwei Wochen hieß, 20 Dosen pro Woche (wir könnten nächste Woche doppelt so viel, theoretisch…). Danach sollte aber nach der ersten Startphase, um uns aufzustellen und die Abläufe aufzubauen, deutlich mehr kommen. Jetzt kommt da dieser Minister für Gesundheit und Fehlentscheidungen daher und posaunt großartig raus, dass die Kontingente für Arztpraxen gekürzt werden. Als Begründung wird aufgeführt, dass die Länder für die Impfzentren mehr angefordert hätten. Ich hätte fast laut losgelacht. Wenn mir nicht gerade nach Wutausbruch gewesen wäre. Denn zur gleichen Zeit berichten die regionalen Sender von MV wie in einigen Impfzentren das Personal fehlt und Impfdosen rumliegen, weil man nicht hinterher kommt. Und an dieser Stelle überfällt 35000 Ärzte, die schon geimpft haben in den Praxen wohl die blanke Wut. Wir sind keine Konkurrenz für Impfzentren. Denn wir stehen nicht in Konkurrenz. Das geht nicht darum, wer am meisten impft (in Politikerdeutsch übersetzt: es geht nicht darum, wer den längsten hat), sondern verdammt nochmal ES GEHT DARUM, DASS WIR ÜBERHAUPT IMPFEN. Wir als niedergelassene Ärzte sind angetreten, trotz der Mehrbelastungen durch die Pandemie, die Auflagen und all das einen weiteren Beitrag, einen entscheidenden Beitrag zu leisten, Menschenleben zu retten. Durch Prävention. Ist das wirklich euer Ernst, dass ihr in ausgelastete Impfzentren Dosen schickt, damit die dort auf Halde liegen oder damit sich wieder ein Haufen Politiker in ihrem Wahlkreis am Wochenende ins Impfzentrum stellen können, damit drittklassige Klatschreporter der Lokalpresse sie dabei ablichten, wie sie impfendes Personal bei der Arbeit nerven, während eine Impfen-mit-AstraZeneca-ohne-Termin-Aktion läuft? Wer diese Entscheidung trifft, begeht fahrlässige Körperverletzung mit Todesfolge und trägt die Schuld am Tod von Menschen. Wir haben aus dem nichts von einem auf den anderen Tag die Anzahl der täglichen Impfungen in Deutschland verdoppelt. Und wir haben noch Kapazitäten. Wir haben Patienten, die reihenweise bereit sind, auf Auswertungstermine zu verzichten, damit wir einmal pro Woche ganztags impfen können. Wir könnten so pro Praxis je nach Personal z.B. 100 Personen in einer Hausarztpraxis impfen, die klein ist und in größeren Praxen noch viel mehr. Bei 100 Praxen in einer Stadt wären das 10000 Personen pro Woche zusätzlich zu den Impfzentren. Und was tut ihr? Ihr haltet uns kurz, damit in ausgelasteten Impfzentren noch mehr Impfstoffe warten oder damit ihr medienwirksame Großaktionen fahren könnt mit schicken Fotos von langen Schlangen und vollen Hallen bei Impfen ohne Termin. Die Motivationen gehen offenbar deutlich auseinander. Aus dem Impfdebakel mit falschen Entscheidungen beim Einkauf und mangelnder Voraussicht der Entscheidungsträger hätte man ja irgendwie lernen können. Stattdessen folgt jetzt der egomanische Zug Impfstoffe den Hausärzten wieder drastisch zu reduzieren ab 19.4.21. Dann wird aus einem Impfstoffdebakel ein Impfstoff-GAU. Rechnet mal mit: 20 Dosen pro Woche. Ca 1000 Patienten hat ein Hausarzt in einer Großstadt pro Quartal. In 10 Wochen könnten dann 200 Patienten, also gerade 20% der Patienten geimpft werden. Impfzentren haben bisher im 1. Quartal geschafft, 11% der Bevölkerung zu impfen. Dürften dann in weiteren 10 Wochen 22% sein. Damit haben wir dann nach dem ersten Halbjahr 2021 geschätzt 42% der Patienten einer Hausarztpraxis / der Bevölkerung ohne Kinder geimpft. Je länger wir brauchen, desto höher wird aufgrund des Mutations- / Selektionsdrucks der Viren die Rate, die man für eine Community-Immunität braucht, die derzeit mit 70% geschätzt wird, dann vermutlich höher liegen wird. Nochmal: das ganze Zögern und Rumeiern und politisieren kostet Menschenleben. Habt ihr das verstanden? Da sterben Familienväter, Großeltern, die ein Leben hart gearbeitet haben und wenigstens den Schulabschluss der Enkel erleben wollten oder die goldene Hochzeit, ihr tötet Menschen, die geliebt werden, die unheimlich fehlen. Ihr sorgt dafür, dass neben einer Ehefrau das Bett morgens leer sein wird, wenn sie aufwacht, dass am Frühstückstisch ein Platz leer bleibt, dass der Traum vom nächsten gemeinsamen Urlaub mit den Kindern zerplatzt, dass niemand da ist, der mit dem Sohn Radfahren übt, der die Tochter ins Bett bringt und ihr einen Gutenacht-Kuss gibt. Ihr sorgt dafür dass Kinder nie erfahren, wie es ist, wenn Oma vorliest, wenn sie den ersten Liebeskummer wegtröstet oder den Führerschein mitfinanziert. Versteht ihr das?

