„Die Ärzte…“

15 03 2016

„Das waren die Ärzte…“
„Das müssen Sie die Ärzte fragen…“
„Das sagen Ihnen die Ärzte…“
„Also ich kann Ihnen am Telefon nichts sagen, ich stelle Sie mal zu den Ärzten durch…“ – „Ja hier Dr. Arzt.“ […] „das tut mir leid, nach der deutschen Gesetzgebung ist es mir nicht gestattet, am Telefon Auskunft zu geben, ich dürfte Ihnen nicht mal sagen, dass Patient XY hier ist…“ – „aber die Schwester hat gesagt…“ Hmm… Jaja, so ist das.
„Die Ärzte haben schon wieder…“
„Die Ärzte brauchen heute aber wieder lange…“
„Die Ärzte nehmen sich immer vom Kaffee…“

Es sind immer „die Ärzte“. Irgendwann nervt es. Die Ärzte haben Namen, sind nicht alle gleich, machen nicht alle das gleiche und nicht die gleichen Dummheiten. Und… Ich sag ja auch nicht ständig „die Schwestern“, die haben schließlich Namen, sind verschieden, machen nicht alle das gleiche…





Politiker auf Schlafentzug

13 07 2015

Wieso heulen die denn da so rum?… frage ich mich gerade… Da verhandeln Politiker so etwas wichtiges wie Griechenland – Krise und so und sind 17h am Verhandeln, da jaulen die Ersten, dass die ja nicht mehr ganz bei Sinnen sein können wegen des Schlafentzugs.
Siehe GMX – Beitrag:
http://www.gmx.net/magazine/wirtschaft/griechenland-krise/einigung-griechendrama/wirkt-schlafentzug-entscheidungsfaehigkeit-eu-chefs-30763808

„Aber natürlich sind Politiker auf solche Situationen vorbereitet und haben ihre Berater im Hintergrund, die hoffentlich etwas ausgeschlafener sind. Aber im Endeffekt ist der Politiker, der nach 17 Stunden Verhandlungsmarathon seine Unterschrift unter einen Entschluss setzt, nicht mehr Herr seiner Sinne.“

„Die Beeinträchtigung nach 17 Stunden ohne Schlaf hat eine Wirkung vergleichbar mit einer halben Promille Alkohol im Blut. Und die Politiker sind ja zumeist schon vorher ein paar Stunden wach, also gleicht ihre Leistungsfähigkeit nach 24 schlaflosen Stunden der eines Menschen mit einer Promille Alkohol im Blut. Dazu kommt noch, dass Politiker sowieso chronisch unausgeschlafen sind und schon mit einem Schlafdefizit in die Verhandlungen gehen. Deshalb dürften sie auf einen solchen Verhandlungsmarathon besonders empfindlich reagieren.“
(Zitate stammen von Dr. Peter Spork, dem Autor des „Schlafbuchs“ und sind aus dem verlinkten Beitrag entnommen.)

Und wer bedauert uns und die armen Patienten, die wir nachts und morgens behandeln, wenn wir schon 24h wach sind und nach den zitierten Daten eine Entscheidungsfähigkeit und Leistungsniveau haben wie unter 1 Promille Alkohol??? Da darf keiner rumheulen, sonst wird man gleich mit dem Spruch „hab dich nicht so“ oder „Augen auf bei der Berufswahl“ angesülzt… Und wir haben keine Berater im Hintergrund. Wer jetzt sagt Oberdienst, dem sag ich, vergiss es… Griechenland ist eh im Eimer und völlig verkorkst… Unsere Patienten aber nicht, die leben und wollen gesund werden und haben wohl den Anspruch auf ausgeschlafene Ärzte mit null Promille äquivalent Leistungsniveau. Liebe Journalisten, jault mal lieber wegen unserer Patienten (und vielleicht auch wegen uns), aber nicht für ein paar Politiker, die einmal 24 h durchziehen, was wir 2-6, manchmal 8 x pro Monat machen müssen…





