House of God Regeln àla Trump

21 06 2020

Während der leider immer noch laufenden Covid-19 Pandemie hatte die Welt bisher schon genügend Gelegenheit, die geistigen Flatulenzen des intelligentesten Präsidenten aller Zeiten kennen zu lernen. Die neueste von heute rang mir etwas ab zwischen lachen und fassungslosem Kopfschütteln.
Nachdem die Computerkids der TikTok, Instagram und Facebook -Generation es geschafft hatten, mit Kartenreservierungen via Internet einen Ansturm von 1 Mio „Fans“ in Tulsa Vorzugaukeln, auf den sich das Wahlkampfteam lautstark vorbereitete, kamen nur knapp 6000, die auf Schutz vor Corona keinen Wert legten. Und vor denen tat der intelligenteste Präsident aller Zeiten eine Weisheit kund: Wir kriegen das hin, die Epidemie einzudämmen, wir testen weniger, dann haben wir weniger Coronafälle.

… Da klatschte ich mir doch glatt mit der Hand an die Stirn. So einfach ist das?! Und wir machen so einen Aufwand…

Er muss doch House of God gelesen haben… naja, es hat ihm jemand vorgelesen… also vermutlich nur die Regeln. Zählt ja in anderen Ländern so viel wie hier ein Medizinstudium. Da steht:
„10. If you don’t take a temperature, you can’t find a fever.“
Zu deutsch: wenn du kein Fieber misst, hat der Patient kein Fieber.

Also House of Trump Regel in Analogie „If you don‘t make a Covid-19 test, you can‘t find Covid-19“…

Wer dafür applaudiert, wird vermutlich weder den IQ Test über 80 Punkte haben, noch einen Demtect oder Uhrentest in einem geriatrischen Assessment bestehen… Also genauso wenig wie der, der das heute getönt hat…
Immerhin versuchte das Weiße Haus sofort ein Wenig zu entschärfen, seine Majestät haben beliebt einen Witz zu machen… jaja… wenn er nicht der intelligenteste Präsident aller Zeiten wäre, dann könnte man sicher drüber lachen…

(Für alle, die es nicht verstehen: es handelt sich bei diesem Text um SATIRE.)





Blanke Bedenken!

2 05 2020

Wenn die Schutzausrüstung alle ist, dann sind Links das einzige, was wir noch teilen können…

https://www.blankebedenken.org

Ich unterstütze euch gerne, von Hausarztpraxis zu Kollegen.

Was uns fehlt: Mundschutz (med. MNS) neigen sich dem Ende zu, wir haben keine Schutzbrillen, keine Visiere, keine Kopfhauben, nur noch wenige Kittel zum überziehen, keine Schutzanzüge. Ich bekomme so etwas noch nicht mal für den KV Dienst von meinem Arbeitgeber gestellt und da weiß man in der Regel nicht, wer oder was einen erwartet. Inzwischen versuche ich zusätzlich zu dem, was wir gestellt bekommen, auch über Zulieferer Sachen aufzutun, die preislich aber jenseits von gut und böse sind.

Was wir haben: Telefon, Kugelschreiber, AU-Formulare.

In MV werden MNS jetzt in Bussen verkauft. Hat Herr Caffier, der Innenminister organisiert. 1,2 Mio Stück aus Vietnam. Keiner soll vom Busfahren ausgeschlossen werden. Die Ware kam mit dem Flugzeug und was ich im Fernsehen sah, sah ziemlich nach medizinischem Material aus. Wird für 2-5Euro in Bussen verkauft. Also kommen Patienten mit dem Bus zum Doktor in MV, Kaufen dafür MNS, der Doktor hat dann aber zu, weil er kein Material mehr hat. Wie grandios doch diese Planung ist. Vielleicht sollten wir die AZubis den ganzen Tag Bus fahren lassen solange die Berufsschulen zu sind? Und jedes Mal einen MNS kaufen lassen, dann kommen wir vielleicht über die Runden? Oder den Deal machen, wenn du zum Doktor kommst, bringst du einen MNS für die Praxismitarbeiter mit…





Klappe zu, Mundschutz auf

1 04 2020

Und was mich heute überhaupt so auf die Palme gebracht hat?! So sehr dass ich mir die Finger wund blogge?