Aus Patientensicht stellt sich das so dar: Du bekommst einen Brief. Ach nee, nicht alle, also eigentlich nur wenige. Dann versuchst du über Tage online und per Telefon an einen Termin zu kommen im Impfzentrum. Die Erfolgschance ist so wie bei der Losbude. Aber jetzt gehst du zu deinem Hausarzt, lässt dich für die Warteliste registrieren und könntest in 2 Wochen schon dran sein mit etwas Glück und ausreichendem Impfstoff. Dann kommt der Spahnsinn und Landespolitiker, die Impfzentren aus rein strategischen und politischen Überlegungen beliefern lassen wollen und kürzen alles drastisch ein. Am Ende hast du weder da noch dort die Chance geimpft zu werden. Herzlichen Glückwunsch, du bist Teilnehmer bei Deutschland-baut-den-Super-ImpfGAU.

Wir niedergelassenen Ärzte sind startklar, wir sind bereit unsere Freizeit zu opfern und die Teams sind bis in die Haarspitzen motiviert. Gott verdammt, gebt uns den Impfstoff und hört auf zu diskutieren! Kriegt den Arsch hoch und lasst uns ins Rennen kommen. Und seid Euch sicher: Wenn ihr uns jetzt im Stich lasst und das Leben unserer Patienten verspielt, dann werden wir das nicht vergessen. Und wir werden jeden Tag, der da kommen mag in unseren Praxen die Verursacher benennen, und das dürfte wesentlich effektiver im Wahlkampf sein, als nette Posterwände, die die Leistung von Photoshop präsentieren und euch mit Casting-Kindern und Promo-Hündchen zeigen.

35000 Praxen heißt es, haben diese Woche das impfen begonnen. 35000 united life-savers. Wir sind eure Ärzte und wir wollen euch impfen!





Klappe zu, Mundschutz auf

1 04 2020

Und was mich heute überhaupt so auf die Palme gebracht hat?! So sehr dass ich mir die Finger wund blogge?