Motivatör

8 06 2015

Sind deine Assistenzärzte auch immer so nervig renitent? Mögen deine Weiterbildungsassistenten nicht mehr als 50 Stunden die Woche arbeiten? Murren sie jedes Mal, wenn sie 24 h am Stück ohne Schlaf arbeiten sollen? Sperren sie sich auch gegen den ständigen Druck der Fallzahlen? Reden sie ständig vom Marburger Bund und Arbeitszeitgesetzen oder Arbeitnehmerrechten? Dann ist der Fall ganz klar: Du brauchst unsere Hilfe.
Jetzt neu und nur bei IKEA: MOTIVATÖR – der neue Prügelstock für Ärzte in Leitungspositionen. Ab sofort für nur 10,99 in deinem IKEA. Und für alle IKEA-Family Mitglieder nur 8,99, aber nur diesen Monat.
Auch neu in deinem IKEA: LILLE MOTIVATÖR – der kleine Prügelstock für Oberärzte und MOTIVATÖR KVINNA – der Prügelstock für Frauen in Führungspositionen.
Probier‘ es aus und du wirst sehen, herrliche Ruhe in deiner Klinik und alle arbeiten, wie du es willst.
Wir tun mit unserem Produkt auch etwas für die Umwelt. MOTIVATÖR wird aus Recycling-Holz hergestellt, das von entsorgten Betten aus Arzt-Dienstzimmern stammt, denn dort werden die Betten nicht mehr gebraucht, weil die Ärzte seit einiger Zeit sowieso jede Nacht durcharbeiten müssen und nicht zum Schlafen kommen. Platzsparend und umweltfreundlich verpackt kommt unser MOTIVATÖR zu dir nach Hause oder in die Klinik. Wir schonen die Umwelt und nutzen nur Recycling-Papier aus alten Dienstplänen, denn der Dienstplan von heute ist morgen schon Altpapier.
MOTIVATÖR – Leitest du noch oder regierst du schon?

DISCLAIMER: Das ist Satire. Böse Satire, ich gebe es zu. Aber ziemlich dicht an der Wahrheit…
Ich möchte mich in aller Form bei meinem geliebten Möbelmarkt IKEA entschuldigen, dass ich sie für diese Satire benutzt habe. Ich werde auch weiterhin eure Umsätze beflügeln, wenn ich denn mal dazu komme, wieder Geld auszugeben statt nur zu arbeiten.





Rollenspiele

14 03 2015

Der Arzt in der Notaufnahme – quasi das Chamäleon im Arztkittel.

Arzt
Zuhörer
Seelentröster
Telefonist
Sekretärin
Stempelfreak
Logistiker
Teilzeitpsychologe
Umlagerungshelfer
Ausbilder
Kommunikationsexperte und Computerreparateur
Handwerker
Deeskalationsspezialist
Gesundheitswesenerklärer
Apothekensucher
Parkautomatenerklärer
Fremdsprachenübersetzer
Kollegenversteher
Prellbock und Blitzableiter
Glaskugelleser
Internetsuchmaschinenbenutzer
Pharmakologiekenner
Kaffeekocher
Inslabormitnehmer
Angehörigenhoffnunggeber
Reanimateur
Sauerstoffverteiler
Infusionshalter
Venenfinder
Den-letzten-Weg-Begleiter
Zum-werdenden-leben-gratulierer
Sich-an-seltene-Krankheiten-Erinnerer
Handschuhverschleißer
Kilometerläufer
Plattfußinhaber
Rettungssanitäterfan
Nureinmalamtagpinkler
Aufsessenverzichter
Alleingelassenwerdender
Vomanderenjobträumer
Krankenhaushassenlernender
Medikamentenzettelentzifferer
Hyroglyphenleser



Und Mensch. Mensch mit Gefühlen, Hoffnungen, Träumen, Wünschen, Familien, ethischen und moralischen Prinzipien.
Aber nicht die allwissende folgsame willenlose Maschine im energiesparenden Dauerbetrieb, die Klinikverwaltungen erwarten.