Zum Beispiel Bodo Ramelow, der heute wutschreiend in der Tagesschau krakelte, dass Mundschutz oder selbstgenähte Masken nichts bringen. Herr Ramelow: Wer schreit hat Unrecht. Sagte schon meine Großmutter. Ich habe 6 Jahre studiert, 12 Jahre in Kliniken gearbeitet, zwei Facharzttitel erworben, promoviert, bin jetzt seit mehreren Jahren Hausärztin, und vermutlich haben Sie im Gegensatz zu jemandem wie mir oder meinen Kollegen keine Ahnung, was Menschen in Kliniken, Praxen und Pflegeheimen leisten. Dafür reicht es nicht, im Wahlkampf mal Hände zu schütteln von Altenpflegern. Nein, Sie müssten JETZT mal eine Woche in einer Notaufnahme mitmachen. Nach 4 h würden Sie aufgeben. Ich habe nichts gegen Sie als Mensch, jedoch gegen Ihre Arroganz als Kaufmann gegenüber uns als Ärzten und unseren Versuchen, jeden einzelnen unserer Patienten in Hunderten Gesprächen zu sensibilisieren für Schutzmaßnahmen und der Suche nach den einfachen Wegen, die Menschen dazu zu bringen, den anderen zu schützen vor einer Infektion, von der sie selbst vielleicht nichts wissen, und sie davon abzuhalten, die Schutzkleidung wegzukaufen, die in Kliniken und Praxen Sinn macht, jedoch nicht wenn man mit dem Hund Gassi geht oder bei LIdl Klopapier hamstert. Denn Ministerpräsidenten wie Sie Herr Ramelow haben es ja offensichtlich nicht gepackt, entsprechend der seit langem bestehenden Pandemiepläne Vorräte an FFP Masken anzulegen. Sie und viele andere Verantwortliche sollten sich zum Beispiel mal Eichhörnchen anschauen. Die Bunkern im Herbst und zehren davon im Winter. Würden sie im Winter versuchen zu Bunkern, dann verhungern sie. So wie wir Hausärzte, Kliniken und Pflegeheime gerade.
Es tut mir leid, wenn ich Ihnen die Fachkompetenz abspreche, aber ich schwinge mich auch nicht auf, ein Parlament leiten zu wollen.
Aber es sind nicht nur Sie, die diese Strategie immer nd immer wieder wiederholen ohne jemanls darin Fachkompetenz erworben zu haben. Sie befinden sich in guter Runde mit Herrn Spahn, einem Politikwissenschaftler, der Millionen in seinen Digitalisierungsgesetzen versenkt hat. Geld dass er als Gesundheitsminister damals mal lieber in das Anlegen. Von Pandemievorräten gesteckt hätte. Hätte er den Kassen damit nicht so große Löcher gerissen und der GBA und IQWIG nicht die Medikamentenpreise mit Gewalt auf Aldi Niveau gedrückt, dann hätten sich einige Hersteller wohl kaum dazu entschlossen ihre Produktion preiswert nach China zu verlegen. Überhaupt wundert es mich schon sehr, dass angesichts der seit Jahren dauerhaft bestehenden Engpässe bei bestimmten Medikamenten und Impfstoffen nicht mal daran gedacht wurde, die pharmazeutische Industrie als systemrelevant einzustufen und feste Kontingente zu vereinbaren und die geldgierigen Zwischenhändler in die Schranken zu weisen, die billige Medikamente auf dem deutschen Markt gekauft haben und dann auf dem Weltmarkt mit Gewinn weiterverkaufen während in deutschen Apotheken der Einfallsreichtum des Apothekers gefragt war.
Von einem Klatschen abends um sechs können Pflegekräfte übrigens nicht leben, dafür bräuchte es ein angemessenes Gehalt. Das war es bisher keiner Regierung und keinem Gesundheitsminister wert. Der dauerhafte Notstand war vorher schon da. Dass wir die Krise schaffen, hängt jetzt an überarbeiteten Ärzten, Schwestern und Altenpflegern, die für dreischichtiges Arbeiten an sieben Tagen der Woche schlecht bezahlt werden und von schlechten Arbeitsbedingungen an den Rand der körperlichen Belastbarkeit gebracht worden sind. Herr Spahn, Sie und Ihre Vorgänger haben uns dorthin gebracht. Und die schwarze Null lieber Finanzminister sieht so schön aus, weil Sie die Wahrheit dahinter nicht sehen wollen. Schwarz ist übrigens bei uns die Farbe der Trauer.