Zum Beispiel Bodo Ramelow, der heute wutschreiend in der Tagesschau krakelte, dass Mundschutz oder selbstgenähte Masken nichts bringen. Herr Ramelow: Wer schreit hat Unrecht. Sagte schon meine Großmutter. Ich habe 6 Jahre studiert, 12 Jahre in Kliniken gearbeitet, zwei Facharzttitel erworben, promoviert, bin jetzt seit mehreren Jahren Hausärztin, und vermutlich haben Sie im Gegensatz zu jemandem wie mir oder meinen Kollegen keine Ahnung, was Menschen in Kliniken, Praxen und Pflegeheimen leisten. Dafür reicht es nicht, im Wahlkampf mal Hände zu schütteln von Altenpflegern. Nein, Sie müssten JETZT mal eine Woche in einer Notaufnahme mitmachen. Nach 4 h würden Sie aufgeben. Ich habe nichts gegen Sie als Mensch, jedoch gegen Ihre Arroganz als Kaufmann gegenüber uns als Ärzten und unseren Versuchen, jeden einzelnen unserer Patienten in Hunderten Gesprächen zu sensibilisieren für Schutzmaßnahmen und der Suche nach den einfachen Wegen, die Menschen dazu zu bringen, den anderen zu schützen vor einer Infektion, von der sie selbst vielleicht nichts wissen, und sie davon abzuhalten, die Schutzkleidung wegzukaufen, die in Kliniken und Praxen Sinn macht, jedoch nicht wenn man mit dem Hund Gassi geht oder bei LIdl Klopapier hamstert. Denn Ministerpräsidenten wie Sie Herr Ramelow haben es ja offensichtlich nicht gepackt, entsprechend der seit langem bestehenden Pandemiepläne Vorräte an FFP Masken anzulegen. Sie und viele andere Verantwortliche sollten sich zum Beispiel mal Eichhörnchen anschauen. Die Bunkern im Herbst und zehren davon im Winter. Würden sie im Winter versuchen zu Bunkern, dann verhungern sie. So wie wir Hausärzte, Kliniken und Pflegeheime gerade.
Es tut mir leid, wenn ich Ihnen die Fachkompetenz abspreche, aber ich schwinge mich auch nicht auf, ein Parlament leiten zu wollen.
Aber es sind nicht nur Sie, die diese Strategie immer nd immer wieder wiederholen ohne jemanls darin Fachkompetenz erworben zu haben. Sie befinden sich in guter Runde mit Herrn Spahn, einem Politikwissenschaftler, der Millionen in seinen Digitalisierungsgesetzen versenkt hat. Geld dass er als Gesundheitsminister damals mal lieber in das Anlegen. Von Pandemievorräten gesteckt hätte. Hätte er den Kassen damit nicht so große Löcher gerissen und der GBA und IQWIG nicht die Medikamentenpreise mit Gewalt auf Aldi Niveau gedrückt, dann hätten sich einige Hersteller wohl kaum dazu entschlossen ihre Produktion preiswert nach China zu verlegen. Überhaupt wundert es mich schon sehr, dass angesichts der seit Jahren dauerhaft bestehenden Engpässe bei bestimmten Medikamenten und Impfstoffen nicht mal daran gedacht wurde, die pharmazeutische Industrie als systemrelevant einzustufen und feste Kontingente zu vereinbaren und die geldgierigen Zwischenhändler in die Schranken zu weisen, die billige Medikamente auf dem deutschen Markt gekauft haben und dann auf dem Weltmarkt mit Gewinn weiterverkaufen während in deutschen Apotheken der Einfallsreichtum des Apothekers gefragt war.
Von einem Klatschen abends um sechs können Pflegekräfte übrigens nicht leben, dafür bräuchte es ein angemessenes Gehalt. Das war es bisher keiner Regierung und keinem Gesundheitsminister wert. Der dauerhafte Notstand war vorher schon da. Dass wir die Krise schaffen, hängt jetzt an überarbeiteten Ärzten, Schwestern und Altenpflegern, die für dreischichtiges Arbeiten an sieben Tagen der Woche schlecht bezahlt werden und von schlechten Arbeitsbedingungen an den Rand der körperlichen Belastbarkeit gebracht worden sind. Herr Spahn, Sie und Ihre Vorgänger haben uns dorthin gebracht. Und die schwarze Null lieber Finanzminister sieht so schön aus, weil Sie die Wahrheit dahinter nicht sehen wollen. Schwarz ist übrigens bei uns die Farbe der Trauer.

Jetzt werdet Ihr plötzlich wach, wo eure Wähler sauer sind, weil Menschen sterben. Ohne die Toten hättet Ihr ja niemals über Medikamentenengpässe, Pflegenotstand oder die Abwanderung systemrelevanter Industrien nach Fernost nachgedacht. Scham sollte nicht bei denen liegen, die in der Krise erschöpft sind und nicht mehr können.
Klappe zu und Mundschutz auf würde ich sagen.