Fußprägung

27 09 2013

Neulich auf einer Veranstaltung saß sie ganz hinten. Es war schon kühl draußen, so 9 Grad. Zu kalt für September. Bibber. Sie hustete und rotzte. Ihre nicht mehr ganz jugendlichen Falten waren gut geschminkt. Das Blass der Erkältung geschickt übertönt. Sie hatte diese Sandalen an, die nur vorne quer rüber über den Spann hielten. Socken, nicht doch… das ist doch uncool. Man ist so jung, wie man sich fühlt. Kalte Füße, kalter Kopp. (Altes Sprichwort norddeutscher Ärzte) Als es leerer wurde, zog sie sich einen leeren Stuhl heran und packte ihre nicht mehr ganz jugendlichen nackten Füße, die den ganzen Tag ebenso nackt in den Sandalen unterwegs waren, auf die mit Stoff bespannte Sitzfläche. Es ging gerade um Hygiene, also vorne auf den Folien jedenfalls. Also wer von ihren Erkältungsbazillen noch nichts abbekommen hatte, hätte jetzt die Gelegenheit zu schauen, ob noch Fußpilz übrig ist, oder wenigstens ein paar Fussel, Sandkörner oder Hautschuppen mit echtem Fußflair. Perfekt drapiert auf der Sitzfläche. Ein bissl DNA von uns bleibt ja überall wo wir mal waren. Mein Sitznachbar schaut interessiert, wohin ich die ganze Zeit starre. Ich sehe ihn an. Er rümpft die Nase. Wir kennen uns nicht, aber die Wellenlänge scheint die gleiche.

Liebe Kollegin, falls sie glauben, sich erkannt zu haben, muss ich sie enttäuschen. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig… und vielleicht trotzdem willkommen.





Die Angst vor den fliegenden Kaffeetassen

27 09 2013

Irgendwo in Deutschland. Ein Hotel mit Tagungssaal. Etwa 100 Ärzte auf einen Haufen. Draußen vor dem Saal gibts Kaffee, Latte irgendwas, Tee und so was. Die Pause ist zu Ende. Irgendwie gibts immer so ein paar Leute, die sich nicht von den Getränken trennen können und Kaffee mit in den Saal nehmen. Und dann gehts los. Weil sie zu spät kommen, müssen sie durch die Reihen durch, bis ans andere Ende. Dann haben sie eine Handtasche über der Schulter, in der einen Hand die Untertasse, auf der eine große volle Kaffeetasse steht und wackelt. Möglichst noch Kekse auf der Untertasse drauf. Und in der anderen Hand Schreibblock oder irgendwas anderes. Und dann gehts durch die Reihe durch. Über die dort Sitzenden hinweg wackelt diese Kaffeetasse. Es klappert gefährlich. Die Tasse wackelt. Die VOLLE Tasse. Ich spüre die Kollegin hinter mir. Nicht bewegen, Platz machen. Wenns daneben geht, saut sie mich voll ein, den Kopf, den Nacken, die Klamotten, meine Jacke… oder meine Nachbarn. Ich denke angstvoll an die Bierdusche, die unser aller Kanzlerin vor etwa einem Jahr bei einem Fest in MV abbekam von einem unqualifizierten Kellner. Gut, ich kann nicht Kanzler. Aber ich sitze gerade an der falschen Stelle. Nein. Tue ich nicht. Ich sitze richtig, aber die Kollegin sieht was falsch. Trinken draußen. Essen draußen. Lernen drinnen. Und zwar pünktlich und nicht so, dass alle gestört werden und jeder beängstigt nach oben schielt, und hofft, dass er keine Kaffeedusche kriegt.
Liebe Kollegen, die ihr das so gerne macht: Die meisten anderen Kollegen hassen das!

Genau wie die Momente, wo die halbvollen Kaffeetassen auf dem Boden stehen, und jemand aus Versehen dagegen kommt und sie umstößt. Weil entweder nicht gesehen oder vom Besitzer schnell mal vergessen. Und schon ergießt sich die Latte irgendwas auf den Fußboden, gegen die Jacke, Tasche, Schuhe, Hose des Nachbarn. Latte in den Socken ist doch viel besser als Sand in den Schuhen…
Nee, ich hasse das wirklich. Ich kann mich dann immer nicht konzentrieren, wenn ich weiß, dass hinter oder neben mir so eine fliegende Kaffeetasse unterwegs ist oder ein Gefäß mit Inhalt in wackeliger oder schnelltretender Position steht…