Jetzt werdet Ihr plötzlich wach, wo eure Wähler sauer sind, weil Menschen sterben. Ohne die Toten hättet Ihr ja niemals über Medikamentenengpässe, Pflegenotstand oder die Abwanderung systemrelevanter Industrien nach Fernost nachgedacht. Scham sollte nicht bei denen liegen, die in der Krise erschöpft sind und nicht mehr können.
Klappe zu und Mundschutz auf würde ich sagen.





Vorschlag für eine neue Ausdrucksformen für Atemschutz

1 04 2020

Wir haben zwei große Probleme derzeit beim Thema Atemschutzmasken / Mundschutz.
1. Politiker / (Pseudo)Experten widersprechen sich in einem Satz. Einerseits geht es darum, dass wir dringend FFP2 in FFP3 Masken für die medizinischen Bereiche brauchen. Es folgt oft der Satz, dass nur diese effektiv sind. Dann kommt im nächsten Halbsatz, dass die Bevölkerung keinen Mundschutz braucht, weil der nicht hilft. Wenn man Laie ist, dann ist diese „Argumentation“ sofort als widersprüchlich erkennbar. Es wird Was ist die Reaktion? Angst, Panik, Hamsterkauf, Mängel in den Praxen und Kliniken, Diebstähle, Schwarzmarkt…
2. Es gibt für Laien, also den Großteil der Bevölkerung keine erkennbaren Unterschiede zwischen den einzelnen Masken und dem Einsatzzweck.

Sinnvoll fände ich folgendes.

Kategorie 1: Ziel Schutz vor Verbreitung des Virus. Bei Mangel und im Rahmen der Pandemie aufgrund Notsituation eingesetzte nicht zertifizierte Mundschutz-Masken, die im großen Stil von Textilbetrieben, Schneidereien und Laien nach einer einheitlichen Anleitung mit definierten ausreichend verfügbaren Stoffen hergestellt werden. Weiterhin breit gestreut propagierte Anleitung zum richtigen Umgang damit. Einsatz: in geschlossenen öffentlichen Räumen, Läden, ÖPNV, Büros, Patienten in Praxen etc.

Kategorie 2: OP Masken. Ziel: Einsatz im medizinischen Bereich. Verkauf nur an medizinische und pflegerische Einrichtungen oder registrierte Personen.

Kategorie 3: FFP2 und FFP3 Masken. Ziel: Einsatz im medizinischen Bereich oder versorgungsrelevante Bereiche wie Feuerwehr, Polizei etc. Verkauf und Abgabe im Rahmen der Pandemiesituationen nur an entsprechende Einrichtungen oder via Arztausweis oder Spezialambulanzen wie Knochenmarktransplantations-Ambulanzen etc.

Es geht schlicht um die Pandemiesituation. Später, in der Zeit danach, wann auch immer das sein wird, Rückkehr zum normalen Verkauf.

Vielleicht lässt sich mit diesen Kategorien die Erklärung für die Bevölkerung leichter gestalten. Es nützt einfach nichts, wenn Malergesellen ihre FFP Masken zu 30 Euro an sonstwen verkaufen, die damit Waldspaziergänge machen, während im nächsten Krankenhaus eine Schwester wegen fehlender FFP Maske infiziert wird.

Weiterhin sollten der Diebstahl aus Lagern mit harten Strafen geahndet werden, denn es kommt der Körperverletzung an medizinischem Personal und Patienten gleich. Auch der Handel zu Wucherpreisen Etc sollte verboten und hart geahndet werden.