Vorschlag für eine neue Ausdrucksformen für Atemschutz

1 04 2020

Wir haben zwei große Probleme derzeit beim Thema Atemschutzmasken / Mundschutz.
1. Politiker / (Pseudo)Experten widersprechen sich in einem Satz. Einerseits geht es darum, dass wir dringend FFP2 in FFP3 Masken für die medizinischen Bereiche brauchen. Es folgt oft der Satz, dass nur diese effektiv sind. Dann kommt im nächsten Halbsatz, dass die Bevölkerung keinen Mundschutz braucht, weil der nicht hilft. Wenn man Laie ist, dann ist diese „Argumentation“ sofort als widersprüchlich erkennbar. Es wird Was ist die Reaktion? Angst, Panik, Hamsterkauf, Mängel in den Praxen und Kliniken, Diebstähle, Schwarzmarkt…
2. Es gibt für Laien, also den Großteil der Bevölkerung keine erkennbaren Unterschiede zwischen den einzelnen Masken und dem Einsatzzweck.

Sinnvoll fände ich folgendes.

Kategorie 1: Ziel Schutz vor Verbreitung des Virus. Bei Mangel und im Rahmen der Pandemie aufgrund Notsituation eingesetzte nicht zertifizierte Mundschutz-Masken, die im großen Stil von Textilbetrieben, Schneidereien und Laien nach einer einheitlichen Anleitung mit definierten ausreichend verfügbaren Stoffen hergestellt werden. Weiterhin breit gestreut propagierte Anleitung zum richtigen Umgang damit. Einsatz: in geschlossenen öffentlichen Räumen, Läden, ÖPNV, Büros, Patienten in Praxen etc.

Kategorie 2: OP Masken. Ziel: Einsatz im medizinischen Bereich. Verkauf nur an medizinische und pflegerische Einrichtungen oder registrierte Personen.

Kategorie 3: FFP2 und FFP3 Masken. Ziel: Einsatz im medizinischen Bereich oder versorgungsrelevante Bereiche wie Feuerwehr, Polizei etc. Verkauf und Abgabe im Rahmen der Pandemiesituationen nur an entsprechende Einrichtungen oder via Arztausweis oder Spezialambulanzen wie Knochenmarktransplantations-Ambulanzen etc.

Es geht schlicht um die Pandemiesituation. Später, in der Zeit danach, wann auch immer das sein wird, Rückkehr zum normalen Verkauf.

Vielleicht lässt sich mit diesen Kategorien die Erklärung für die Bevölkerung leichter gestalten. Es nützt einfach nichts, wenn Malergesellen ihre FFP Masken zu 30 Euro an sonstwen verkaufen, die damit Waldspaziergänge machen, während im nächsten Krankenhaus eine Schwester wegen fehlender FFP Maske infiziert wird.

Weiterhin sollten der Diebstahl aus Lagern mit harten Strafen geahndet werden, denn es kommt der Körperverletzung an medizinischem Personal und Patienten gleich. Auch der Handel zu Wucherpreisen Etc sollte verboten und hart geahndet werden.





„Maske auf, ganz entspannt“ – Kommentar in der Ostsee-Zeitung

1 04 2020

In seinem Leitartikel trifft Matthias Koch es in der heutigen Ausgabe der Ostsee-Zeitung auf den Punkt.
In einem Satz in meinen Worten zusammengefasst: Wo ist das Problem, tragen wir eben Maske und nähen selbst und lernen von den Chinesen.

Er zitiert den chinesischen Immunologen George Gao, der wesentliche Maßnahmen leitete, um Wuhan unter Kontrolle zu bringen. „Der große Fehler in den USA und in Europa liegt darin, dass die Leute keine Masken tragen.“
Koch:“In allen asiatischen Staaten aber, in denen die Virusabwehr Erfolg hatte, trugen Menschen Masken.“
Und weiter „Die Politik hat Angst vor Buhrufen: Weil sie keine Masken austeilen kann, will sie sie auch ungern vorschreiben.“
Und „Sie soll und kann nicht den Träger schützen. Es geht nur darum, beim Sprechen keine Tröpfchen mehr in Richtung anderer Leute zu blasen.“ „Die Maske ist nur eine von vielen Vorsichtsmaßnahmen.“

Danke Matthias Koch. Bitte werden Sie lauter und lauter und lauter. Als Journalist haben Sie die Möglichkeit. Bitte nutzen Sie sie auch weiterhin.