Ach Frau Doktor, ich nehme dann auch noch…

25 01 2013

„… das und das… ist rein pflanzlich. Wegen der Gesundheit, wissen’se. Man muss ja auch selbst was machen.“

Wenn ich den Satz höre, schwanke ich zwischen „oh bitte nicht“, „Geldschneiderei“ und „och mensch, hättst mal gefragt, was Sinn macht“. Nun ja, letzteres ist ja Ansichtssache. Manchmal möchte ich einfach diese Hersteller anbrüllen so laut ich kann, weil ich es so ungerecht finde, was da abgeht. Es wird was zusammengestellt, eine hübsche seriöse Verpackung gemacht, etwas ins Marketing investiert und dann die Lage der Patienten ausgenutzt. Wer schon irgendeine Krankheit hat, will gesund werden und tut meist alles dafür. Außer mit dem Rauchen aufhören 🙂 Wer jemanden kennt, den er mag und der ist krank, der will ihm was gutes tun. Wer irgendwann gesehen hat, wie schlecht es einem anderen ging, der will gar nicht erst krank werden. Und mit diesen Intentionen der Menschen, da kann man was machen.

Über das Thema könnte man Bücher schreiben… Das einzige Fazit kann nur lauten: Der einfachste Weg, Geld für die Gesundheit zu sparen ist, keine unnötigen Nahrungsergänzungsmittel und pflanzliche Mixturen zu kaufen, und mit dem Rauchen aufzuhören.
Wer glaubt, dass alles was pflanzlich ist, harmlos ist, der ist einer großen Lüge aufgesessen. Medikamente werden oft auch aus Pflanzen entwickelt. Ein Medikament hat Wirkungen und Nebenwirkungen. Pflanzliche Präparate sind in der Regel nicht weniger wirkungsvoll. Es kommt nur auf die Dosis an. Und die wird von solchen Herstellern von Nahrungsergänzungsmitteln, gerne auch diätetisches Lebensmittel oder ähnlich tituliert, pro Pille gerne so klein gehalten, dass man nicht als Medikament läuft, also kein Medizinprodukt ist. Heißt, man muss keine Studie vorlegen, dass es wirkt. Man muss aber auch nicht gucken, wem man schaden könnte. Oder ob es Wechselwirkungen gibt mit anderen Sachen. Und man kann in jedem Laden verkaufen und ist nicht auf die Apotheken angewiesen. ABER (es ist immer ein Aber dabei) auf den Packungen steht die Empfehlung, wieviel man pro Tag nehmen soll und da kommt man manchmal schon in den Bereich, die man bei „echten“ Medikamenten erreicht. Man muss auch damit rechnen, dass viele etwas mehr nehmen, damits besser hilft oder schneller. Das passiert glaub ich bei vom Arzt verschriebenen Sachen selten, denn das ist ja Chemie und zuviel Chemie ist ja nicht gut für den Körper (einfach mal auf die Inhaltsstoffe schauen… zum Pillen bauen werden die gleichen Hilfsstoffe genommen – Chemie ist auch Chemie, wenn sie aus der Drogerie kommt!). Die Werbung ist oft sehr … zweideutig. Sie arbeitet mit viel Psychologie. Nüchtern betrachtet, sagt man eigentlich nix, aber das was ein Mensch im Laden dort reininterpretiert, ist oftmals was ganz anderes.

Was bleibt objektiv vom schönen Schein der Gesunderhaltung mittels diverser Pillen… man forscht jetzt. Ab und an wird mal was publiziert.
Hier mal ein paar Beispiele (Liste ist natürlich sehr kurz und nicht vollständig)

Cava cava
Als ich studierte, da gabs Todesfälle und Notfall-Lebertransplantationen, weil Leute Cava cava Produkte gekauft haben. Eine Klinik publizierte ihren Fall, plötzlich meldeten sich noch mehrere und ein paar Monate später gabs das Verbot. Und ich bin mir sicher, es hat so einigen das Leben gerettet.

Johanniskraut
Inzwischen weiß man, dass auch in den frei verkäuflichen Dosierungen Interaktionen mit Herzmedikamenten möglich sind.