„Maske auf, ganz entspannt“ – Kommentar in der Ostsee-Zeitung

1 04 2020

In seinem Leitartikel trifft Matthias Koch es in der heutigen Ausgabe der Ostsee-Zeitung auf den Punkt.
In einem Satz in meinen Worten zusammengefasst: Wo ist das Problem, tragen wir eben Maske und nähen selbst und lernen von den Chinesen.

Er zitiert den chinesischen Immunologen George Gao, der wesentliche Maßnahmen leitete, um Wuhan unter Kontrolle zu bringen. „Der große Fehler in den USA und in Europa liegt darin, dass die Leute keine Masken tragen.“
Koch:“In allen asiatischen Staaten aber, in denen die Virusabwehr Erfolg hatte, trugen Menschen Masken.“
Und weiter „Die Politik hat Angst vor Buhrufen: Weil sie keine Masken austeilen kann, will sie sie auch ungern vorschreiben.“
Und „Sie soll und kann nicht den Träger schützen. Es geht nur darum, beim Sprechen keine Tröpfchen mehr in Richtung anderer Leute zu blasen.“ „Die Maske ist nur eine von vielen Vorsichtsmaßnahmen.“

Danke Matthias Koch. Bitte werden Sie lauter und lauter und lauter. Als Journalist haben Sie die Möglichkeit. Bitte nutzen Sie sie auch weiterhin.





Aufruf an alle Technischen, Biomedizinischen und Ingenieurwissenschaftlichen Bereiche

1 04 2020

Hiermit rufe ich alle oben genannten Bereiche auf, sich an den Forschungen zur Übertragung de Coronavirus zu beteiligen.

Wie Ihr uns Ärzten und Schwestern und der Bevölkerung helfen könnt?
Was wir brauchen, und das schnellstmöglich, sind verwertbare Aussagen zur Effektivität von Hilfsmaßnahmen und Eindämmungsmassnahmen des Virus.
Ich persönlich kann es nicht mehr ertragen, dass wir täglich zugekippt werden mit Mutmaßungen und Schätzungen sowie miserablen Aussagen von Politikern und Pseudexperten, die einmal getätigte Aussagen ohne Angabe einer wissenschaftlichen Basis gebetsmühlenartig wiederkäuen.

Was uns fehlt sind verwertbare und von anderen Forschergruppen reproduzierbare Aussagen zur Effektivität von Dingen des Alltags, an denen kein Mangel besteht wie Schals, Stoffe etc. in Bezug auf das filtern von Partikeln in Aerosolen.

Ich wünsche mir zum Beispiel eine Studie, die anhand von markierten Partikeln in der Größe von Atemaerosol zeigt, wieviel beim Träger vom eigenen Atem abgehalten / zurückgehalten wird z.B. In einem Schal oder einem selbstgenähten Mundschutz und wieviel eines solchen markierten Aeorsols mit passender Partikelgröße daran gehindert wird, in die Atemwege des Trägers einzudringen. Hier gibt es einerseits sehr positive Aussagen zu, die Chinesen haben damit großflächig gearbeitet, andererseits stellen sich Politiker hin und ziehen es in Zweifel. Wir Ärzte werden hängen gelassen, die Bevölkerung mit widersprüchlichen Aussagen bis ins Mark verunsichert.

Wir brauchen Statistiken zur Akzeptanz von z.B. Selbstgenähten Ersatz-Mundschutz in der Bevölkerung. Meine Patienten in der Praxis befürworten es ausnahmslos, Politiker sagen es gibt keine Akzeptanz.

Wir brauchen Daten wie schnell und wie weit sich Aerosole mit entsprechender Partikelgröße bei welcher Raumgröße, Belüftung, Luftfeuchtigkeit und Temperatur verbreiten. Soweit ich gefunden habe sind es immer nur kleine Tests mit speziellen Fragen etc.
Wie müssen wir das Klima in Kliniken und Praxen einstellen, damit die Viren schneller absterben, die Aerosole sich schneller setzen etc.
Machen 1,50 m Sinn oder sind 2 m besser?
Wieviele Personen pro Quadratmeter Verkaufsfläche sind tatsächlich möglich?
Wie müssen Büros gestaltet werden, damit wir weiter arbeiten können?
Macht es Sinn bei Wiedereröffnung der Schulen die Kinder mit Masken auszustatten, Kindergerecht und bunt?
Wie gefährlich ist ein Schüler der in der Klasse hustet? Wie breitet sich das Aerosol aus?
Was passiert genau bei der Umluftheizung in Bussen?