Aufruf an alle Technischen, Biomedizinischen und Ingenieurwissenschaftlichen Bereiche

1 04 2020

Hiermit rufe ich alle oben genannten Bereiche auf, sich an den Forschungen zur Übertragung de Coronavirus zu beteiligen.

Wie Ihr uns Ärzten und Schwestern und der Bevölkerung helfen könnt?
Was wir brauchen, und das schnellstmöglich, sind verwertbare Aussagen zur Effektivität von Hilfsmaßnahmen und Eindämmungsmassnahmen des Virus.
Ich persönlich kann es nicht mehr ertragen, dass wir täglich zugekippt werden mit Mutmaßungen und Schätzungen sowie miserablen Aussagen von Politikern und Pseudexperten, die einmal getätigte Aussagen ohne Angabe einer wissenschaftlichen Basis gebetsmühlenartig wiederkäuen.

Was uns fehlt sind verwertbare und von anderen Forschergruppen reproduzierbare Aussagen zur Effektivität von Dingen des Alltags, an denen kein Mangel besteht wie Schals, Stoffe etc. in Bezug auf das filtern von Partikeln in Aerosolen.

Ich wünsche mir zum Beispiel eine Studie, die anhand von markierten Partikeln in der Größe von Atemaerosol zeigt, wieviel beim Träger vom eigenen Atem abgehalten / zurückgehalten wird z.B. In einem Schal oder einem selbstgenähten Mundschutz und wieviel eines solchen markierten Aeorsols mit passender Partikelgröße daran gehindert wird, in die Atemwege des Trägers einzudringen. Hier gibt es einerseits sehr positive Aussagen zu, die Chinesen haben damit großflächig gearbeitet, andererseits stellen sich Politiker hin und ziehen es in Zweifel. Wir Ärzte werden hängen gelassen, die Bevölkerung mit widersprüchlichen Aussagen bis ins Mark verunsichert.

Wir brauchen Statistiken zur Akzeptanz von z.B. Selbstgenähten Ersatz-Mundschutz in der Bevölkerung. Meine Patienten in der Praxis befürworten es ausnahmslos, Politiker sagen es gibt keine Akzeptanz.

Wir brauchen Daten wie schnell und wie weit sich Aerosole mit entsprechender Partikelgröße bei welcher Raumgröße, Belüftung, Luftfeuchtigkeit und Temperatur verbreiten. Soweit ich gefunden habe sind es immer nur kleine Tests mit speziellen Fragen etc.
Wie müssen wir das Klima in Kliniken und Praxen einstellen, damit die Viren schneller absterben, die Aerosole sich schneller setzen etc.
Machen 1,50 m Sinn oder sind 2 m besser?
Wieviele Personen pro Quadratmeter Verkaufsfläche sind tatsächlich möglich?
Wie müssen Büros gestaltet werden, damit wir weiter arbeiten können?
Macht es Sinn bei Wiedereröffnung der Schulen die Kinder mit Masken auszustatten, Kindergerecht und bunt?
Wie gefährlich ist ein Schüler der in der Klasse hustet? Wie breitet sich das Aerosol aus?
Was passiert genau bei der Umluftheizung in Bussen?

Wir brauchen Daten, die uns nur Ingenieure, Techniker, Biomedizintechniker etc. liefern können. Auch damit unsere Politiker und Entscheider endlich entscheiden und das Richtige tun. Euer Know-how kann uns schützen.





Anleitung zum Nähen eines DIY Mundschutzes – ein Stöckchen

1 04 2020

Quelle: Feuerwehr Essen / Stadt Essen
https://www.essen.de/gesundheit/coronavirus_6.de.html

Wie zwei Beiträge zuvor erwähnt, handelt es sich nicht um zertifizierte OP Masken sondern um einen Behelf zu privaten Verwendung im Bereich des Nichtmedizinischen Einsatzes in Rahmen des allgemeinen Mangels an Schutzausrüstung und der Notsituation der Pandemie. Das Ziel ist z.B. zu verhindern dass unwissend Infizierte das Virus weiter verbreiten zum Beispiel an Ältere Angehörige, die versorgt werden.