Vitamin E
Überraschenderweise tendiert die aktuelle Studienlage dazu, dass zuviel Vitamin E schadet und nicht mehr schützt.

Vitamin C
Ist für mich das einzige, was relativ ungefährlich erscheint, besser ist aber, es natürlich zu nehmen – in Früchten. Pillen haben wieder Hilfsstoffe, aber ansonsten scheidet man ein zuviel an Vitamin C aus.

Vitamin D
hier läuft die spannendste Forschung. Abschließende Beurteilung derzeit noch nicht möglich. Eigentlich ist es ja schon ein Hormon. Aber egal, es ist in 20% der Stoffwechselvorgänge beteiligt. Überdosierungen sind möglich, allerdings hat man die notwendige Tagesdosis in der letzten Zeit deutlch nach oben korrigiert. Was man in der Medizin nicht mehr macht: es mit Calcium kombinieren, denn das macht vermehrt Arteriosklerose, zu deutsch: man verkalkt schneller. Geht man in den Laden, wird man es eigentlich nur in Kombination kriegen. Da ist diese Erkenntnis noch nicht angekommen.

Magnesium
Das zweite, was ich als brauchbar ansehe. Hilft gegen Wadenkrämpfe und bei Muskelverspannungen als Unterstützung, aber ist kein Allheilmittel. Und zuviel nimmt kaum einer, weils dann nen flotten Otto gibt.

Tja, ich war heute im Laden und stand plötzlich vor diesem Regal mit den ganzen Pillen. Es war länger als das für Babywindeln oder Shampoo. Am krassesten fand ich, dass ein Hersteller außen draufdruckte, was da alles gutes drin sein soll. Zum Beispiel Curcumaextrakt. Hätte man gesagt E100 (Kurkumin), wäre das attraktiv? In der Liste die so gelb unterlegt auf die Packung gedruckt war, stand unter allem was toll sein sollte auch Chrom. Soweit ich gelernt habe, nehmen wir als Menschen genug davon auf mit normaler Ernährung. Soviel brauchen wir auch nicht davon. Bei den Inhaltsstoffen fand ich das dann an letzter Stelle… bei den Hilfsstoffen. Wird ja eigentlich bei Pillen auch als Hilfs- und Farbstoff eingesetzt. Aber was für ein Marketing, einen Hilfsstoff als was gutes erscheinen zu lassen, oder hab ich mich getäuscht in meiner Wahrnehmung? Ihr dürft gerne ergänzen… die Liste dürfte so dick werden wie das Telefonbuch.

Wer sich wirklich so etwas aus dem Laden holt:
1. guckt bei seriösen Portalen wie Warentest oder Ökotest nach, was die sagen, die gucken bei Tests auch nach Sinnhaftigkeit von KOmbinationen.
2. seid euch bewußt, dass es nichts anderes ist als Babywindeln oder Shampoo – ein Produkt, das ein Hersteller verkauft, weil er damit sein Geld verdient.
3. seht auf die Zusatzstoffe, bunte Pillen sind bunt, weil Farbstoffe drin sind, manche sind in anderen Ländern nicht zugelassen. Und Brausetabletten haben oft Sachen wie Sorbitol drin oder ähnliches. Das vertragen viele nicht, vom Darm her, das kann durchhauen.
4. Wenn ihr schon Tabletten nehmt, dann fragt euren Arzt! Und nehmt die Packung mit, denn der Name nützt nichts, wenn man den Inhalt nicht kennt.
5. Denkt dran: Wer ein Medikament rausbringt, muss jetzt Studien nachweisen, wer ein diätetisches Lebensmittel oder wie auch immer rausbringt, braucht das nicht.
6. Homöopathie und „was pflanzliches“ ist nicht das gleiche. Homoöpathie tötet in der Regel keine Patienten.
7. Einer der Grundsätze der Pharmakologie: Ein Medikament, das keine Nebenwirkungen haben soll, steht in großem Verdacht, auch keine Hauptwirkung zu machen.