Wir brauchen Daten, die uns nur Ingenieure, Techniker, Biomedizintechniker etc. liefern können. Auch damit unsere Politiker und Entscheider endlich entscheiden und das Richtige tun. Euer Know-how kann uns schützen.





Anleitung zum Nähen eines DIY Mundschutzes – ein Stöckchen

1 04 2020

Quelle: Feuerwehr Essen / Stadt Essen
https://www.essen.de/gesundheit/coronavirus_6.de.html

Wie zwei Beiträge zuvor erwähnt, handelt es sich nicht um zertifizierte OP Masken sondern um einen Behelf zu privaten Verwendung im Bereich des Nichtmedizinischen Einsatzes in Rahmen des allgemeinen Mangels an Schutzausrüstung und der Notsituation der Pandemie. Das Ziel ist z.B. zu verhindern dass unwissend Infizierte das Virus weiter verbreiten zum Beispiel an Ältere Angehörige, die versorgt werden.

Man möge mir verzeihen, dass ich folgendes Bild verbreite. Es geschieht in der Absicht weitere Infektionen zu verhindern und damit Todesfälle. Es stammt von der Zeitung „Welt“, der Link ist 2 Beiträge zuvor zu finden.





Für Dich trage ich Maske!

1 04 2020

„Für Dich trage ich Maske!“

Es hat alles eine Zeit. Jetzt ist die zum Maske tragen. Es wird eine unfreiwillige Frühlingsmode, aber eine die uns helfen wird.
50% der Infektionen erfolgen laut Schätzungen durch Infizierte, die noch keine Symptome haben, und nicht wissen, dass sie infiziert sind und Viren ausscheiden ohne es zu merken.

Ein Infizierter steckt laut aktuellen Erkenntnissen, die Ihr bei RKI und in diversen Tickern nachlesen könnt, etwa 3 weitere Personen an. Diese wiederum jeder weitere drei, dann hätten wir schon 12… wer gut in Mathe ist, kann weiterechnen. Ungefähr wie eine Lawine. Ein Tritt und am Ende liegt ein ganzer Ort unter Schneemassen.

Die Ausscheidung der Viren erfolgt beim Sprechen, Husten, Niesen.

Trägt derjenige ein Tuch, dann wird das Aerosol ((Tröpchengemisch) durch den Stoff abgefangen. Es kann nicht weiter gelangen. Keine 3 neuen Infizierten… Die gut in Mathe sind, können jetzt mal nachrechnen, was alles NICHT passiert…

Um das zu erreichen, genügen genähte und nicht zertifizierte Masken. sie fangen ab, was das Gegenüber nicht abbekommen soll.
So können Angehörige geschützt werden, wenn man Eingekauftes vorbei bringt, so kann man sich im Laden schützen, wenn man einkaufen geht oder zur Post oder Apotheke usw.

Für Dich trage ich Maske!





Deutschland näht Mundschutz!

31 03 2020

Es gibt nicht genug Schutzmaterial. Ist Fakt. Es fehlen FFP2 und FFP 3 Masken. Es fehlen OP Masken. Schutzbrillen, Kittel, Schutzanzüge usw. Das alles braucht NUR medizisches Personal und Pflegepersonal, Feuerwehr und Polizei. Ein normaler Bürger braucht es nicht.

Was braucht ein normaler Bürger, um sich zu schützen?
2 Meter Sicherheitsabstand!!!!!!!!!!!!!!!!! Das effektivste überhaupt. Und dazu völlig kostenfrei. Ich wünschte mir, dass alle Menschen genauso versessen auf 2m Sicherheitsabstand wären wie auf Klopapier und Erbseneintopf in Dosen. Den Viren ist egal wieviel Rollen im Schrank stehen, man kann sie auch nicht mit Dosen erschlagen. Würden wirklich alle sich dran halten… Dann hätten wir ein paar Probleme weniger.
Seife zum Hände waschen.
Verstand. Um zu verstehen, was gesagt wird und was wichtig ist.