Man möge mir verzeihen, dass ich folgendes Bild verbreite. Es geschieht in der Absicht weitere Infektionen zu verhindern und damit Todesfälle. Es stammt von der Zeitung „Welt“, der Link ist 2 Beiträge zuvor zu finden.





Für Dich trage ich Maske!

1 04 2020

„Für Dich trage ich Maske!“

Es hat alles eine Zeit. Jetzt ist die zum Maske tragen. Es wird eine unfreiwillige Frühlingsmode, aber eine die uns helfen wird.
50% der Infektionen erfolgen laut Schätzungen durch Infizierte, die noch keine Symptome haben, und nicht wissen, dass sie infiziert sind und Viren ausscheiden ohne es zu merken.

Ein Infizierter steckt laut aktuellen Erkenntnissen, die Ihr bei RKI und in diversen Tickern nachlesen könnt, etwa 3 weitere Personen an. Diese wiederum jeder weitere drei, dann hätten wir schon 12… wer gut in Mathe ist, kann weiterechnen. Ungefähr wie eine Lawine. Ein Tritt und am Ende liegt ein ganzer Ort unter Schneemassen.

Die Ausscheidung der Viren erfolgt beim Sprechen, Husten, Niesen.

Trägt derjenige ein Tuch, dann wird das Aerosol ((Tröpchengemisch) durch den Stoff abgefangen. Es kann nicht weiter gelangen. Keine 3 neuen Infizierten… Die gut in Mathe sind, können jetzt mal nachrechnen, was alles NICHT passiert…

Um das zu erreichen, genügen genähte und nicht zertifizierte Masken. sie fangen ab, was das Gegenüber nicht abbekommen soll.
So können Angehörige geschützt werden, wenn man Eingekauftes vorbei bringt, so kann man sich im Laden schützen, wenn man einkaufen geht oder zur Post oder Apotheke usw.

Für Dich trage ich Maske!