PS: Wer hier kommentiert zum Thema, beachte bitte: Werbung fliegt raus, alles was unseriös wirkt, sortier ich auch raus. Links zu Firmen bitte auch nicht, Links zu Publikationen gerne. Und bitte nicht verbal aufeinander einprügeln





Assistenzarzt fragt – Teil 23

31 10 2010

Heute:

Mit welcher Wette könnte sich ein Arzt bei „Wetten dass..??“ bewerben?

Und welcher Arzt wäre bereit, das zu tun? (Assistenzarzt jedenfalls nicht, viiiiiiel zu feige…)

Hat sich schon jemand (Arzt, Krankenschwester/pfleger/Retter etc.) bei „Wetten dass..??“ beworben bzw. teilgenommen und wenn ja, mit welcher Wette?





Geschenktipps für Ärzte

19 12 2009

Was schenkt man einem Arzt zu Weihnachten?

Definitiv nichts was mit Medizin zu tun hat! Die meisten von uns meiden nach einiger Zeit im Job inzwischen sogar weiße Klamotten in der Freizeit zu tragen. Ist mal einem aufgefallen, dass Ärzte privat immer eher in dunklen Tönen umherlaufen? Ich glaub, man braucht irgendwie Kontrastprogramm. Was schenkt man nun einem Arzt im Freundes- oder Familienkreis? Zunächst mal den Arzt weglassen und den Mensch sehen. So, das bischen nehmen, was der Job an Mensch gelassen hat und gucken, was der so gerne mag, macht oder braucht. Also hat man die gleichen Probleme, wie bei anderen oder aber eben tausend Ideen und kann sich nicht entscheiden. Bücher sind immer schön, aber ich mags gerne, wenn eine Widmung drin steht, das machts  persönlicher. Karten für Mario Barth, Mittermeier, Cindy aus Marzahn… für mich auch ein Hammer. Andere stehen ja eher auf Klassische Musik und Kirchenkonzerte – damit kann ich nu wieder nix anfangen. Wellness is für Ärzte ne Chance, die Spuren der Dienste zu kaschieren. Kommt also auch gut. So schön ne Massage oder Fußreflexzonendurchknetung oder ne Maske fürs Gesicht… Was man nicht glaubt: Manche Ärzte sind totale Sportfreaks, wo man sich fragt, wann die denn überhaupt Zeit haben dafür (vermutlich während sie sich heimlich nach Hause verdrücken während andere die Scherben auf Station zusammenkehren… aber lassen wir das). Also ich kenn fanatische Surfer und Kiter, Läufer, Triathleten, Tennis, Golf, Radfahren (mind 50 km /d), Fußball, Yoga… da find sich doch immer was zum Schenken und wenns ne neue Yoga-Matte ist. Und einen weiteren Trend habe ich unter Ärzten ausgemacht: Spielkonsolen. Ich nehme mal an, wenn man seinen Frust dort abreagieren kann, gehts irgendwie besser. Oder mal rasen ohne bestraft zu werden oder mal um sich rum alles vergessen und nur spielen… da gehen echt erwachsene Leute in die Läden und freuen sich wie die Schneekönige, wenn sie ihre Konsole haben und stehen dort neben Kindern und probieren aus… Also wenn ihr so jemanden seht, könnt er mit hoher Wahrscheinlichkeit Arzt sein… 🙂 DVDs kommen glaub ich auch gut. Problem ist ja, wenn Arzt ins Kino geht, fängt die frühe Abendvorstellugn so an, dass er noch nicht aus der Klinik raus ist und die normale Abendvorstellung läuft so lange, dass er dabei einschläft… Also gehen Ärzte wohl eher selten ins Kino. Und gucken öfter DVD. Ist meine Annahme…

Und was verschenken Ärzte?

Keine Ahnung. Das übliche würd ich sagen. Sind halt auch nur Menschen 🙂





Irgendwo im Arztzimmer

30 10 2009

der andere: Scheißtag.

Assistenzarzt: Hmmm. Ich hab mir heute morgen als wir anfingen, vorgenommen, mich nicht zu ärgern.

der andere: Echt?

Assistenzarzt: Hmmm.

der andere: Und, wie lange hast durchgehalten?

Assistenzarzt: Bis um 7.50 Uhr.