Einen Mundschutz? Ja und Nein. Einen FFP Schutz wie gesagt für Ärzte, Schwestern und Einsatzpersonal in genannten Branchen. Eine OP- Maske wie gesagt auch nur das medizinische Personal.
Und der normale Bürger?
Ich sag mal so: Virologe Drosten sagt, der Mundschutz muss an die Quelle. Die Experten um Dr. Leung aus Hongkong sagen in einer Studie, dass knapp die Hälfte der Patienten schon bis zu zwei Tage vor der Infektion ansteckend ist. Also solange sie sich noch gesund fühlen. Als weiß die Quelle ja noch nicht, dass sie Quelle ist. Ein Virologe aus München sagt (Name ist mir entfallen bei soviel Literaturstudium derzeit), dass es Sinn mache, selbstgenähten Mundschutz zu tragen, da Partikel der nicht wissenden Infektiösen weggefangen werden und ein Filter durch Stoff vor Mund und Nase besser ist als gar nichts. Wichtig ist, dass er korrekt abgenommen wird. Also nur an den Seiten anfassen und gleich bei 90Grad durchwaschen.
Herr Wiehler vom RKI sagt, es bringe nichts. Aber er kann auch keine Studien anführen, die seine These beweisen. Ich denke, die Intention ist, einen erneutem Run auf Medizinprodukte zu vermeiden, die das Gesundheitswesen dringend braucht und woran wir dann scheitern werden…
Und ich Schlussfolgere in meiner pragmatischen Art:
Ja, nichtsahnende Infizierte sollten ihr Umfeld schützen. Wie können sie das, ohne Ärzen und Schwestern Material wegzunehmen? Indem sie selbstgenähten Mundschutz tragen. Da niemand weiß, ob er infiziert ist, müssten es möglichst viele tun. Und wissen wie man ihn korrekt abnimmt – seitlich anfassen und danach Hände waschen und das Ding bei 90 Grad durchwaschen. Und Gesunde hätten zumindest einen Teilschutz, weil die Tröpfchen ja auch andersherum aufhalten werden. Nimmt man noch die 2 m Abstand dazu, dann hört es sich doch schon ganz ordentlich an. Statt drei neue Infizierte dann vielleicht dann nur noch einer. Das ist eine Chance. Selbst genäht ist nicht zertifiziert. Aber wenn man nichts anderes hat, ist etwas besser als gar nichts. In der Not frisst der Teufel Fliegen, heißt das Sprichwort. Wir sind in Not. Nichts tun wäre der größte Fehler!
Nein, normale Bürger dürfen Praxen und Kliniken kein Material wegnehmen. Sonst ist bald keiner mehr da, der Kranke versorgt.

Einige sagen, Oh je, das können wir nicht umsetzen, das ist gesellschaftlich nicht akzeptiert. Das waren Tattoos vor 20 Jahren auch nicht… denkt mal drüber nach. Lieber Kollaps des Gesundheitswesens oder mal was zum Guten verändern im guten alten Deutschland?
Und ich finde es gut, dass Städte wie Essen oder Feuerwehren Anleitungen zum Nähen reinstellen.
Und dass Trigema, Theaterwerkstätten, Werkstätten aller Arz jetzt nähen, das finde ich gut.

Und noch ein Pro selbst nähen: Die Menschen hassen es immer mehr, untätig sein zu müssen und die Situation so hinnehmen zu müssen ohne was tun zu können. Gebt Ihnen etwas sinnvolles zu tun, was uns hilft in der Krise! Viele wollen aktiv werden und aus meiner Sicht sind selbstgenähte Mundschutzprovisorien ein guter Weg zur Eindämmung. Filter fängt Tröpfchen bei weg bei Weg raus und wahrscheinlich auch bei Weg rein. Dass es keine 100% sind, wissen wir, aber 70% oder 60% sind besser als nichts. Immerhin akzeptieren wir bei der Grippeimpfung ja auch, dass die Schutzrate effektiv nur bei 70% liegt und finden das schon sehr gut.