Appell an die Einwohner dieses Landes

17 03 2020

Liebe Leser,

Als Ärztin möchte ich an dieser Stelle einen Appell los werden. Das Coronavirus / Covid19 hat eine Pandemie ausgelöst. Deutschland wurde von einer in dieser Form zu unseren Zeiten noch nie dagewesenen Epidemie erfasst. Die meisten werden eine Erkältungsähnliche Erkrankung durchmachen. 2% werden jedoch daran sterben. Jeder weist jetzt von sich, dass es ihn treffen könnte oder jemanden, den er liebt. Das ist falsch. Bei dem derzeitigen Verhalten der Deutschen wird es zu einer weiteren Progression der Ansteckungen kommen. Und zwar durchaus in einer Geschwindigkeit wie es in Italien der Fall ist. Dass die Politik zum Teil versagt, die Flughäfen nicht dicht macht bzw. Unkontrollierte Einreise aus Risikogebieten möglich ist, ist eine unglaubliche und gefährliche Tatsache. Genauso wie die fehlende Sanktionierung von Verstößen gegen Quarantäne-Auflagen oder die seit Jahren sträflich vernachlässigte Förderung des öffentlichen Gesundheitsdienstes und der medizinischen Versorgung sowohl stationär als auch ambulant.
Nicht minder schwer jedoch die Haltung vieler Deutscher „Och das wird schon nicht so schlimm“ oder „die übertreiben doch alle“ und das bewusste Ignorieren von Empfehlungen, Maßnahmen und erlassenen Verfügungen. Bei den Maßnahmen handelt es sich nicht um bezahlte Ferien oder Jux und Dallerei. Und ich habe ebenso wenig Verständnis für das ständige Gejammere, dass heutige Grundschüler in der Häuslichkeit überfordert sind, selbst Hausaufgaben zu machen, zu spielen oder lesen oder die Bildungsangebote der öffentlich-rechtlichen zu nutzen (in den 1950er waren Kinder in dem Alter zwei drei Wochen alleine in Isolationsstationen wegen der Hepatitis A Epidemien, und ja, sie sind alle ohne psychische Schäden davon gekommen, weil man wusste, es ist wichtig und gehört zum gesund werden dazu), das Gejammere dass man den Urlaub verschieben muss, nicht zum Fußball kann oder man zwar nicht arbeiten muss, aber trotzdem nicht shoppen gehen kann. Nochmal: wir reden hier nicht von Bonus-Ferien sondern von einem nationalen Gesundheitsnotstand, der tausenden das Leben kosten kann und wo jeder Deutsche endlich mal erwachsen werden muss und jetzt aufhören muss, seinem egoistischen Drang nach Erfüllung persönlicher Bedürfnisse, die nicht primär oder sekundär sind, nachzukommen. Denn dieser Egoismus zerstört Leben, Familien und unsere Gesellschaft wie wir sie kennen.
Genauso wenig habe ich Verständnis für die Dauer-Hamsterkäufer, die ständig die Läden leer kaufen und wenn man dann als jemand der wenigen noch normal arbeitenden Menschen nach Hause kommt und was zu essen braucht, steht man vor leergefegten Regalen. So geht es den Ärzten, Krankenschwestern, Busfahrern, Müllwerkern, Stadtwerke-Mitarbeitern, Apothekerinnen etc., die euch gerade versuchen eine gesellschaftliche Ordnung zu erhalten und die medizinische Versorgung aufrecht zu halten. Für Rentner wird eingekauft, für eine MFA mit 10 Stunden Arbeitstag steht abends nicht mal die Babynahrung für das 15 Monate alte Kind mehr im Regal. Und wann soll sie sich drum kümmern? Und irgendwer anders wirft in ein paar Wochen eine halbe Kiste davon weg…
In Krankenhäusern und Praxen wird geklaut was das Zeug hält. Da klauen Patienten den Schwestern die Reinigungsmittel vom Bettenwagen während sie jemanden versorgen. Und bedrohen landauf landab die Krankenschwestern wenn sie einschreiten. Dafür habe ich noch weniger Verständnis.
Das schlimmste, was dieser Gesellschaft derzeit zusätzlich zur Ausbreitung des Virus passieren kann ist, wenn das medizinische Personal hinschmeißt, sich zuhause einkesselt und wartet bis es vorbei ist. Will das jemand?

Ständig wird gefragt, was der einzelne tun kann. Es heißt, Abstand halten, für den Nachbarn einkaufen. Gut, das ist ein Anfang.
Die richtige Antwort ist: zieht alle mit, bleibt zuhause wenn’s geht, fahrt nicht quer durch das Land, haltet Abstand, behaltet die kInder zuhause. Wenn ihr krank werdet, bitte ruft in den Praxen an!!!! Geht nicht hin, ihr bringt reihenweise die Praxen in Quarantäne!!! Hört auf Desinfektionsmittel zu horten, wir brauchen es in den Praxen und Kliniken genauso wie Schutzkleidung. Wenn Ihr Handwerksbetriebe seid und habt FFP2 Masken über, dann bringt sie eurem Hausarzt zu einem fairen Preis!!! Statt zu klagen, den Betrieb zu schließen, überlegt, wie ihr helfen könnt mit eurem Betrieb. Wir brauchen Desinfektionsmittel, Reinigungsmittel, Schutzkleidung, Provisorisches Material für Krankenhäuser, provisorische Bauten, Absperrungen, freiwillige Helfer überall beim DRK, THW, Katastrophenschutz etc. Stellt die Produktion um auf Sachen, die wir brauchen. Stellt Hotels zur Verfügung für Freiwillige Helfer oder Notfallkliniken. Statt Messebau helft den Gesudnheitsämtern mit Softwarelösungen, Aufstellern, Schildern etc., statt Catering für Hochzeiten Catering für Krankenschwestern in den Kliniken oder deren Familien, dass sie von der Klinik auf dem Heimweg was mitnehmen können zu essen und sich nicht ewig im Laden anstellen müssen.
Hört auf mit den Hamsterkäufen, das ist doch nicht notwendig. Und brüllt diejenigen an, die es nicht kapieren, zeigt denen gesellschaftliche Ächtung und negatives Feedback für Fehlverhalten.
Die Aufgabe, die Epidemie zu bewältigen, ist nicht die von Praxen und Kliniken, NEIN, es ist EURE Aufgabe als Bürger, Deutsche, als Gesellschaft. Wir können es nur schaffen, wenn alle mitmachen und statt jammern die Energie in kreative Lösungen stecken. Die Frage ist nicht, was die Regierung für Euch tun kann, sondern was jeder Einzelne in dieser Situation für die Gesellschaft tun kann, von der jeder von uns ein winziger Teil ist. Jeder, der sich nicht ansteckt, ist ein Schritt zurück zur Normalität.
Also hört auf die verordneten Maßnahmen und macht endlich mit!
Eure „Assistenzarzt“