FAZIT:
Deutschland an die Nähmaschinen! Näht nach den Anleitungen, tragt selbstgenähten Mundschutz. Lernt wie man ihn sicher an und ablegt. Jeder verhinderte Infizierte ist ein Gewinn!
Kauft auf keinen Fall Medizinprodukte, sonst können wir euch im Zweifel nicht mehr helfen!
Macht den selbstgenähten Mundschutz zu einem Trend! Es muss in sein, hip oder egal wie ihr das nennt.

Und Herrn Wiehler vom RKI fordere ich an dieser Stelle auf, eine Studie zu machen mit zwei gleich großen Städten mit annähernd gleicher Infektionsrate. In der einen tragen die Leute Selbstgenähten Mundschutz, in der anderen nicht. Das Kontaktverbot bleibt bestehen. Dann haben wir Daten. Wir schaden niemandem durch das Tragen. Ethisch also kein Problem. Danach denke ich, werden die Zahlen für sich sprechen.

Anleitung mit Bildern in Daten zur Filterrate von Stofftypen ist hier zu finden:

https://www.welt.de/vermischtes/article206899403/Coronavirus-So-naehen-Sie-sich-einen-Mundschutz-selbst.html





Appell an die Einwohner dieses Landes

17 03 2020

Liebe Leser,

Als Ärztin möchte ich an dieser Stelle einen Appell los werden. Das Coronavirus / Covid19 hat eine Pandemie ausgelöst. Deutschland wurde von einer in dieser Form zu unseren Zeiten noch nie dagewesenen Epidemie erfasst. Die meisten werden eine Erkältungsähnliche Erkrankung durchmachen. 2% werden jedoch daran sterben. Jeder weist jetzt von sich, dass es ihn treffen könnte oder jemanden, den er liebt. Das ist falsch. Bei dem derzeitigen Verhalten der Deutschen wird es zu einer weiteren Progression der Ansteckungen kommen. Und zwar durchaus in einer Geschwindigkeit wie es in Italien der Fall ist. Dass die Politik zum Teil versagt, die Flughäfen nicht dicht macht bzw. Unkontrollierte Einreise aus Risikogebieten möglich ist, ist eine unglaubliche und gefährliche Tatsache. Genauso wie die fehlende Sanktionierung von Verstößen gegen Quarantäne-Auflagen oder die seit Jahren sträflich vernachlässigte Förderung des öffentlichen Gesundheitsdienstes und der medizinischen Versorgung sowohl stationär als auch ambulant.
Nicht minder schwer jedoch die Haltung vieler Deutscher „Och das wird schon nicht so schlimm“ oder „die übertreiben doch alle“ und das bewusste Ignorieren von Empfehlungen, Maßnahmen und erlassenen Verfügungen. Bei den Maßnahmen handelt es sich nicht um bezahlte Ferien oder Jux und Dallerei. Und ich habe ebenso wenig Verständnis für das ständige Gejammere, dass heutige Grundschüler in der Häuslichkeit überfordert sind, selbst Hausaufgaben zu machen, zu spielen oder lesen oder die Bildungsangebote der öffentlich-rechtlichen zu nutzen (in den 1950er waren Kinder in dem Alter zwei drei Wochen alleine in Isolationsstationen wegen der Hepatitis A Epidemien, und ja, sie sind alle ohne psychische Schäden davon gekommen, weil man wusste, es ist wichtig und gehört zum gesund werden dazu), das Gejammere dass man den Urlaub verschieben muss, nicht zum Fußball kann oder man zwar nicht arbeiten muss, aber trotzdem nicht shoppen gehen kann. Nochmal: wir reden hier nicht von Bonus-Ferien sondern von einem nationalen Gesundheitsnotstand, der tausenden das Leben kosten kann und wo jeder Deutsche endlich mal erwachsen werden muss und jetzt aufhören muss, seinem egoistischen Drang nach Erfüllung persönlicher Bedürfnisse, die nicht primär oder sekundär sind, nachzukommen. Denn dieser Egoismus zerstört Leben, Familien und unsere Gesellschaft wie wir sie kennen.
Genauso wenig habe ich Verständnis für die Dauer-Hamsterkäufer, die ständig die Läden leer kaufen und wenn man dann als jemand der wenigen noch normal arbeitenden Menschen nach Hause kommt und was zu essen braucht, steht man vor leergefegten Regalen. So geht es den Ärzten, Krankenschwestern, Busfahrern, Müllwerkern, Stadtwerke-Mitarbeitern, Apothekerinnen etc., die euch gerade versuchen eine gesellschaftliche Ordnung zu erhalten und die medizinische Versorgung aufrecht zu halten. Für Rentner wird eingekauft, für eine MFA mit 10 Stunden Arbeitstag steht abends nicht mal die Babynahrung für das 15 Monate alte Kind mehr im Regal. Und wann soll sie sich drum kümmern? Und irgendwer anders wirft in ein paar Wochen eine halbe Kiste davon weg…
In Krankenhäusern und Praxen wird geklaut was das Zeug hält. Da klauen Patienten den Schwestern die Reinigungsmittel vom Bettenwagen während sie jemanden versorgen. Und bedrohen landauf landab die Krankenschwestern wenn sie einschreiten. Dafür habe ich noch weniger Verständnis.
Das schlimmste, was dieser Gesellschaft derzeit zusätzlich zur Ausbreitung des Virus passieren kann ist, wenn das medizinische Personal hinschmeißt, sich zuhause einkesselt und wartet bis es vorbei ist. Will das jemand?

Ständig wird gefragt, was der einzelne tun kann. Es heißt, Abstand halten, für den Nachbarn einkaufen. Gut, das ist ein Anfang.
Die richtige Antwort ist: zieht alle mit, bleibt zuhause wenn’s geht, fahrt nicht quer durch das Land, haltet Abstand, behaltet die kInder zuhause. Wenn ihr krank werdet, bitte ruft in den Praxen an!!!! Geht nicht hin, ihr bringt reihenweise die Praxen in Quarantäne!!! Hört auf Desinfektionsmittel zu horten, wir brauchen es in den Praxen und Kliniken genauso wie Schutzkleidung. Wenn Ihr Handwerksbetriebe seid und habt FFP2 Masken über, dann bringt sie eurem Hausarzt zu einem fairen Preis!!! Statt zu klagen, den Betrieb zu schließen, überlegt, wie ihr helfen könnt mit eurem Betrieb. Wir brauchen Desinfektionsmittel, Reinigungsmittel, Schutzkleidung, Provisorisches Material für Krankenhäuser, provisorische Bauten, Absperrungen, freiwillige Helfer überall beim DRK, THW, Katastrophenschutz etc. Stellt die Produktion um auf Sachen, die wir brauchen. Stellt Hotels zur Verfügung für Freiwillige Helfer oder Notfallkliniken. Statt Messebau helft den Gesudnheitsämtern mit Softwarelösungen, Aufstellern, Schildern etc., statt Catering für Hochzeiten Catering für Krankenschwestern in den Kliniken oder deren Familien, dass sie von der Klinik auf dem Heimweg was mitnehmen können zu essen und sich nicht ewig im Laden anstellen müssen.
Hört auf mit den Hamsterkäufen, das ist doch nicht notwendig. Und brüllt diejenigen an, die es nicht kapieren, zeigt denen gesellschaftliche Ächtung und negatives Feedback für Fehlverhalten.
Die Aufgabe, die Epidemie zu bewältigen, ist nicht die von Praxen und Kliniken, NEIN, es ist EURE Aufgabe als Bürger, Deutsche, als Gesellschaft. Wir können es nur schaffen, wenn alle mitmachen und statt jammern die Energie in kreative Lösungen stecken. Die Frage ist nicht, was die Regierung für Euch tun kann, sondern was jeder Einzelne in dieser Situation für die Gesellschaft tun kann, von der jeder von uns ein winziger Teil ist. Jeder, der sich nicht ansteckt, ist ein Schritt zurück zur Normalität.
Also hört auf die verordneten Maßnahmen und macht endlich mit!
Eure „Assistenzarzt“

Teilen erwünscht und erlaubt.