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Überfällige Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie

11 03 2020

Wenn ich derzeit täglich die Presse und die Bekanntmachungen der Regierung und Ministerien verfolge, dann überkommt mich das Gefühl, dass die Entscheidungen derzeit zu sehr geprägt sind von einer falschen Rücksichtnahme auf die Wirtschaft. Es ist zu zaghaft.
Eigentlich wäre jetzt der Zeitpunkt, strenge Maßnahmenzi ergreifen, denn sonst laufen wir hinterher. Und das wäre dann wesentlich ich gravierender für die Wirtschaft. Dazu gehören aus meiner persönlichen Sicht:
alle Reisen abzusagen
Keine Großveranstaltungen mehr
Alle Reiserückkehrer egal von wo her für 14 Tage in häusliche Quarantäne zu schicken, denn das stellt momentan gerade im NOrden die Hauptquelle dar
Nicht so zaghaft mit der Erklärung von Risikogebieten sein – wieviele infizierte Skiurlauber braucht es denn, damit man das macht?
Unverzüglich Testzentren in jeder Stadt bzw Landkreis einrichten, um die Hausärzte ohne SchutzMaterial zu entlasten und die normale Versorgung im Hausarztbereich aufrecht zu halten
Besuchsverbote für potentiell infizierte für Altersheime, Kliniken etc.
den Inlandtourismus untersagen, sonst schleppt der Süden es gen Norden zu Ostern
Unis schließen. Am 1.4. geht das Semester los, die Studenten kommen von überall zurück, auch gerne aus den Risikogebieten. Viele haben dort als Medizinstudenten Praktika gemacht und sollen jetzt Kurse in den Kliniken machen, das geht doch nicht. Unis werden via Hörsaal und Mensa zu Epizentren werden.
Osterferien verlängern und den Eltern mehr Betreuungszeit geben
Verstöße gegen Quarantäne mit drastischen Strafen ahnden… ich glaube etliche nehmen es nicht ernst…


Fortsetzung folgt





Verschlafene WHO

11 03 2020

Heute hat die WHO dann endlich mal den Pandemiezustand ausgerufen. Zu einem Zeitpunkt, wo eigentlich alle Länder schon seit über 2 Wochen von sprachen.
Erinnert Ihr euch an die sogenannte Schweinegrippe… wie schnell damals die Pandemie ausgerufen wurde? Damals waren bei weitem nicht so viele Menschen gestorben.

Schön, dass man heute dann mal wach geworden ist bei der WHO. Guten Morgen dann auch. Ihr habt verpennt!

Bei der Aufarbeitung wird es irgendwann heißen, dass man 4 Wochen zu spät zu diesem Entschluss kam und dass dadurch Menschen ums Leben kamen. Und genau das möchte ich hiermit offen kritisieren und anklagen. Leider sind Ärzte weltweit momentan etwas beschäftigt, zu beschäftigt, um den verdienten Shitstorm auf die Chefs der WHO einprasseln zu lassen. Aber ehrlich, ich hatte heute nicht mehr das Gefühl, dass noch irgendjemand wirklich hingehört hat, als es bekannt gegeben wurde. Die Realität hat die langsamen Herren vor 4 Wochen bereits überholt. Es haben die meisten Ärzte längst gemerkt, nur offenbar bei der WHO noch nicht so recht.